Beiträge von McFly

    Ich mach eigentlich selten bei Cosplays mit, aber normalerweise schaue ich erst einmal nach, was mein Kleiderschrank hergibt, und mache den Rest dann meist selber. Das ist nicht nur billiger sondern man trägt das Kostüm dann doch eher mit Stolz. Bei mir kommt auch noch dazu, dass ich gerne selber Nähe und Handarbeiten mache, so dass es für mich noch nicht einmal anstrengend ist, wenn ich so ein Kostüm herstelle. Ich mache ja etwas, dass mir Spaß macht.

    Also als katastrophal würde ich Schwarz und Weiß nicht bezeichnen. Es war eher schlecht gemacht, aber für ein katastrophales Spiel fehlten mir dann doch mehrere Bugs, die das Spiel schwächen müssten. Die gab es nicht, also einfach nur schlecht umgesetzte Ideen. Sind ja nun nicht unbedingt eine Katastrophe. Wobei mich störte es, dass ich selbst nach fünf Arenen immer noch nur drei wirklich trainierte Pokemon hatte. Dadurch fehlte mir einfach auch so ein bisschen der Reiz mich mehr anzustrengen.
    Da es bei Schwarz 2 und Weiß 2 eine komplett neue Stimme geben soll, ebenso wie neue Arenaleiter, erhoffe ich mir einiges. Zum Beispiel auch, dass das Trainieren von Pokemon leichter wird. Wenn ich bedenke, dass ich 3 Stunden Spielzeit investieren musste um ein Pokemon auf ein bestimmtes Level zu bekommen, damit ich beim nächsten Gegner nicht versage, ist das schon ziemlich heftig.

    Nirinja waren die Worte von Constantin nicht entgangen, als sie sich mit den Kollegen in die Ruinen begab. Die mächte der Finsternis waren schon am Werk, das spürte sie ohne es wirklich greifen zu können. sie mochte viele Jahre unter den Menschen gelebt haben und die eine oder andere Art der Rasse angenommen haben, aber ihre elfischen Sinne hatte sie nicht verloren. Da sie größtenteils ihres Sichtvermögens eingeschränkt war, bildete sich ihr Hörsinn weiter aus. Sie vernahm nicht nur das Tapsen von unzähligen kleinen Füßen sondern auch die Schritte zweier Humnaoiden Lebensformen.
    "Sie gehen weiter in die Ruinen rein." stellte die junge Lehrerin nüchtern fest. Das warum war ihr nicht so ganz klar. Aber eins wußte sie sicher, die beiden Schüler flohen nicht unbedingt vor ihnen. Sie spürte eine Art Ruf, den sie nicht kannte, der ihr aber einen schauer über den Rücken laufen ließ. "Das fühlt sich falsch an. Die beiden laufen in die Gefahr rein, dass ist nicht gut." Noch ehe einer ihrer Kollegen sie aufhalten konnte, stürmte sie auf leisen Sohlen, wie es die Art vieler Elfen war den Pfad entlang, den die beiden Schüler genommen hatte. Nun war ihr einiges klar, die Ratte hatte vom untoten Schatten gesprochen. Es gab nur ein Tier, dass diesem "Untoten Schatten" ohne Furcht entgegen trat. Verdammt ich hätte mir die Schülerakten genauer ansehen sollen. fluchte die Elfe in Gedanken, während sie in den Raum schoß und erst einmal angewurzelt stehen blieb. Vor ihr stand in ihrer Schreckensgestalt eine Gorgone.
    "HAAAYIIIIIIIIIEHHHHHHH!" schrie die Elfe in höchster Tonlage, als sie den Kopf und das Blut sah, dass sich zu ihren Füßen sammelte. Sie merkte nicht einmal, dass ihre beiden Kollegen sich neben ihr befanden. Innerlich hoffte sie, dass der Junge überleben würde, aber davon war zur Zeit nichts zu merken. Doch die Helfer die sie rief kamen auch prompt. Alles, was sie, der Junge und ihre Kollegen brauchten war Zeit. Zeit, um aus diesen Ruinen zu kommen und damit der Gorgone aus dem Weg zu kommen. Aus den Ritzen der Wände und der Decke kamen ihre Freunde zu hunderten und tausenden. Noch nie hatte sie die Spinnen in dieser Zahl gerufen und sie stellte begeistert fest, dass sie Dank ihrer kleinen Freunde schaffte, nach dem Jungen zu sehen.
    "Constantin, helfen sie mir, wir müssen den Jungen hier rausbringen, ich weiß nur nicht, wie lange ich es schaffe, das Geschöpf der Dunkelheit so abzuwehren." wandte sie sich an den Kollegen. "Susi, deine Hilfe brauche ich hier." Kurz sah sie nach den Wunden, welche dem Jungen geschlagen wurden, holte einige Fläschen hervor. "Das sollte ihn etwas beruhigen. Auf jeden Fall schaffen wir es so, ihn in die Schule zu bringen." Von Fröhlichkeit und Unsicherheit war in Nirinjas Stimme nichts mehr zu hören. Sie war eine Elfe durch und durch in diesem Moment.

