Remember

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    Kapitel 1 : Das Erwachen


    Jack wachte wie jeden morgen pünktlich um 8:00 Uhr auf. Wie aus einem Reflex, schaltete er den Wecker aus und ging wie gewohnt als erstes ins Bad. Fast stolperte er dabei über seine Schuhe, die ihm im Weg standen. Er hatte es wohl am Abend zuvor sehr eilig damit, ins Bett zu kommen, dabei vergaß er wohl seine Schuhe ordentlich wegzuräumen. Es irritierte ihn ein wenig, denn er war sonst immer recht ordentlich. Aber es störte ihn nicht weiter. „War wohl ein wilder Abend“ dachte er sich. Im Bad angekommen, war sein erstes Ziel die Toilette, er setze sich auf die kalte Klobrille, nahm eine Zeitung die rechts von ihm in einen Korb lag und begann zu lesen. So, wie er es jeden morgen tat. Er hielt nichts von aktuellen Zeitungen, er las lieber die vom Vortag. Nachdem er endlich wusste, was in der Welt vor zwei Tagen los war, richtete sich auf und ging zum Waschbecken. Eine kurze Katzenwäsche dürfte wohl erst mal reichen. Kaltes Wasser kam aus dem Hahn. Er sammelte etwas davon in seinen Handflächen und ließ das kalte Wasser zügig sein Gesicht bedecken. Zufrieden schaute er in den Spiegel, doch seine Laune änderte sich schlagartig, als er bemerkte dass ihm die Person die ihn da grade verwundert anstarrt nicht sonderlich bekannt vorkommt. „Was ist hier los? Warum erkenne ich mich nicht? Bin ich das überhaupt?“ Fragen, die ihn sofort beschäftigten. Er führte seine rechte Hand, die immer noch ein wenig feucht war zu seinem Gesicht und rieb sich die Augen. Doch immer noch starrte ihn das fremde Gesicht an. „Ich brauch dringend frische Luft“ sagte er laut und ging, nun nicht mehr so schlaftrunken zurück in sein Zimmer. Das Fenster, das er zu öffnen gedachte, war verschlossen. Doch wie in Trance, gelang es ihn dieses zu entriegeln. „Ich erinnere mich an alles, wo ich wohne, dass ich jeden morgen auf der Toilette eine alte Zeitung lese, wie ich das Fenster öffne, doch warum nicht daran wer ich bin?“ dachte er laut. Er öffnete das Fenster erst einen Spalt, sofort wurden seine Ohren überwältigt. Von Menschenstimmen. Das Fenster war jetzt ganz offen, er schaute hinaus und bemerkte, dass sehr wohl eine Menge Menschen auf der Straße liefen. Es aber nicht den Anschein hatte als würden sich welche von ihnen unterhalten. Vielmehr eilten die Leute, einer gewohnten Route zu ihren Zielorten. Keiner hatte Zeit stehen zu bleiben und Smalltalk zu halten. Die Stimmen, die er hörte wurden leiser, doch es kamen neue, die allmählich lauter wurden. Verwundert schaute er auf die Straße hinunter und suchte die Personen, die sich unterhielten. „Es kann ja nicht sein, dass ich genau höre, was die Leute sagen. Ich aber keine Person reden sehe“ hörte er sich selbst sagen.



