Rokka no Yuusha

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    • Rokka no Yuusha
      Rokka no Yuusha +3 0 Kommentare
      Wenn sich unter euch ein Feind befinden würde und nicht wisst, wer es ist, was würdet ihr tun? Adoretto befindet sich in einer ähnlichen Situation. Als die Majin aus den Tiefen der Dunkelheit… Anime

  • Sooo jetzt lasse ich nach Folge 5 endlich mal meine Meinung ab.


    Nachdem ich so ca. 3 Minuten der ersten Folge gesehen hatte, war mir eigentlich schon klar, dass dieser Anime so ziemlich jedes, genretypisches Klischee erfüllen würde (was er bislang auch hat). Das fängt gleich an mit der Party, die man im Opening ja bereits von Anfang an komplett bestaunen kann. Da haben wir unseren Main, der einen Taint wie Oroshimaru, die Frisur von dem Typen aus Tales of Symphonia und das Ego von Naruto besitzt. Ich bin mir sicher das er bis zur letzten Folge den Glauben daran, dass er "Der stärkste Mann (<--Mann, haha ja mit 17 is klar XD) der Welt" ist nicht aufgibt, dass auch noch gefühlte hundert mal sagt und es am Ende vermutlich sogar stimmen wird. Dann das Mädel mit den Hasenohren (könnten Auch Katzen, Hunde, Fuchs, Tanuki, Elfen etc. -Ohren sein. Is im Grunde egal aber ein guter Fantasy Anime hat ein leicht bekleidetes Mädchen mit seltsamen Ohren zu haben...so gehört sich das!) die Ultrasüß und Ultrastark und ein bisschen verknallt in den Main ist. An ihr klebt natürlich Klischeechara nummer drei: Der schweigsame, beschützerische Schrank-Typ der so Loyal ist, dass er sich wie ein Lemming von der Klippe stürzt, wenn er das gesagt bekommt oder es dazu dient, die Person die er ja beschützen muss (obwohl die natürlich so overpowerd ist, dass sie das eigentlich garnicht braucht) zu erretten. Ist zu beschützende Person nicht der Main hat er grundsätzlich Beef mit dem Main weil er irgendwie eifersüchtig auf ihn ist. Dann braucht es noch die unnahbare Schönheit mit nicht vorhandenen Möpsen (die in der Regel eine ultradüste Vergangenheit/ein Ultradüsteres Geheimnis hat), die unnahbare Schönheit mit den Riesigen Möpsen (die in der Regel keine düstere Vergangeheit, dafür aber ein ziemlich hohes Gewaltpotential aufweist), das kleine Kind, dass noch overpowerter ist, als die Schnegge mit den sonderbaren Ohren (meistens latent shizophren weil abwechselnd total niedlich oder total psycho oder beides zur selben Zeit) und zu guter Letzt der Freak: Zu identifizieren durch ein megabreites, irres Grinsen, nicht vorhandene Augen und kichernde Geräusche nach jedem Satz. Und da haben wir auch schon unsere perfekte Fantasy Anime Party! Fehlt nur noch die Story dazu..hier natürlich auch keine Experimente! Ein kleiner Kreis von auserwählen *räusper* Pardon, von einer Göttin!!! auserwählten natürlich! Teenies muss die gesammte Menschheit davor bewahren unterzugehen, weil ein Böser Dämon... oder nein, DämonenLORD! //klingt geiler und gefährlicher und gibt dem ganzen einen britischen Touch *-*// grad mal eben wieder beschlossen hat alles Leben auf der Erde auslöschen zu wollen. Einfach weil er böse ist und weil er es kann!! BÄM CHACKALACKA IN YOUR FACE!!! Jea brauchen wir sonst noch was?! Ach ja, ja besondere Fähigkeiten blablabla nimm einfach irgendwas name ja auserwächlte der Blutora..äh nein Blutkörper..Blu, Blü irgendwas kitschiges Blühendes, Blumiges du schaffst das schon!