    Und versetzt dich doch in diese Person rein; Wenn es ihr scheisse geht, schreibt sie nicht noch irgendwelche Beiträge.


    Klar, aber dann skypen... sehr logisch. -.-
    Und seltsamerweise wusste bei Sayuri nur eine Personm (nämlich du) Bescheid.... den in der Konvi stand nichts drinne, das hätte ich mitbekommen, da ich nämlich online war, lieber Death, und da stand nichts darüber, dass sie nicht posten kann und krank ist.

    Es reicht mir gerade wieder einmal. -.-


    Ich muss auf Umwegen erfahren, dass jemand nicht posten kann, weil er Krank ist. Leute, könnt ihr euch nicht offiziell hier krankmelden? Was ist daran so schwer, auch wenn es einem gerade dreckig geht, kurz die Info zu geben, bin in den nächsten Tagen nicht online.
    Es ist nämlich doof, so etwas immer nur von den Postpartnern zu erfahren, wenn die Postregeln eine Reihenfolge vorschriebt, denn so kann man gegebenenfalls andere Orte aufsuchen und kommt selber mit seinem Spiel nicht ins Stocken, weil irgendwer nicht postet.

    ~Nirinja, Susi und Constantin kommen an.~


    Diesmal rannte die Elfe nicht drauf zu, sondern achtete darauf, ihr Tempo eher dem langesamen Fußvolk anzupassen. Und so kamen die drei entspannt bei den Ruinen an. "Geschöpfe der Nacht? Was meinten sie damit eigentlich?" fragte Nirinja neugierig, während sie versuchte eine Ratte aus einer Lücke in der verfallenen Mauer zu locken. Anscheinend hatte diese Ratte doch vor irgendetwas sehr fiel Angst. "Ich denke nicht, dass sie Fledermäuse, Ratten und andere Tiere meinten." Sie ließ die Ratte in ihrem Unterschlupf und wandte sich wieder den Kollegen zu. allerdings ließ sie zu erst ihren Blick über die Ruinen schweifen. "Hm, wir scheinen nicht die ersten hier zu sein. Aber die Ruinen sehen interessant und sehr geheimnisvoll aus, oder?"

    Interessantes Thema? Oh ja, Herr Kollege, sehr interessant, eher nervenaufreibend und verunsichernd. Nirinjas Gedanken machten eine Achterbahn. Nur mühsam konnte sie verhindern schreiend aufzuspringen. Dieser Impuls war gerade viel größer. Die Elfe stutzte, dieser Impuls hatte nichts mir dem Kollegen zu tun, jedenfalls nicht direkt. "Wollten sie nicht die Ruinen ansehen?" fragte sie Constantin und drehte sich zu ihm. "Es hat aufgehört zu regnen, allerdings kann ich..." Sie vollendete den Satz nicht, natürlich kann sie sagen, ob noch etwas runter kommen würde, dazu musste sie doch nur kurz an die frische Luft. Sofort war sie auf den Beinen. "Ich bin in einer Minute wieder da." sagte sie, ohne auf eine Antwort zu warten und stand schon fast im selben Moment auf der Straße, stocksteif und lauschend.
    Kurz darauf kam die Blauhaarige lächelnd wieder ins Cafe. "Also die nächsten Stunden haben wir hier keinen weiteren Regen zu befürchten, also wie wäre es mit einem Ausflug zu den Ruinen?" fragte sie erwartungsvoll in die Runde. Diesmal würde sie bestimmt nicht vergessen, dass sie menschliche Wesen als Begleitung hatte.

