Chio´s Kurzgeschichtensammlung

  • Hallo zusammen,
    ich habe einige Kurzgeschichten in den vergangenen Jahren geschrieben, meist für irgendwelche Schreibwettbewerbe aber leider ohne Erfolg :freez:
    Diese hier Aufgelisteten sind die letzten die ich geschrieben habe... ich hoffe sie gefallen euch ^.^
    Im Feedbackbereich bin ich offen für Kritik und Anregungen
    viel Spaß beim lesen....



    In meiner Kurzgeschichtensammlung ist oftmals nichts so wie es scheint.... findet ihr die Wahrheit?





    1. Krimmi


    Blutroter Mond



    Niemals wird sie mich sehen
    Niemals bemerken, lange ist sie schon in meinen Fängen. Nichtsahnend, Stumm. So lange beobachte ich die Menschen schon. Doch Sie ist Besonders. Sie ist so einzigartig, das es schon fast widerwärtig ist.
    Lieb , nett und höflich. Das ich noch nicht würgen musste, ist alles.
    Wie ich heiße?
    Ich habe keinen Namen.
    Sie fürchten sich mir einen zu geben, haben angst auch nur an mich zu denken.
    Aber ich bin da.
    Immer!
    Ich verstecke mich hinter ihren Schatten. Niemand kann mir entkommen, auch sie nicht.
    Doch nun ist es soweit, die Zeit ist gekommen.
    Der Mond strahlt so hell, er blendet mich fast.
    Doch sie sind blind für sein Licht.
    Gut für mich.
    Genauso wie Angst.
    Angst soll sie bekommen. Ihre abscheuliche Gutherzigkeit vergessen.
    Es raschelt.
    Langsam dreht sie sich um, hektisch geht der blick hin und her. Alles abtastend.
    war da nicht was? Doch da? Eine Gestalt?
    Doch nicht?
    Mit Genugtuung sehe ich wie sie erstarrt. Ja mehr . Winde dich.
    Ich puste sie an.
    Eine Gänsehaut überfällt sie und fröstelnd zieht sie ihre Jacke enger um sich.
    Eine Wonne zu sehen wie sich langsam einzelne Schweißtropfen der Angst bilden.
    Innerlich verkrampfend dreht sie sich um. Zwingt sich zur Ruhe.
    Die Schritte werden schneller.
    Ja lauf, renne bis zur Verzweiflung.
    In den Abgrund werde ich dich ziehen.
    Werde ich wirklich nicht verfolgt?
    Der Mond ist so unglaublich hell.
    Nur Rot ist er erträglich. Bald habe ich es geschafft.
    Es wird wundervoll sein.
    Die dunklen Bäume durch denen das schale Licht des Mondes lugt, scheinen sie aufhalten zu wollen , fesseln, verschlingen.
    Sie rennt.
    Schritte.
    Nun hört Sie sie.
    Schneller bloß weg.
    Wie naiv doch die Menschen in ihrer Angst reagieren.
    Eine Wand wird sie aufhalten, Sie verlässt mich nicht.
    Eine verwitterte Mauer versperrt ihr den Weg.
    - Oh nein -
    verschreckt dreht sie sich um.
    In sich kauernd, die Arme schützend erhoben.
    Ihre Augen zucken hin und her.
    Ein Ausweg. Dort.
    Da lang nur schnell weg von hier.
    Sie rennt schnell durch die Lücke, immer schneller.
    Ich schaue ihr zu wie sie fällt.
    Sie rappelt sich zwar auf, doch
    -so verschmutzt -
    -ihre Kleider zerissen -
    Es gab nie einen schöneren Anblick.
    Der Atem stockt, sie kann nichts sehen.
    Sie wird langsamer.
    Ein Kinderspiel aufzuholen.
    Gleich ist es vorbei.
    So gern würde ich es fühlen, wie ihr Herz vor angst rast.
    Wie wundervoll sie so Verstört vor mir zu sehen.
    Ein Schatten legt sich über ihr Gesicht.
    Sie stolpert.
    Ein Schrei - ist das letzte was man von ihr hört.
    Von einer Katze verschreckt fällt sie über die Klippe.
    Sie stürzt. Ich umwehe sie, streiche ihrer nassen Haut entlang.
    Endlich kann ich sie berühren, sie zwicken mit meinen eisigen Fingern, bevor sie meinen Griffen entrissen wird und unten aufschlägt.
    Interessiert beobachte ich wie der Körper zerschellt.
    Einem zerbrochener Tonkrug gleichkommend.
    Das Blut färbt die Erde rot und in der Lache spiegelt sich der Mond.

  • 2.


    Etwas Besonderes


    Ich bin etwas besonderes.
    meine Superheldenkraft ist Nebelverschleierung aus dem nichts zu erschaffen.
    Ist das nicht der Wahnsinn?
    Mein Selbstbewusstsein reicht bis auf den Laufsteg
    Ich bin Schön, nicht eitel aber das weist du ja am besten.
    Fröhlich sein ist meine leidenschaft ,aber manches mal bin ich auch sehr traurig
    Schicksale sind bei mir immer gut aufgehoben,so verschwiegen ist mein Mund
    Ich unterhalte mich gerne,
    die ganze Liebesgeflüsterlei ist manches mal auch ganz amüsant.
    Jedoch hin und wieder helfe ich auch bei schwierigen Präsentationen,
    du siehst also ich bin sehr wichtig
    Doch
    Quatsch machen kann ich auch
    Ich bringe alle zum lachen, vor allem wenn mir Hund und Katze hallo sagen
    In mir werden Wälder und Bäume sichtbar
    Mancher Vogel hat schon versucht mich zu attackieren
    doch ich bin stark
    bei meinen Muskelbergen wird jedes Frauenbild schwach
    Wind und Wetter kann ich trotzen, bin ja nicht aus Zucker.
    dem ein oder anderen ist auch schon schwindelig geworden so schnell kann ich mich im Hintergrund bewegen.
    Doch so maches mal halt ich mich versteckt und muss erst neu gefunden werden
    Bei Dunkelheit sieht man mich am besten.
    Trösten kann ich leider nicht, doch klarheit schaffen um so besser.
    Ich bin dein stendiger begleiter ob du mich willst oder nicht
    ich werde gehasst und geliebt
    gesehen und ignoriert
    ich habe Königinnen in die Verzweiflung gebracht
    junge Männer vor Nervosität zittern lassen
    Mädchen stundenlang beratend zur Seite gestanden
    Mit mir wird es nie langweilig
    immer neue Menschen lerne ich kennen, denn du musst wissen das selbst an einem Ort wo die Menschen kommen und gehen, du dich darauf verlassen kannst, das ich immer da sein werde.
    Nimm dir Zeit mich zu beachten, ich kann dich in Welten entführen du musst nur auf den Hintergrund achten, denn nicht um sonst bin ich der Spiegel der Welt.
    Dein Spiegelbild.