Das Gévaudan Ungeheuer

  • Zitat

    In der Gemeinde Lozère im Südosten Frankreichs, ereigneteten sich in Gévaudan zwischen 1764 und 1767 eine große Anzahl an schrecklichen Frauen und Kindermorden. Augenzeugen, die den schrecklichen Mord beobachten konnten, beschrieben den Täter als ein wohl riesiges wolfsähnliches Tier. Seine Opfer tötete es indem es ihnen die Kehle aufriss und sie dann verzehrte oder ihnen einfach nur Leiber aufriss.
    Februar 1765 sandte König Ludwig XV. einen bekannten Jäger nach Gévaudan, der die Bestie töten sollte um der Panik, die sich in den Menschen breit machte, Einhalt zu gewehren. Denneval, der Jäger, wurde von sechs abgerichteten Bluthunden begleitet. Doch leider blieb die Jagd erfolglos.


    Im September des gleichen Jahres erschoss der königliche Gewehrträger das vermeintliche Ungeheuer. Er verfolgte einen riesiegen Wolf, der mehr als 1,50 lang und über 65 Kg schwer war, bis zum Steinbruch von Bèal Ravine. Hier erschoss er die Bestie und brachte sie als Trophäe seines Triumphs zum Königshof. Als die Morde darauf jedcoh weiter gingen war klar, es handelte sich bei dem Toten Tier nicht um die Bestie.


    ich fasse den rest kurz zusammen: Im juni 1767 erschoss ein jäger einen weiteren wolf, und damit hatten die morde ein ende.


    handelt es sich hierbei wirklich um einen wolf (oder eine ähnliche bestie)?? oder war es doch nur ein serienmörder, der seine mordserie beendete um nicht aufzufliegen?? es ist jedoch verwunderlich dass der mörder (sofern es einer war) nich nach dem ersten erschossenen wolf aufhörte, sondern erst nach dem zweiten. war es wirklich ein serienmörder?? und wenn ya, woher wusste er dass noch ein wolf erschossen werden würde??

  • Gab es da nicht sogar mal eine Episode "Galileo Mystery", die sich damit beschäftigt hat (Schon der Gedanke an Galileo Mystery bringt mich zum Lachen, jeder Wissenschaftler muss sich wirklich wie bei einer Comedy-Show vorkommen, wenn er Galileo Mystery sieht ^^ ...)? Nicht das ich mich auf solche unterdurchschnittlichen "Wissenschafts"-Sendungen beziehen wöllte...


    Hmm, es erscheint eher unsinnig eine Bestie zu vermuten, denn dafür passen die Dinge nicht wirklich ganz in das Bild einer Bestie passen. An sich wäre es wohl sicherer einen Mörder zu vermuten, wahrscheinlich auch einem geistesgestörten, der einem Trieb folgend, jene drei Jahre lang mordete - warum dann aber die Morde geendet haben... schwierig, wie gesagt, es sind einfach zu wenig Informationen, um dies eindeutig zu beantworten.

  • Der Witz an alten Mytologien, ist das Unfasbare welches mehr oder weniger der Grund ist warum wir uns an selbigen erfreuen und die unserer Phantasie Flügel verleiht. Eine Lösung für diese alten Geschichten zu finden, sei sie nun wissenschaftlich fundiert oder nicht entzaubert jedes Mysterium und ist deswegen fragwürdig. Mir gefällt mein Gedanke nach wie vor besser und ich hoffe das noch mehr sich meiner Idee anschließen.

  • Hmm, wenn ich für eine wissenschaftliche Betrachtung plädiere, so hat dies natürlich nichts mit einem Mythologie-Problem zu tun, sondern es ist lediglich, dass ich dem Zwecke einer Betrachtung dieser Art von Fall lieber das vollkommene Verständnis zum Ziel setzen möchte als zurückgelehntes vor sich hin träumen ;) .
    Gut, warum sehe ich das Problem eines Tierangriff für schwer beweisbar (man sollte aber immer bedenken, dass nicht genug Informationen vorhanden sind um tatsächlich das eine oder das andere zu beweisen): Nehme man an, es würde sich um ein oder mehrere Tiere handeln, so ist es seltsam, dass nur Frauen und Kinder Opfer sind, denn angenommen, dass jene Tiere in einem Wald sind und aggressiv Menschen anfallen, so ist es unwahrscheinlich, dass nur Frauen und Kinder jenen Tieren zum Opfer fallen. Ein tatsächlicher Tierangriff kann nicht derartig schematisch sein, dass es nur Frauen und Kinder als Opfer fordert und dann ist da ja auch die angedeutete schematische Verletzung der Opfer etwas, was seltsam für einen Tierangriff ist, da eben jener immer in einem Kampf ausarten müsste, der mehr Spuren hinterlassen würde als eine zerfetzte Kehle und das gelegentliche Zerfleischen der Bauchgegend.
    Aber wie gesagt: Es ist der erhebliche Mangel an Informationen, der es unmöglich macht bei irgendeiner Form der Betrachtung konkret zu sein, d.h. das weder die Lösung eines übernatürlichen Ungeheuers noch die eines Serienmörders als bewiesen anzusehen sind, solange man sich nur auf die Informationen in diesem Thread stützt.

  • Ein Wolfangriff ist gar nicht so unwahrscheinlich, es muss ja nicht ein übernatürlicher Wolf gewesen sein, vielleicht nur besonders groß gewachsen oder tollwütig. Mann weis doch gar nicht ob nicht auch Männer getötet wurden, und Frauen und Kinder konnten sich schließlich nicht so gut wehren wie Männer zu der Zeit, vielleicht wurden sie auch weggeschleppt. Aber wie gesagt es gibt einfach zu wenig Informationen um es genau zu wissen.

  • Und genau jene Vermutung, dass auch Männer Opfer gewesen sein könnten, ist dann jene Spekulation, die erst recht dazu aufruft, das Ganze ins Reich des Abergläubischen abgleiten zu lassen, denn spekulative Vermutungen führen zu keinem Verständnis, sondern nur zu einer Erklärung der eigenen Vorstellung und eine Aussage mit dem Anspruch der Wahrheit sollte schließlich objektiv sein und nicht subjektiv.
    Aber der Mangel an Informationen bringt das Thema wohl schnell zu einem Ende...

  • Also, man kann ohnehin nicht feststellen, ob diese Geschichte wahr ist oder nicht. Man kann aber genauso wenig sagen, dass es nur ein abergläubiges Märchen ist, vor allem deshalb, da jegliche Beweise fehlen. Aber auch mit Beweisen kann man schon mal in eine falsche Fährte gelockt werden, deshalb sollte man sich immer darauf gefasst machen, dass das was man gedenkt zu glauben, zu vermuten oder festzustellen nicht der Wahrheit entsprechen KÖNNTE.
    Es könnte wohl möglich sein, dass es hierbei um einen Serienmörder handelt, der von seiner Gestalt her an einen Ungeheuer erinnert. Vor allem, wenn die Augenzeugen in den Mordfällen große Panik hatten und deshalb die bedrohliche Gestalt des Mörders in ihren Beschreibungen mehr ausschmückten.
    Es könnte aber auch reine Fantasievorstellung sein, die in Form von Geschichten und Erzählungen bei den Leuten um die Runde ging.
    Man könnte sowas in etwa mit "The War of the Worlds", geschrieben von H. G. Wells und erschienen im Jahr 1898, vergleichen, wo die Menschen regelrecht durch eine ausgedachte Geschichte in Panik versetzt werden.