    Trotz der wenig innovativen Storyidee und des lächerlich Klischeehaften Chara-Cocktails ist Rokka no Yuusha kein schlechter Anime. Omas Gulasch schmeckt schließlich auch besser als der moderne Schnickschnack aus dem Schickimicki Restarant nebenan. Alt bewährt ist manchmal auch wirklich gut. Das Charakterdesign passt, die Animationen passen die Musik passt... im Grunde passt Alles und man kann sie Rokka no Yuusha wirlich gut angucken und dabei gut unterhalten werden. Und man kann super sage-die-Storyline-vorraus damit spielen :XD:

  • Trotz der wenig innovativen Storyidee und des lächerlich Klischeehaften Chara-Cocktails ist Rokka no Yuusha kein schlechter Anime. Omas Gulasch schmeckt schließlich auch besser als der moderne Schnickschnack aus dem Schickimicki Restarant nebenan. Alt bewährt ist manchmal auch wirklich gut.

    Gut ist er aber leider auch nicht. Und wenn ich das Gulasch 10 mal nach Gang esse wird auch das, selbst wenn es eigentlich schmeckt, langweilig.


    Dabei fing Rokka no Yuusha sogar ganz passabel an. Ja, die Charaktere sind nicht besonders innovativ und entsprechen dem Genre-Standard. Ja, die Story macht auch nicht viel anders. Aber der Anime sah zumindest verhältnismäßig gut aus (ohne dabei groß über den Qualitativen Standard, den wir heute haben, hinauszuragen) und verspricht satte Action. Getrübt wird das Ganze dann aber schon durch den etwas nervigen Protagonisten, der mit seinem Standardspruch "Ich bin der Stärkste Mann der Welt" schnell nervt.


    Beleuchten wir den Anime aber mal etwas genauer:


    Die Geschichte
    Das Hauptziel der Geschichte ist das erlegen des Dämonengotts - oder etwa doch nicht? Der Anime setzt zu Anfang ein klares Ziel, schweift dann aber im Laufe der Geschichte ab und wirft das Mystery Genre mit in den Pool. Mich persönlich hat dies nicht gestört, weil ich bei 12 Folgen nie die Erwartung hatte, dass die Gruppe ihr Ziel erreicht, kann aber durchaus für Punktabzug sorgen. Sobald man also die neue Geschichte akzeptiert kann man hier immer noch zufrieden aus dem Anime heraus gehen.
    [Spoiler=Vergleich zur Novel, kleiner Spoiler]Dem Quellmaterial folgt die Geschichte so übrigens sehr gut, denn auch da ist der Dämonengott eher Subplot und selbst nach mehreren Bändern der Novel wurde dieser noch nicht einmal ansatzweise erreicht.[/spoiler]


    Die Umsetzung der Geschichte hingegen wirkt einfach nur wahnsinnig gestreckt. In den meisten Folgen scheint sich alles nur im Kreis zu drehen und die Auflösung scheint kaum oder nur schleppend näher zu kommen. Irgendwann kommt beim zusehen einfach nur noch Langeweile auf und man will endlich die Auflösung sehen. Das Rätsel um den Verräter ist nicht einmal so gestaltet, dass der Zuschauer mit Logik auf die Lösung kommen kann (durch Ausschlussverfahren kommt man dann aber doch relativ schnell darauf, wer der Verräter sein muss).


    Das Ende der Geschichte war dann absoluter Schund - wer es gesehen hat weiß vermutlich wieso - und macht den Anime quasi sinnlos.


    Was die Geschichte jedoch erreicht hat ist, dass ich mehr wissen wollte - so generisch die Geschichte auch sein mag und so schlecht die Umsetzung gestaltet ist.
    Und dann habe ich mich informiert - das gelernte werde ich am Ende meines Beitrags auch gerne teilen, falls es jemanden interessiert.



