"Fracture"

  • In „Fracture“ bewegen Sie per Gamepad blitzschnell mehrere Tonnen Erdreich. Hoch- und Tiefbau in einem Ballerspiel – passt das zusammen? Der Vorserientest klärt auf.


    In der Welt von „Fracture“ herrscht Chaos: Naturkatastrophen, schmelzende Polarkappen und ein Bürgerkrieg in den USA bilden die passende Endzeit-Kulisse für das Ballerspiel. Als Soldat der Atlantischen Allianz kämpfen Sie gegen genveränderte Schergen eines abtrünnigen Generals. Das Spiel erzählt die Hintergrundgeschichte um Ihr Alter-Ego Jet Brody in schicken Rendersequenzen – die unter einer miserablen deutschen Synchronisation leiden.


    Heftige Erdbewegungen
    Das wahrlich Besondere an „Fracture“ ist eine Waffe, mit der Sie Erdreich anheben beziehungsweise absenken. Das Werkzeug – der sogenannte Entrencher – steht Ihnen von Beginn an zur Verfügung. Mit den Vorzügen sollten Sie sich schnell vertraut machen, denn mit fortschreitendem Spielverlauf werden die Funktionen des Entrencher immer wichtiger. So erschaffen Sie sich damit Erdwälle als Deckung oder versenken Gegner in tiefen Gruben. Gleiches erreichen Sie mit seismischen Granaten, die noch weiteren Schaden beim Gegner anrichten.


    Sie nutzen diese Werkzeuge aber nicht nur im Kampf gegen feindliche Truppen: Oft lösen Sie damit kleine Physik-Rätsel, indem Sie zum Beispiel Erdreich anheben, um eine schwere Stahltür zu öffnen.


    Ungewöhnliches Arsenal
    „Fracture“ bietet auch diverse ungewöhnliche Schießprügel (plus konventionelle Waffen). Sie mischen mit unterirdischen Torpedos zum Beispiel große Gegnerhorden auf oder begraben Ihre Widersacher mithilfe einer Magnetwaffe unter Tonnen von Schutt. Besonders spektakulär setzt das Spiel die Vortex-Granate in Szene: Die erzeugt nach dem Aufprall einen Mini-Tornado, der in der Nähe befindliche Objekte und Gegner im mächtigen Wirbel zerquetscht.


    Immer neue Gegnerwellen
    Die Kämpfe im Actionspiel laufen häufig nach einem festen Schema ab: erste Gegnerwelle töten, weiterlaufen, nächste Gegnerwelle töten. Ihre Widersacher stellen sich dabei nicht besonders clever an. Ein Beispiel: Zerstören Sie die Deckung eines Feindes – zum Beispiel durch Absenken des Geländes – bleibt der oft wie auf dem Präsentierteller stehen. Auch die Laufwege der Bösewichte in


    Spieledatenbank
    Fracture


    Fracture
    Plattform:
    Xbox 360
    Datum:
    09.10.2008
    Preis:
    ab € 58,07
    USK:
    ab 16 Jahren


    PS3
    Preis:
    ab € 58,07


    den Kampfgebieten sind allzu vorhersehbar. Trotz der KI-Schwächen ist der Titel alles andere als eine leichte Übung: Bereits auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad stellen einige Abschnitte selbst für geübte Spieler eine echte Herausforderung dar.


    Zitat

    Fazit: Fracture


    „Fracture“ macht vieles richtig: Durch die ungewöhnlichen Umgestaltungsmöglichkeiten der Spielwelt bringt der Titel eine Menge Dynamik in die hitzigen Ballerorgien. Auch einige Schießprügel beeindrucken mit tollen Effekten und witzigem Handling. Allerdings leidet der Spielspaß unter den dummen Gegnern und deren immergleichen wellenartigen Auftritten. Trotzdem: Wer auf Actionspiele steht, ist mit diesem ungewöhnlichen Vertreter des Genres gut bedient.