    Constantin war weg und Nirinja musste ein wenig über die ersten Worte von Susi nachdenken. "Du...." sagte sie kurz und schüttelte dann den Kopf. "Ein wenig ungewohnt, aber ich denke, daran könnte ich mich gewöhnen." War da wirklich mehr bei Constantin, als es den Anschein hatte? Wenn ja, dann verbarg er sehr gut diese Gefühle. Wobei Nirinja hatte diese Gefühle bisher auch immer verdrängt und nie gezeigt. "Meinst du wirklich, Susi? Ich habe bisher nichts bei ihm bemerkt." sagte sie, in der angelegenheit wäre es aber nicht das erste Mal, dass sie komplett daneben lag. Doch in ihrem Stamm spielte die Liebe nie die Rolle, die sie bei Menschen oder anderen Geschöpfen schon erlebt hatte. Liebe ist vergänglich und manchmal wird sie einem vorgegaukelt, daher hatte ihr Stamm nicht viel für Liebe übrig gehabt. Ihr Blick wanderte kurz in Richtung Toilette, doch dann sah sie wieder zum fenstre hinaus. Wie sollte ich mich dann dem Herrn gegenüber verhalten?

    Nirinja beobachtet wie der Kuchen freundschaftlich geteilt wurde. Sie lächelte wieder, als Constantin ihr auch ein Stück anbot. "Ich glaube gerne, dass die Erdbeeren frisch und süß sind, aber ich halte es da dann doch der vielen Jahre unter den Menschen wie meine Rasse. Ich bleibe bei meinen 3 Mahlzeiten am Tag." Mehr brauchte sie auch nicht. Den Rest ihrer täglichen Energie holte sie sich mit Tees und Säften. Wobei sie die Säfte auch erst seit einiger Zeit als Energielieferanten entdeckt hatte. "Ich denke mal, die Erdbeeren würden mir auch noch schmecken, aber bei dem Boden würde ich wahrscheinlich das Gesicht so verziehen, dass sie sich vor Lachen am Boden wälzen. Ich wollte eigentlich nicht daran Schuld sein, dass sie mir dreckigen Sachen durch die gegend ziehen müssen." Beim letzten Satz warf sie einen Blick auf den Holzboden des Cafes, der durch den Regen draußen einigen Dreck abbekommen hatte, den die Menschen hereingeschleppt hatten. Der Dreck sollte doch ruhig dort bleiben, und nicht an den Klamotten ihrer Kollegen kleben.

    Genau hörte Nirinja dem Kollegen zu. Doch viel eher war ihr Blick auf den Kuchen gerichtet. "Hm... Ja, es gibt Menschen, die mehr von Unrecht und Recht verstehen als jede Elfe." sagte sie, ohne dabei Susi anzusehen. "Es gibt auch Elfen die Unrecht als Recht ansehen, in der Hinsicht unterscheiden sich die Völker wohl nicht, eher darin, wann wir als mündig gelten. Ich habe festgestellt, dass viele Mütter ihren Kindern nichts zutrauen. Eigentlich schade, wenn man bedenkt, wie viele Talente dort draußen sein müssten."
    Dann kam ihr eine Idee, wie sie ihre Kollegin vielleicht doch noch auf ihren Erdbeerkuchen aufmerksam machen konnte. "Frau Kollegin, ihr Kuchen wird warm." Grinsend schaute sie Susi ins Gesicht. Dann holte sie ein Taschentuch aus ihrem Beutel hervor und reichte es der Kollegin. "Nana, ich habe vieles erlebt und vor allem überlebt, freuen sie sich darum, als um den Schmerz, den meine Seele mit sich trägt und mich damit daran erinnert, was der richtige Weg ist." sagte sie aufmunternd. Noch etwas, dass sie bei den Menschen gelernt hatte: Mitgefühl und Mitleid.

