Warhammer 40.000 – Dawn of War 2

  • Die Softwareschmiede Relic steht in Spielerkreisen als Synonym für anspruchsvolle Strategietitel mit Hitgarantie. Kaum verwunderlich also, dass die Fangemeinde das aktuelle Projekt des Studios – „Warhammer 40.000 – Dawn of War 2“ – sehnlichst erwartet. Die Redaktion hat es angetestet und war begeistert.




    Einzelspielermodus: Jede Einheit zählt

    In der Kampagne des Titels kommandieren Sie als Force Commander eine Gruppe Space Marines, die als schnelle Eingreiftruppe auf zahlreichen Planeten für Ruhe und Ordnung sorgt. Im Gegensatz zum ersten Teil steht Ihnen kein ständiger Truppen-Nachschub zur Verfügung: Sie haben nur eine feste Anzahl an Soldaten dabei. Stirbt eine Einheit, ist sie erst in der nächsten Mission wieder verfügbar. Deshalb sollten Sie immer auf gute Deckung für Ihre Recken achten: Hinter Steinmauern nehmen die wesentlich weniger Schaden als hinter einer Blechtonne – logisch.

    Erfahrung zahlt sich aus

    Ihr Commander und seine Truppen gewinnen mit der Zeit wie in einem Rollenspiel Erfahrungspunkte und steigen damit in den 20 Spielabschnitten auf. Zwischen den Missionen verteilen Sie Fähigkeitspunkte auf Werte wie Lebensenergie, Zielgenauigkeit oder Nahkampfstärke und spezialisieren Ihre Truppenteile damit Schritt für Schritt. Auch neue Ausrüstungsgegenstände, die Sie teilweise in den Missionen finden, verteilen Sie unter Ihren Marines. Dieser Rollenspiel-Aspekt motivierte während der Testpartien ungemein. Schnell wachsen Ihnen die Truppenteile ans Herz und neue Fähigkeiten oder Gegenstände wollen Sie umgehend auf dem Schlachtfeld ausprobieren – toll!


    Einziger Kritikpunkt am Einzelspielermodus: Die Aufträge folgten allzu oft einem gleichen Schema. Immer wieder arbeiteten sich Ihre Marines über mehrere Kontrollpunkte zum Ende einer Karte, um dort auf einen Endgegner zu treffen. Selten bot die Kampagne hier Abwechslung, zum Beispiel durch spannende Verteidigungs-Missionen. Entwickler Relic verspricht Besserung!



    Alles eine Sache der Kontrolle
    Auf den Schlachtfeldern finden Sie Kontroll- und Ressourcenpunkte, die Sie mit Ihren Einheiten besetzen. So spülen Sie nicht nur die nötigen finanziellen Mittel in Ihre Kassen, sondern ziehen dem Gegner auch spielentscheidende Siegpunkte ab. Das funktioniert so: Jede Seite im Mehrspielergefecht verfügt über ein sogenanntes Ticket-Konto. Erreicht das den Nullpunkt, ist die Schlacht verloren. Erfahrene Zocker kennen das Prinzip aus den „Battlefield“-Spielen. Es bringt eine Menge Dynamik in die Multiplayer-Hatz: Ständig verschieben sich die Fronten, Einheiten wuseln unentwegt zwischen den strategisch wichtigen Punkten auf der Karte hin und her.

    Schnell und variabel

    Ein weiterer Effekt des Ticket-Systems: Die Partien dauern selten länger als 30 Minuten. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, schnell verschiedene Taktiken auszuprobieren – und „Dawn of War 2“ bietet viele: Jede der vier wählbaren Fraktionen im Mehrspielermodus (Space-Marines, Orks, Eldar und die neue Tyraniden-Rasse) verfügt über drei Helden-Einheiten. Die definieren sich auf dem Schlachtfeld über grundsätzlich unterschiedliche Fähigkeiten. Ob Sie mit Ihrem Helden am liebsten an der Nahkampffront wüten, aus dem Hintergrund Einheiten oder Fahrzeuge stärken oder doch lieber dem gegnerischen Anführer einen Hinterhalt stellen, entscheiden Sie mit der Wahl des Helden. Um diese Vielfalt auf die Spitze zu treiben, verändern Sie die Kampfausrichtung einiger Anführer im laufenden Gefecht durch neue Fähigkeiten, die Sie in Ihrer Basis freischalten.
    „Warhammer 40.000 – Dawn of War 2“ erscheint voraussichtlich am 6. Februar 2009 für den PC.


    Zitat


    Erster Eindruck: Warhammer 40.000 – Dawn of War 2


    Mit taktischer Tiefe, toller Grafik und variantenreichem Mehrspielermodus zieht „Dawn of War 2“ gegen „World in Conflict“, „Alarmstufe Rot 3“ & Co. in die Strategiespiel-Schlacht – und die Chancen auf einen Sieg stehen gut. Wenn Entwickler Relic der Einzelspieler-Kampagne noch etwas mehr Abwechslung verpasst und das Balancing im Mehrspielermodus stimmt, hat das Jahr 2009 seinen ersten Spielehit – „sehr gut“!


  • erstmal muss ich sagen, dass ich ne wirklicher fan von DoW bin. ich habe alle alten teile gespielt und fand die auch wirklich klasse.
    DoW ist ein sehr gelungenes aufbaustrategiespiel und auch nicht so einfach.
    am besten haben mir immernoch die necrons gefallen xD


    okay, jetzt zu DoW2... tja, wie soll ich es sagen.
    DoW2 hat leider diesen schönen "Massenschlachteneffekt" verloren. wie du schon geschrieben hast: "jede einheit zählt". es ist also mehr eine mittelgruppe zwischen aufbaustrategie und rollenspiel, denn einerseits hat man eine base und die typischen einheiten, aber andereseits sind es keine massenproduktionen und (die für DoW typischen) riesenschlachten, sondern viel mehr ein verbessern und stärken der wenigen einheiten, die man besitzt, um dann mit denen nicht durch quantität, sondern durch qualität zu gewinnen.
    ich denke das ist geschmacksache, aber ich kann für mich nur sagen, dass ich mehr erwartet habe und mich das spiel leider nicht überzeugt hat.

  • Auch ich habe den ersten Teil + die drei Erweiterungen. Als ich mir nun DoW 2 kaufen wollte, musste ich mit erschrecken festestellen, das mein PC nicht den mindest Vorausetzungen enspricht, ist aber sicherlich genauso empfehlenswert wie der erste Teil ;)