They Are Billions

  • Hi,


    ehrlich gesagt kenne ich niemanden der dieses Spiel zockt, und dabei ist es wie ich finde eines der besten RTS Games der letzten Jahre! Die Rede ist von They Are Billions! Wer auf Steampunk, RTS und Zombies steht sollte definitiv einen Blick auf das Spiel werfen!


    They Are Billions ist aktuell gewissermaßen ein Echtzeit-Survival-Strategiespiel, eines bei dem das Einheitenmanagement und auch deren Verhalten übrigens sehr stark an die Terraner aus Star Craft erinnert.


    Wie sieht eine gewöhnliche Runde in They Are Billions aus?

    Nachdem man den Schwierigkeitsgrad und das gewünschte Terrain (Wald, Wüste, Eislandschaft) gewählt hat generiert das Spiel eine Karte. Im Zentrum dieser Karte startet der Spieler, mit vier Bogenschützinnen, einem Soldaten und der Kommandozentrale. Die Kommandozentrale ist hierbei das eine Gebäude, welches es um jeden Preis zu beschützen gilt.


    Auf dem Standardschwierigkeitsgrad ist es das Ziel die Kolonie beziehungsweise die Kommandozentrale für 100 Tage zu verteidigen. Das Problem ist lediglich, dass es auf der Karte nur so von Zombies wimmelt und alle paar Tage eine Horde auf die Kolonie zurasen wird. Nach zehn Tagen taucht beispielsweise die erste Horde auf, die besteht aber nur aus vielleicht zehn Zombies oder sowas, dafür reicht meist schon ein kleiner Wachturm, ein Geschützturm oder einfach nur eine Hand voll Soldaten. Dummerweise werden die Horden aber von Mal zu Mal größer, weswegen man sehr schnell damit anfangen muss eine kontinuierlich größer werdende Kolonie aufzubauen.


    Hierbei hat man allerhand Dinge zu managen: Goldeinkommen, Arbeitskräfte, Energieversorgung, Lebensmittelversorgung, Baumaterialien (Holz, Stein, Eisen, Öl). Das Goldeinkommen generieren beispielsweise Bewohner der Kolonie, mehr Bewohner bekommt man indem man Zelte und später auch Häuser baut. Für den Bau eines Hauses benötigt man Gold, Holz, Energie und Nahrung. Für alle anderen Gebäude benötigt man neben den Baumaterialien meist Gold, Arbeitskräfte und Energie. Ein großer Teil des Spiels ist es daher einen Ballance-Akt zwischen der Expansion und dem Verteidigungsausbau durchzuführen. Aber keine Sorge, es ist intuitiver und Spaßiger als es sich liest!


    Neben dem Koloniemanagement gibt es natürlich auch noch die Verteidigung, die man im Auge behalten sollte. Anfangs startet man lediglich mit den Möglichkeiten Bogenschützinnen (Scouts), Soldaten, Holzwälle und Holztürme zu bauen. Steckt man genug Zeit und Gold in die Forschung, dann kann man seine Kolonie allerdings auch mit Steinmauern/-Türmen umgeben, Gatling-Gun Türme errichten oder Mechs aufs Schlachtfeld hetzen.


    Zwischen den Wellen kann man seine Truppen auch dazu nutzen die Karte aufzuräumen. Überall lauern schließlich unsere untoten Freunde und all die, die zu Beginn der letzten Welle noch auf der Karte sind, die werden sich der letzten Welle mit anschließen. Die Herde ein wenig auszudünnen ist deswegen nie verkehrt (wenn auch nicht zwangsläufig nötig). Ganz praktisch ist es im späteren Verlauf gefallene Städte zu zerstören. In diesen Städten befinden sich meist hunderte von Zombies, zerstört man die Städte wird man mit recht vielen Ressourcen belohnt.. während man sich zeitgleich das Leben auch ein wenig leichter damit machte. Aber vorsicht..! Diese Städte sollte man nur angreifen, wenn man auch die Mittel hat sie zu zerstören. Sobald man auch nur einen Schuss in der Nähe dieser Städte abgibt schwärmen ihre Bewohner nämlich gerne mal in Richtung der 'Quelle'..!


    Wenn selbst das Verlieren Spaß macht..!