    Nirinja schaute kurz aus dem Fenster. Irgendwie hatte sie geahnt, dass solche Fragen mal kommen müssten. Allerdings schien sie eher die Neugier eines Menschen geweckt zu haben, als dass dort mehr existieren könnte. Jedenfalls nahm die Elfe das an. "Verletzt und vertrieben..." murmelte sie leise, ehe sie sich zusammenrieß. "Vertrieben wurde ich, weil ich angeblich meine Zieheltern getötet haben soll, im Alter von ungefähr 12. Verletzt haben sie mich, in dem sie mir für viele dinge die Schuld gaben, auch wenn ich gar nicht am Ort des Geschehens war." Sie erzählte aus vollem Bewusstsein nicht, was ihr da teilweise angetan wurde. Selbst ihr drehte sich da immer der Magen um, und genau in diesem Moment erschien der von Susi bestellte Erdbeerkuchen.

    Nirinja merkte erst recht spät, dass Constatin aufgehört hatte zu reden. "Ist alles mit Ihnen in Ordnung?" fragte sie nun verblüfft, während sie die Konversation noch einmal Revue passieren ließ. "Ich muss Ihnen übrigens Recht geben, ich habe vorhin die Menschen über einen Kamm gescherrt. Anscheinend lebe ich doch zu lange unter Menschen, dass ich schon ihre Eigenarten annehme." Vielleicht hatte genau das vorhin auch zu diesem Zögern geführt, durch das der neue Kollege sich gezwungen gefühlt hatte, beinahe zu gehen. Kopfschüttelnd verscheuchte sie diese Gedanken, es machte keinen Sinn sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
    Die Elfe sah den Menschen auffordernd an. Noch immer hatte dieser keine Reaktion gezeigt und das fand sie gar nicht toll. "Herr Kollege, ich muss Ihnen wohl sagen, dass nicht sie mich verletzt haben, das waren noch nicht einmal Menschen... Oder doch, auch Menschen haben mich schon verletzt, allerdings nicht so sehr, wie mein eigenes Volk, mein Stamm, meine Familie." Irgendetwas sagte ihr, dass ihre Intuition in dieser Hinsicht richtig lag, weswegen sonst hätte sich der Herr zurückziehen sollen. Erwartungsvoll betrachtete sie die Reaktion, die bestimmt kommen würde.

    Ja, es gab böse Elfen, aber wußte dieser Mensch die ganze elfische Geschichte, Nirinja bezweifelte es, doch darüber wollte sie den jungen Mann nicht aufklären. Zwar war auch die Elfe noch nicht alt, aber im Gegensatz zu dem Man neben sich, hatte sie wahrscheinlich noch ein paar Jahre mehr vor sich. "Hm, Monster? Eben waren es noch Ungeheuer." sagte die Elfe lächelnd und wandte sich dem Thema Kuchen zu. "Ich würde nicht den Sandkuchen nehmen, der scheint etwas trocken zu sein, wenn ich die Gespräche hier im Raum richtig interpretiert habe." schlug sie den beiden Kollegen vor. "Interessant, dass sie von einer Rasse auf eine einzelne Person sich beziehen. Ich habe nie gesagt, dass Elfen alles richtig machen, oder gar der Inbegriff an Freundlichkeit und so. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dem nicht so ist." Während sie den letzten Satz sprach, zog der Schatten des Schmerzes über ihr Gesicht.
    Und schon hatten die Schatten der Vergangenheit sie wieder. Das Lächeln war aus dem Gesicht der Elfe verschwunden und eine Ernsthaftigkeit trat an ihrer Stelle, die jegliche Gefühle überdeckte. Nirinja hatte ihre Schutzmauer wieder errichtet. "Welche Rasse hat schon nur gutes getan? Seltsamerweise sind die Elfen bisher die einzigen, die nie ihresgleichen bekriegt haben. Was leider nicht heißt, dass nie ein Elf einen anderen Elfen umgebracht hat, auch das gibt es bei uns. Auch wenn viele behauptet, das gäbe es nur bei den Menschen und Dämonen." Nirinja schüttelte den Kopf. "Aber ich denke, wir sollten hier jetzt keine Geschichtstunde zur Elfengeschichte machen, da würden wir wahrscheinlich noch in einer Woche heir sitzen."

