Tom Clancy’s Endwar

  • Ubisofts Strategiespiel „Endwar“ nähert sich der Fertigstellung. Was auf der Hausmesse der französischen Softwareschmiede vor einigen Monaten noch nicht so richtig funktionieren wollte, klappte während der Präsentation auf der Games Convention 2008 wunderbar: die Sprachsteuerung.


    Mit einem Headset bewaffnet kommandiert Entwickler Li Kuo aus Shanghai seine Einheiten gekonnt über das Schlachtfeld. Auf klare Ansagen wie „Select unit one, go to waypoint A“, folgt prompt eine Reaktion der Truppen-Einheit, die sich in Richtung Wegpunkt A aufmacht. Die Anweisungen in „Endwar“ erteilen Sie in Englisch und die Befehle folgen immer einem bestimmten Schema: Einheit wählen, Aktion nennen und eventuell ein Ziel bestimmen. Das kann entweder ein fester Wegpunkt auf der Karte oder der Standort Ihres Fadenkreuzes sein. Mehrere Einheiten wählen Sie aus, indem Sie ein „plus“ zwischen die betreffenden Truppen einfügen.


    Das Spiel erkannte nahezu jeden Befehl des Entwicklers, selbst wenn der schnell und undeutlich in das Mikrofon sprach. Kleines Manko: „Endwar“ versteht ausschließlich Englisch. Außerdem bedarf es einiger Einarbeitung, bis Sie alle Kommandos des Spiels verinnerlicht haben. Sind diese Hürden genommen, gehorchen Ihre Truppen aufs Wort und Sie durchleben intensive Taktikscharmützel.


    Ein traditionelles Strategiespiel
    Ihnen unterstehen in jeder Runde bis zu zwölf Einheiten mit unterschiedlichen Fähigkeiten, darunter schwere Panzer, Artillerie, Infanterie und Lufteinheiten. Während einer Mission greifen Sie auf ein festes Kontingent an Einheiten zurück, das Sie hin und wieder durch Verstärkung aus eingenommenen Kontrollpunkten aufwerten. Gehen Sie also mit Ihren Truppen vorsichtig um und hüten Sie vor allem erfahrene Kampfverbände wie Ihren Augapfel.


    Ungewöhnliche Perspektive
    Die Einsätze betrachten Sie nicht aus einer statischen Vogelperspektive: Sie wechseln nach Belieben den Blickwinkel und schauen auf Wunsch sogar durch die „Augen“ einer einzelnen Einheit auf das Kampfgeschehen – das dient zwar nicht der Übersicht, sorgt aber für Spieltiefe.


    Zitat

    Erster Eindruck: Tom Clancy’s Endwar


    Dank Sprachsteuerung hebt sich „Endwar“ deutlich von der Strategiespielmasse ab. Haben Sie die Sprachbarrieren überwunden und alle Befehle verinnerlicht, steht einem tollen Strategiespielerlebnis nichts mehr im Weg. Dazu tragen auch die schöne Grafik und das gute, bewährte Grundgerüst des Spiels bei.


    Quelle: ComputerBild Spiele.