    Kapitel 2 : Die Entdeckung


    Verdutzt schloss Jack das Fenster. Frische Luft hatte ihm nicht geholfen einen klaren Kopf zu bekommen, vielmehr war er jetzt nur noch verwirrter als vorher. Er setze sich auf sein Bett und versuchte sich an den gestrigen Abend zu erinnern. „Es muss irgendetwas vorgefallen sein. Hab ich einen Schlag auf den Kopf bekommen?“ grübelte er. Doch er spürte weder Schmerz, noch bemerkte er eine Beule oder sonstiges. „Kann es vielleicht sein, dass mir jemand was in den Drink getan hat?“ dachte er weiter. Erst jetzt, fiel Ihm auf, dass er sich nicht nur an sich selbst erinnerte, sondern auch nicht an den gestrigen Abend. „Was ist nur los mit mir?“ wimmerte er leise. Er war geplagt von Fragen, die er sich nicht beantworten konnte. So wie es jetzt war, konnte es aber auch nicht weitergehen. Er entschloss sich nicht in Selbstmitleid zu versinken, sondern Informationen über sich und den gestrigen Abend zu sammeln. Seinen Name fand er ziemlich schnell heraus, indem er seine Hose, die wohl noch von der Nacht zuvor, auf den Boden lag, nach einem Ausweis durchsuchte. „Jack Englert“ las er laut. Doch er fühlte nichts beim lesen dieses Namens, er war ihm völlig fremd. Es hätte auch gut jeder andere Name auf dem kleinen Plastikkärtchen stehen können, nur das Passfoto, das seinem Spiegelbild ähnelte, war für Jack Beweis genug, dass er wohl die Person sei. Er durchsuchte sein Portemonnaie nach weiteren Informationen. Außer etwas Geld, fand er noch eine kleine Eintrittskarte von einer Diskothek. „Scheinbar bin ich dort gestern gewesen! Ich erkenne deutlich noch einen Stempel mit den Datum.“ Ein kleiner Anhaltspunkt gab Jack etwas Halt. Immerhin, wusste er jetzt, wo er wahrscheinlich Informationen über den gestrigen Abend erhalten konnte. „Ich sollte mich besser beeilen, wenn ich Glück habe, sind dort noch welche mit Aufräumarbeiten beschäftigt“. Er schaute sich den Haufen der Klamotten an, die auf den Boden lagen. „Vielleicht erkennt man mich besser, wenn ich die Kleidung vom Vortag anziehe“ dachte er sich und begann sich anzukleiden. Ein Weißes T-Shirt mit der Aufschrift „Keep going“ und eine braune Cargohose, schützen jetzt sein Körper. Nun fehlen nur noch die Socken. Als er sich diese anziehen wollte, bemerkte er eine Tatoowierung am linken Knöchel. Diese war noch leicht von gereizter Haut umrandet, sodass man Schlussfolgern konnte, dass diese erst vor wenigen Stunden gestochen worden war.
    Das Symbol, was nun seinen linken Knöchel zierte, war Jack nicht ganz fremd. Es war das mathematische Zeichen für unendlich. Doch sollte sich Jack an diesen morgen noch über irgendetwas wundern? Er erkannte sich selbst nicht mehr, er hört Stimmen, sieht aber niemanden reden, eine Diskothek, in der er war, sich aber nicht dran erinnern kann. Eine Tatoowierung war da quasi nur noch die Krone auf dem ganzen.
    Komplett bekleidet, fehlte nur noch eines. Kopfhörer und laute Musik, denn diese Stimmen, wollte er nicht noch einmal hören.
    Zügig machte er sich auf den Weg, zu der Diskothek. Wenigstens die Stadt in der er sich befand, kannte er noch.



    Kapitel 3 : „Ich höre, was du denkst!“


    Die Stadt, war sehr lebendig, Jack wünschte sich manchmal einen etwas ruhigeren Ort. Er sehnte sich des Öfteren, nach der Kleinstadt, in der er aufgewachsen ist. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, musste Jack damals aber den Schritt in die große Welt wagen. Laute Geräusche und Fortschritt machte ihn Angst, doch ab und zu einer Party, war er nicht abgeneigt. Jack schaltete seine MP3 Player ein und versuchte während seines Weges, zu der Diskothek vom Vorabend, auf andere Gedanken zu kommen, was ihm aber sehr schwer viel. Er war zu verwirrt, von den Ereignissen, die ihm an diesen morgen so zuspielten.
    Nach einen etwa halbstündigen Fußmarsch,, an Hauptstrassen und kleinen Parks, die wohl nur dazu da waren um etwas grün in der Stadt zu zeigen vorbei, erreichte er sein Ziel, etwas abgelegen der Stadt, die Diskothek „Silo“. Es war ein ziemlich maroder Schuppen bemerkte Jack. Nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte, seinen Erinnerungen nach, war er ja heute das erste Mal dort. Jack schaltete sein mobiles Musikabspielgerät ab und war sehr erfreut darüber, nichts zu hören. Kein Autolärm, keine Menschenstimmen, nicht mal Vogelgezwitscher, störten die Ruhe. Jack sah sich um und bemerkte, dass die Diskothek wohl geschlossen war. Doch vor der Eingangstür, saß ein junges Mädchen, sie hatte Ihr Gesicht in die Knie gepresst und weinte. Jack ging also zu ihr hin, ohne an seine Probleme zu denken, fragte er sie, was denn los sei.
    Das Mädchen schaute kurz auf. Ihr Gesicht war leicht rot und fürchterlich verweint „Geh weg, du kannst mir eh nicht helfen“ schluchze sie. Sie versank wieder in Ihren Knien und begann erneut zu weinen „Was ist nur los mit mir? Ich bin ein Monster“ dachte sie. Jack erwiderte ohne groß nachzudenken: „Wer sagt denn, dass du ein Monster bist?“
    Die junge Frau, Jack stufte sie als junge Frau ein nachdem er ihr Gesicht sah, hörte auf zu weinen, richtete sich auf und schaute Jack mit großen Augen an. „Was hast du grade gesagt?“ fragte sie Jack, während sie versuchte nicht wieder loszuflennen.
    „Na ich fragte dich, wer sagt, dass du ein Monster bist. Von alleine kommt man doch nicht auf die Idee.“ antwortete Jack.
    „Das habe ich doch gar nicht gesagt! Ich habe das grade gedacht, aber gesagt habe ich doch nichts!“
    Jack fiel es wie Schuppen von den Augen. Er hörte Ihre Gedanken, auch jetzt wo sie drüber nachdachte Selbstmord zu begehen, weil sie einfach nur Angst vor den Leben hatte. Nun wurde ihn auch klar, was die Menschenstimmen am morgen zu bedeuten hatten.
    „I…Ich höre was denkst!“ Jack konnte selbst nicht glauben, was er da grade sagte, wann hört es wohl mit den Überraschungen auf, die ihn heute schon so plagten.
    „Der Typ ist ja fast so gestört wie ich“ dachte die junge Frau und schaute Jack tief in sein Gesicht. Doch er verzog keine Miene. Nichts deutete darauf hin, dass er sie zum Narren hielt.