    Nirinja sah den Kollegen an, während er sich darüber beschwerte, wie sie Monster definierte. Ihr Lächeln wurde breiter und verwandelte sich in ein Grinsen. "Sehen Sie, so ist es mit Definitionen." sagte sie schließlich, nachdem Susi dazwischen gegeangen war und den Kollegen ablenkte. "Nein, ich möchte keinen Kuchen. Zumindestens nicht im Moment." lehnte sie dankend ab. Lieber wollte sie weiter darüber diskutieren, wie man bestimmte Dinge definiert. "Ein Elf sieht ein Ungeheuer nicht unbedingt als Monster an. Monster sind Wesen, die nur böses und gefährliches tun. Jedenfalls für einen Elfen. Sie sehen, es ist eben alles eine Frage der Definition." Sie wandte sich ihrem Tee zu und schaute hinaus. Noch immer fiel der Regen auf den Steinboden. "Es soll ja selbst Wesen geben, die Regen als Monster ansehen." sagte sie ruhig und gelassen, ohne den Blick von der nassen Straße zu nehmen.

    Nun war es an Nirinja zum ersten Mal irritert auszusehen. Die Reaktion von Constatin war nicht unbedingt das, was sie erwartet hatte. Auch die Aussage danach, war nicht unbedingt für die Elfe nachvollziehbar. "Diese Aussage trifft vielleicht auf Menschen zu, nicht unbedingt auf eine Elfe." meinte sie mit einer hochgezogenen Braue. "So weit ich weiß, wurde ich zwar von meinem Stamm ausgestossen, aber bei anderen Stämmen nicht als böse und gefährlich eingestuft." Und nur das würde sie wahrscheinlich zu einem Monster machen. Zumal sie immer noch nicht wußte, von welchem Elfenstamm sie nun genau abstammte, so hatte sie zumindestens herausgefunden, dass der Stamm, in dem sie aufwuchs, nicht der Stamm der Eltern gewesen sein musste. Dazu hatte sie eindeutig die falschen Fähigkeiten. Sie rieß sich aus ihren Gedanken. "Aber wenn sie schon von Monstern sprechen, ich denke nicht, dass es Monster überhaupt gibt. Es ist einfach eine falsche Bezeichnung von bösen Geschöpfen, die einfach falsch erzogen wurden." meinte Nirinja und schaffte es diesmal richtig zu lächeln.

    Gehen? Endlich schien Nirinja aus ihren Gedanken wieder auftauchen. Sie sah etwas irritiert zu Constatin und dann zu Susi. Hatte sie doch zu lange gebraucht eine Entscheidung zu treffen. "Entschuldigung, ich bin gleich wieder da!" sagte sie schnell, bevor einer der beiden etwas weiteres sagen konnte. Die Elfe nahm den Weg zur Toilette und fand dort ein Fenster, dass sie sofort aufriss. "Nimm dich zusammen, Elfe. Du verunsicherst noch die anderen." murmelte Nirinja leise. Noch immer wusste sie nicht, warum sie die Gegenwart des anderen so verunsicherte. Eventuell seine Fähigkeit oder irgendetwas Anderes. Sie konnte nicht ewig hier sein, also verließ sie die Toilette wieder. Doch diesmal wappnete sie sich eher. Schluß mit Unsicherheiten auf allen Seiten.
    Damit ging sie zurück zum Tisch, auf dem eine weitere Tasse Tee stand. "Sie müssen nicht gehen, Kollege." sprudelte es aus ihr hervor. "Ich muss mich für mein Verhalten Ihnen gegenüber entschuldigen. Sie müssen ja das Gefühl haben, als wären sie in meinen Augen ein Monster." Das Lächeln misslang ihr ein wenig, jedoch war es eher schief als freundlich, so als hätte sie noch nie in ihrem Leben gelächelt.

    Noch immer überlegte Nirinja, warum sie mit diesem Menschen so schwer klar kam. Seine Nähe war ihr unangenehm, aber nicht so, wie es bei manchen bösen Menschen der Fall war. Dann erst kapierte sie, was Sache war. Dunkel erinnerte sie sich an die Worte ihres Ziehvaters. "Nur die Unsicherheit bringt dich dazu Dinge zu tun, die du normalerweise nicht machen würdest." hatte er ihr gesagt. Alles, was die Elfe mit der kurzen Angebundenheit tat, war nicht in Verlegenheit zu kommen und Schwächen zu offenbaren. Aber warum machte ein Mensch sie unsicher? Darauf fand Nirinja keine Antwort. Nur wie sollte sie sich jetzt verhalten? Es gab nur zwei Möglichkeiten, erstens sie ging, zweitens sie tat weiterhin so, als würde sie etwas gegen den Menschen haben. Doch welche Möglichkeit war jetzt die Richtige. Sie bekam von ihren Kollegen kaum noch etwas mit, während sie versuchte eine Entscheidung zu treffen. Es wäre wohl besser, wenn sie schnell eine Entscheidung treffen würde.