    Was ich an They Are Billions so liebe ist, dass selbst das Verlieren sich irgendwie belohnend anfühlt, einfach weil es ein jedes mal aufs neue sehr unterhaltsames Spektakel ist! Warum? Aufgrund einer der Kern-Spielmechaniken!


    Meist verliert man, weil man beim Errichten seiner Verteidigungslinien entweder Schwachstellen einbaute, oder weil es ein einzelner Zombie irgendwann hinter eure Verteidigungslinien schaffte. Schafft es nämlich ein Zombie hinter eure Verteidigungslinien, dann wandert er gemütlich zum nächsten Gebäude welches er finden kann. Nehmen wir einmal an, dass er auf seinem Weg über ein Wohnhaus mit acht Bewohnern stolpert und wir ihn zu spät bemerkten, oder unsere Truppen einfach nicht schnell genug zur Stelle waren. Unser untoter Freund wird nun ein paar Male an der Tür klopfen und nach einiger Zeit in das Gebäude eindringen. Ist er erst einmal in ein Gebäude eingedrungen, so verwandelt er sämtliche Bewohner/Arbeiter des Gebäudes in Zombies. Nun befinden sich neun Zombies hinter unserem Verteidigungswall.


    They Are Billions ist eines dieser Spiele, in denen man recht eng bauen muss. Besonders im Mid- oder Endgame kann aus einem einzelnen Zombie sehr schnell mal eine hundert Zombie starke Horde werden, wenn man nicht schnell genug eingreift und es gibt definitiv Teile der Kolonie, in denen man definitiv keine Zombies gebrauchen kann.. allen voran die Wohnsiedlungen.


    Aber selbst wenn eine Kolonie fällt ist es recht unterhaltend zu beobachten, wie die Zombies sich ihren Weg zur Kommandozentrale bahnen, vorallem wenn sie plötzlich wie eine Flut die gesamte Kolonie überrollen :D


    Mir persönlich passierte erst gestern wieder soetwas. Beim Erkunden fand ich eine recht große, von Bäumen umgebene, Fläche mit nur einem Zugang. Ich entschied mich meinen Verteidigungswall ein wenig vorzuschieben, den Zugang damit abzudecken und den neu gewonnenen Platz zu nutzen um ein paar Wohngebäude und Farmen zu errichten. Ich übersah allerdings eine Kleinigkeit, denn die neu gewonnene Fläche hatte einen sehr schmalen, zweiten, Zugang.. und während meine Soldaten gerade am anderen Ende der Karte eine Zombie-Welle in Schacht hielten sprang mir plötzlich ein roter Punkt auf der Minimap ins Auge.. ein Zombie fand seinen Weg in meine neue Siedlung hinein.


    Ich schickte sofort Soldaten herunter, aber zu spät. Innerhalb weniger Minuten verwandelten die Zombies hunderte meiner Bewohner und Arbeiter in Zombies.. ein Gebäude nach dem anderen fiel. Als sie im Zentrum meiner Kolonie ankamen war praktisch der gesamte Bildschirm voll mit ihnen.


    Meine Verteidigung hielt. Kein Zombie schaffte es an meinen Verteidigungsanlagen vorbei, keiner durchbrach auch nur eine Mauer. Mein Plan wäre aufgegangen und ich hätte sicherlich gewohnen, wenn ich dem wandelnden Gammelfleisch nicht versehentlich einen Hintereingang eingerichtet hätte!


    In anderen Spielen würde mich soetwas frustrieren. In They Are Billions aber, da finde ich selbst soetwas recht spaßig.. einfach weil es immer wieder beeindruckend ist zu beobachten, wie sich die Zombies im Stadtzentrum verbreiten ^^


    Fazit:

    Ich kann das Spiel allen Fans von Steampunk, Zombies oder RTS' nur empfehlen!


    Aktuell hat das Spiel zwar "nur" seinen Survival-Modus, aber im Verlauf des Jahres soll noch eine recht umfangreiche Kampange nachgereicht werden. Aber dank der jedes mal aufs neue zufällig generierten Survival-Karten und der Möglichkeit sich von Fans erstellte Maps herunterzuladen bietet das Spiel auch jetzt schon genug Inhalt für unzählige Spielstunden. Dass sich das Spiel nebenher auch sehr Stracrafty spielt ist noch ein zusätzlicher Bonus..!