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  • Kapitel 4 : Verbindungen


    "Wie kannst du hören was ich denke?" fragte die junge Frau.
    "Ich weiß es nicht. Ich wusste ja bis grade nichtmal, dass ich sowas kann. Es muss irgendetwas mit mir passiert sein, denn ich erinnere mich nicht mehr an den gestiegen Abend, geschweige denn wer ich bin. Und dazu kommt noch eine komische Tatöwierung an meinen Knöchel." offenbarte sich Jack "und das erzähle ich einer Person, deren Namen ich nicht kenne und die sich für ein Monster hällt..."
    "Verzeihung, sagtest du grade du weißt nicht wer du bist? Und du weißt nichts vom gestrigen Abend? Und du hast eine komische Tatowierung? --- Das kann doch alles nicht sein --- Ich kann mich auch nicht daran erinnern, wer ich bin, was gestern Abend passierte...und eine Tätowierung habe ich auch. Ich glaube die muss von gestern sein, denn Sie tut noch leicht weh." unterbrach sie Jack. "Ich habe nur eine Eintrittskarte von dieser Diskothek" beenden beide den Satz.
    "Und kannst du auch Gedanken lesen?" fragte Jack, wobei er sich gleich dachte, wie blöd er klingen muss. Gedankenlesen... an sowas hat Jack nie geglaubt und nun konnte er es selbst. "Nein, man sagt aus eine anderen Grund Monster zu mir. Ich kann, auch wenn es ziemlich blöd klingen muss, Dinge bewegen lassen. Ich schaue sie nur an und sie beginnen zu fliegen. Heute morgen, als ich das Haus verlies, hätte ich fast ein kleines Kind mit einen Auto erschlagen...." fast begann die junge Frau wieder das weinen, doch sie konnte sich dieses Mal beherrschen. Das sie in Ihrer Verzweiflung nicht alleine war, stärke sie ein wenig. "Du kannst Dinge levitieren lassen? Scheinbar waren wir wohl beide gestern an den gleichen Ort und haben aus den selben Grund, keine Erinnerungen an uns selbst. Wobei, wie war doch gleich dein Name?" löcherte er sie.
    "Ich weiß es nicht. Ich wollte in mein Portmonaie nachsehen, doch ich muss es wohl gestern verloren haben. Kann man sich das vorstellen? Ich habe nochnichtmal einen Namen, an den ich mich orientieren kann."
    "Lisa!" sagte Jack. "Ich nenne dich einfach Lisa. So hast du einen Namen, auch wenn es wohl nicht dein richtiger ist."
    "Komm Lisa, schauen wir uns mal in der Diskothek um"
    Lisa willigte ein. Mit Jack an Ihrer Seite, hatte sie keinen Grund zum weinen. Beide kannten sich nicht, doch es gab eine Verbindung zwischen Ihnen beiden, soviel stand fest.