    Nirinja hatte wieder angefangen in den Regen zu starren. Noch immer hingen die schwarzen Wolken tief und schwer am Himmel. Das wird wohl noch eine Weile so weiterregnen. dachte die Elfe belustig. Die ersten Menschen waren nun mit Regenschirmen unterwegs. Warum blieben diese Dummköpfe nicht in ihren Häusern? Nirinja hatte die Menschen noch nie verstanden und würde sie auch nie verstehen. Und noch immer suchte sie nach den Gründen, was sie so viel Abneigung gegen einen Menschen empfinden liessen. Normalerweise behandelte sie gerade magisch begabte Menschen etwas freundlicher und nicht so herablassend wie andere Menschen. Auch wenn sie tief in Gedanken war, bekam sie doch die Frage ihres Kollegen mit.
    "Mathe, Zaubertränke, Geschichte. Als AG Kochen." antwortete sie knapp und verfolgte einen Regentropfen der die Scheibe des Cafes hinunterlief mit den Augen. Dann richtete sie den Blick auf und winkte der Bedienung und bestellte noch einen Kräutertee. Dann rieß sie sich zusammen. "Und sie unterrichten?" stellte sie höflich die Gegenfrage.

    Die Elfe wurde leicht abgelent durch die Frage des Professors. Thurston, den Namen musste sie sich merken. Allerdings fand sie den Dämonenengel viel interessanter. Doch dieser stand auf und ging, bevor sich Nirinja überhaupt verstellen konnte. Sie versuchte dem Jungen nicht zu auffällig hinterherzuschauen. Ob ich ihn vertrieben habe? fragte sich die Elfe. Schließlich erinnerte sie sich, dass sie sich noch immer nicht vorgestellt hatte. "Nirinja Grünblatt!" nannte sie kurz und bündig ihren Namen. Schon lange hatte sie sich abgewöhnt ihren Beinamen im Original zu nennen, das konnte eh keiner aussprechen, der nicht elfischer Abstammung war. "Archäologe aus Leidenschaft? Oder ist es nur eine Faszination bei Ihnen?" fragte sie den neuen Kollegen. Sie wusste nicht, warum sie diesem Kollegen gegenüber so barsch war, während sie sich bei Syncc und Susi öffnen konnte. Die Blauhaarige konnte sich es nicht erzählen, vielleicht lag es auch einfach an der Aura, die sie unbewusst immer wahrnahm. Allerdings wollte sie sich davon nie wieder leiten lassen, denn die Aura konnten Magiebegabte beeinflussen.

    Nirinja hörte zwar immer wieder das Glöckchen klingeln, als einige schlaue Menschen nicht versuchten durch den Regen nach Hause zu rennen, sondern ins Cafe kamen, aber sie interessierte sich nicht für die Neuankömmlinge. In gewisser Weise konnte sie ihrer Kollegin schon recht geben, dass die Sprache des Windes zu verstehen, recht nützlich sein konnte. Gerade wollte sie das nicht nur gedanklich sondern auch verbal machen, als ein Mann und ein junger Dämonenengel an ihrem Tisch standen. Die Elfe musterte beide etwas kritisch, nicht nur weil beide nass waren, sondern auch, weil es sich anscheinend um einen Kollegen und einen Schüler handelte. Aber seit wann gaben sich Lehrer mit Schülern ab, wenn sie nicht gerade Unterricht gaben. "Ich habe keine Probleme mit ihrer Gesellschaft." gab Nirinja von sich, wobei ihr Blick immer noch auf den Dämonenengel gerichtet war. Solche Wesen traf man nicht täglich und nicht unbedingt in einem Cafe, in dem überwiegend Menschen verkehrten. Allerdings war diese Stadt bekannt, offener zu sein, als andere Regionen. "Sie müssen der zweite männliche Kollege sein, der die Lehrerschaft vervollständigt, nehme ich an. Und dieser junge Dämonenengel ist...?"