    Die Charaktere
    Bei einer generischen Geschichte können gute Charaktere dafür sorgen, dass der Anime dennoch gut wird und aus der Masse hinaus sticht. Konnte Rokka no Yuusha dies erreichen? Leider nicht.
    Dies darf man nicht falsch verstehen - der Anime weist eine gute Vielfalt an Charakteren auf und alle haben ihre eigene Persönlichkeit. Visuell wurden die Charaktere gut gestaltet und ihre Persönlichkeit passt zum Aussehen. Leider sind diese am Ende aber auch nur Standard, den man auch schon in zig anderen Anime sehen konnte.
    Das größte Problem der Charaktere ist, dass diese nicht nachzudenken scheinen - ihre "Logik" für die Auflösung des Rätsels ist dumm, jeder sagt immer nur ein und das selbe und die Eigenschaften der meisten Charaktere ist eher nervig (auch hier kann man erneut Adlet erwähnen). Aber zumindest sollte durch die Vielfalt jeder wenigstens einen Charakter finden können, den er mehr oder weniger mag.


    Um aber auch etwas positives zu sagen: Es gab zumindest ein wenig Hintergrundinformationen zum Hauptcharakter - leider fehlt diese bei den meisten anderen Charakteren, wodurch diesen kaum Leben eingehaucht werden konnte.


    Die Charaktere kann man am Ende nur als "okay" bezeichnen. Es geht deutlich besser, aber auch deutlich schlechteres habe ich schon gesehen.



    Das Visuelle
    Vermutlich das beste, was der Anime zu bieten hat. Auch, wenn die Qualität des Anime heute nur leicht über dem Standard liegt, so sieht der Anime doch nett aus und es gibt so einige, die mit deutlich schlechteren Zeichnungen daher kommen. Die Animationen sind gut und unterstützen die Action mit guter Optik. Die Gestaltung der Kämpfe und Bewegungen hingegen ist deutlich besser, als das, was man in vielen anderen Anime dieser Art geboten bekommt.


    Die Gestaltung der Charaktere ist bunt, passt aber zum Anime und weiß zu gefallen. Die Gestaltung der Dämonen hingegen gefällt absolut nicht und wirkt deplatziert - hier hätte man auf Zeichnungen setzen sollen, anstatt sich am CGI zu bedienen. Die Optik wird so leider deutlich abgewertet und ich konnte mich bis zum Ende nicht damit anfreunden.



    Die Vertonung
    Die Synchronsprecher wirken weder unpassend noch gibt es hier etwas, was mich absolut begeistert - die Stimmen passen, mehr aber auch nicht.
    Dem Beispiel folgt auch die Musik - diese bleibt einfach nicht im Kopf und wirkt teils sogar fast deplatziert, kann am Ende aber doch die Szenen mehr oder weniger gut unterstützen. Ich würde diese weder als gut noch als schlecht bezeichnen wollen.



    Das Fazit
    Rokka no Yuusha versucht mit Händen und Füßen davon abzulenken, dass dem Zuschauer hier Einheitsbrei geboten wird. Erfolgreich ist der Anime damit aber leider nicht. Die Geschichte scheint kaum voran zu gehen, ist schlecht umgesetzt und endet nicht zufriedenstellend. Die Charakter sind.. okay.. können aber schnell nerven und es fehlt an Tiefe, was aber mit einer guten Vielfalt ausgeglichen wird. Unterstützt wird der Anime mit einer anständigen, optischen Qualität und sehr gute Kampfszenen. Die Vertonung bleibt nicht im Ohr und bietet nichts überragendes, ist aber am Ende zumindest mehr oder weniger passend.


    Rokka no Yuusha hätte besser daran getan mehr Folgen zu haben und die Geschichte etwas schneller voran zu treiben - auch leicht geänderte Charaktere hätten dem Anime helfen können sehr gut zu werden. So, wie der Anime ist, ist er allerdings nur gutes Mittelmaß. Als schlecht kann ich den Anime nicht bezeichnen, weil da andere noch weit tiefere Maßstäbe setzen, als gut kann ich ihn aber auch nicht befinden.


    Rokka no Yuusha erhält von mir eine 6/10, was noch großzügig ist - eigentlich hätte ich auch 5/10 vergeben können, aber irgendwie hat es mir am Ende dann doch ein wenig gefallen und zumindest am Anfang war ich gut unterhalten.




    Und jetzt noch die versprochenen Spoiler zur weitern Geschichte - Vorsicht: der Inhalt stammt aus der Novel, die zum Teil noch nicht übersetzt ist und beinhaltet möglicherweise Informationen, die durch Übersetzungsfehler nicht zu 100% akkurat sind.