Die Legende der Prinzessin Kaguya

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    • Die Legende der Prinzessin Kaguya
      Die Legende der Prinzessin Kaguya +1 0 Kommentare
      Taketori Monogatari oder Kaguya-hime no Monogatari ist das ältestete Märchen Japans. Man datiert es in etwa um 900. Sie erzählt die Geschichte von einem Findelkind, das von einem Bambusschnitter… Anime

  • So hier ist er nun, einer der großen Ghiblis, der ursprüglich zusammen mit Kaze Tachinu veröffentlicht werden sollte und von dem zweiten großen alten Herren des Studios stammt: Isao Takahata.
    Das mit Abstand am Interessantestn an diesem Film ist, man kann es nicht anders sagen, die Machart. Ganz im Gegensatz zu dem klassichen Anime bekommt man hier etwas zu sehen, dass einen mehr oder weniger an alte Tuschezeichnungen erinnert und wunderbar mit dieser alten, sehr alten Geschichte harmoniert.
    Es ist ein ruhiger beschaulicher Film, der einen in eine andere Zeit entführt und mit einer unerwarteten Schlichtheit bezaubert. Wer ein knallbuntes Spektakel erwartet liegt hier falsch. Wer Action, Tempo erwartet liegt hier ebenso falsch. Kaguya trägt einen zurück in eine Zeit, in der die japanische Welt dominiert war von einer Obersicht die sich um den Tenno scharrte.


    Unser liebenswerter Bambusschnitter, Okina , der den kleinen Bambussprössling, Takenoko, eines Tages aus einem leuchtenden Bambus schneidet und ihn mit seiner liebevollen Frau, Ona, großzieht, ist sich bewußt, dass seine Kleine etwas sehr Besonderes ist und ein besseres Leben verdient hat, als jenes, das er ihr hier auf dem Land bieten kann.
    Dank einiger kleiner Spenden des leuchtenden großen Bambus, kann er sich aufmachen und in der großen Stadt ihr ein Anwesen schaffen, dass seiner Prinzessin eher gebührt, als dieses simple Leben, das sie mit ihnen führt.
    Takenoko hingegen arrangiert sich prächtig mit diesem simplen Leben in der Natur und mit einfachen Menschen. Sie findet Freunde und auch, man kann es durchaus so sehen, ihre große Liebe, Sutemaru.




    Doch leider ist Takeneko nicht vergönnt mit ihrem einfachen Leben glücklich werden zu dürfen.
    Okina zieht mit ihr und ihrer Mutter in das große Anwesen in der Stadt, wo Takenoko große Probleme hat sich zurecht zufinden und sich anzupassen.
    Wie es zu jener Zeit üblich war und wie es einer Prinzessin gebührt, lebt sie nun fernab von ihren Freunden und der Freiheit. Ihrer Freiheit sich frei in der Natur bewegen zu können. Ähnlich einem kleinen Singvogel ist sie eingesperrt in einem goldenen Käfig und bekommt eine Menge Tricks beigebracht um in dieser Gesellschaft zu gefallen. Was auch sehr schnell gelingt.


    Ihre Schönheit... Was recht witzig ist, da eigentlich nie jemand ihr Gesicht zu sehen bekommt, sorgt für einen regelrechten Aufruhr und einer Männeransammlung vor dem Haus, was auch den ehrenwerten Herren nicht entgeht und 5 besonders feine Herren ihr die Aufwartung machen und um ihre Hand anhalten.


    Prinz Ishitsukuri, Prinz Kuramochi, Ōtomo no Miyuki und Isonokami no Marotari und schliesslich der Kaiser selbst.




    Takeneko ist selbstverständlich nicht von dieser Welt und nach diesen Wirren beschliesst ihre Heimat der Mond sie wieder zu sich zurückzurufen und so beginnt sie, wenn auch wiederwillig sich von der Erde und allem was sie liebt zu verabschieden.


    Ja, sie ist die Mondprinzessin und wird mit einer doch sehr beeindruckenden Aktion nach Hause zurückgeholt.


    Was aber nun will uns diese ganze Geschichte sagen? Das war für mich etwas schwer herauszufinden bis gar nicht. Gut, es ist ein altes Märchen, von dem man ausgehen kann, dass es jeder Japaner in und auswendig kennt, ähnlich als wären wir mit einem Gebrüder Grimm konfrontiert. Nur was gibt es mir mit? Nicht viel, außer mit seinem fernöstlichen Charme zu imponieren. Gut, als solches erfüllt es durchaus einen Zweck, aber mehr auch nicht.
    Die festgehaltenen Stimmungen sind hingegen beeindruckend, die Musik wie üblich passend und harmonisierend mit dem Anime.


    Die zeichnerisch herausragendste Leistung mag wohl Takenekos Traumsequenz sein, in der sie aus ihrem goldenen Käfig zurück in die Berge flieht. Beeindruckend was man aus solchen Tuschezeichnungen zaubern kann.


    Schöner Anime, interessant von einem historischen Blickwinkel, aber nicht wirklich ein Meilenstein vom erzähltechnischen her.