    Kapitel 5 : Ghost


    Was Jack und Lisa zu diesen Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass sie schon seit Ihren „Erwachen“ unter Beobachtung standen. Und zwar von jenen Mann, der Ihnen dieses Schicksal erteilte. Dieser Mann war Boris Kock. Ein Wissenschaftler, der unter der großen Masse nicht auffiel. Er hatte keine sonderlichen Merkmale, er sah gewöhnlich aus. Sein Alter schätze man in den 60ern, doch wie alt er genau war, wusste man nicht. Boris hatte, wie Jack und Lisa, auch eine Besondere Fähigkeit. Er hatte im Vergleich zu den anderen beiden aber nicht mit den verlust von Gedächtnis zu kämpfen. Desweitern, hatte er auch schon die vollkommen Kontrolle über seine Fähigkeit und wusste, wie er diese am besten nutzen konnte. Seine „Macht“ erlaubte es ihm, durch die Augen einer beliebigen Person zu sehen. So wusste er auch ständig, was Jack oder Lisa sahen. Boris saß an seinem Schreibtisch, vor ihn lagen einige kleine Schachteln, in denen sich kleine Pillen befanden. Diese kleinen ovalförmigen Tableten waren seine Erfindung.
    Es klopfte an der Tür.
    „Tritt ein James“ hörte man Boris, mit tiefer rauher Stimme sagen. Er klang sehr ruhig und gelassen.
    Die Tür öffnete sich, doch niemand kam herein, so hatte es zumindest den Anschein, beim schließen der Tür, konnte man aber sehen wie sich die Klinke bewegte und dadurch die Tür nahezu geräuschlos schloß.
    „Was soll das Spielchen James? Mach dich sichtbar“ ermahnte Boris James.
    Eine Gestalt sehr jungen Alters erschien in mitten des Raumes. Sehr auffällig an dieser Person, die Boris James nannte, war ein Symbol auf seiner Stirn. Das Merkmal, war das selbe, was Jack und Lisa hatten. Wieder das mathematische Zeichen für unendlich.
    „S...S...Sie ha...haben mich rufen lassen? Was kann ich für sie tun?“ fragte James zaghaft. Er wirkte sehr verängstigt und schüchtern als er die Antwort von Boris erwartete.
    „Du musst etwas für mich tun. Ich möchte dass du dich unseren beiden neuen „Freunden“ anschließt und mir in regelmäßigen Abständen von Ihnen berichtest. Wie du weißt, kann ich zwar durch deren Augen sehen, aber ich bin noch immer nicht in der Lage zu hören, was sie sagen.“ beauftragte ihn Boris.
    „M...Ma...Mach ich Meister“ bestätigte James und verschwand wieder unter den Schutz seine Kraft der Unsichtbarkeit.

  • Kapitel 6 : Kontrolle


    Lisa und Jack betraten die Diskothek und stellten fest, dass diese nicht den Anschein machte als ob dort am Vorabend eine Party stattgefunden hatte. Der Raum war einfach nur leer. Kein Zigarettendunst, keine stickige Luft nichtmal irgendwelche weggeworfenen Bierflaschen befanden sich auf den Boden. Es sah so aus, als ob dieser Raum lange Zeit nicht genuzt worden war. Spinnenweben und vereinzeltes Rascheln von Kakerlaken bestätigten dieses.
    Zu schokiert von dieser Erkenntnis, dass Jack nun keinen Anhaltspunkt mehr hatte, was am Abend zuvor mit ihn geschehen ist, vergaß er alles um sich herum. Er stand nun in diesen leeren Raum und wusste nicht, was er nun tun solle um seine Erinnerung zurück zu bekommen. Stille umgab ihn. Für einen kurzen Augenblick vergaß er sogar, dass er nicht alleine war. Erst zu diesen Zeitpunkt bemerkte er, dass er auch nicht mehr Lisa´s Gedanken hörte. "Diese Stille" dachte Jack "diese Stille aufeinmal... den ganzen Tag hörte ich etwas, seien es Gedanken anderer Menschen oder Musik aus meinen MP3 Player, doch warum nun diese Ruhe?"
    Jack drehte sich zu Lisa und bemerkte, dass sie wohl mindestens genauso verwundert über diese leere Halle war wie er.
    "Was sollen wir jetzt tun Jack?" fragte Lisa, die mit Mühe versuchte nicht in Tränen auszubrechen.
    "Schnell, denk an irgendwas" erwiederte Jack
    "Ich soll an etwas denken? Ich denke doch die ganze Zeit, was hier los ist! Warum ist hier niemand? Was wird hier gespielt?"
    "Dacht ich´s mir... Ich höre deine Gedanken nicht. Scheinbar war dieser Schock über diesen leeren Raum ausschlaggebend dafür, dass ich mir keine Gedanken über meine verwunderliche Fähigkeit gemacht habe. Dadurch habe ich es wohl irgendwie geschafft das Hören von deinen gedanken zu ignorieren" schlussfolgerte Jack
    "Ja, das ist ja alles schön und gut, aber was sollen wir jetzt tun? Ich hatte nur diesen Ort als Anhaltspunkt. Wenn du jetz nicht hier wärst, wäre ich vollkommen verloren" erwiederte Lisa
    Jack kümmerte sich sonderlich darum, was Lisa von sich gab. Er war einfach nur froh, dass er Ihre Gedankenschreie nicht hörte.


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