• Gedicht



    Tag,
    und damit Willkommen zu Tag 10! Hier und heute widmen wir uns einem sehr schönem Gedicht.
    Leider fiel mir keines ein,
    drum mach ich hier und jetzt nen Reim.


    Macht doch selbes eines nur für euch,
    und teilt es mich dann mit uns,
    wir werden uns sicher freun.
    :)


    Nicht das allerbeste, vielleicht fällt euch ja was besseres ein!
    Schreibt es uns! Los gehts! Die Buchstaben beißen nicht! ;)




    Hier erstmal dieses wunderschöne Gedicht!







    Das Weihnachtsbäumlein



    Es war einmal ein Tännelein
    mit braunen Kuchenherzlein
    und Glitzergold und Äpflein fein
    und vielen bunten Kerzlein:
    Das war am Weihnachtsfest so grün
    als fing es eben an zu blühn.


    Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
    da stands im Garten unten,
    und seine ganze Herrlichkeit
    war, ach, dahingeschwunden.
    die grünen Nadeln warn'n verdorrt,
    die Herzlein und die Kerzlein fort.


    Bis eines Tags der Gärtner kam,
    den fror zu Haus im Dunkeln,
    und es in seinen Ofen nahm -
    Hei! Tats da sprühn und funkeln!
    Und flammte jubelnd himmelwärts
    in hundert Flämmlein an Gottes Herz.


    Christian Morgenstern (1871 - 1914)



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    Sake, eh?




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    3 Mal editiert, zuletzt von BlackKite84 ()

  • Uhhh da muss man doch glatt mit machen :)


    Einsiedlers Heiliger Abend


    Ich hab' in den Weihnachtstagen -
    Ich weiß auch, warum -
    Mir selbst einen Christbaum geschlagen,
    Der ist ganz verkrüppelt und krumm.


    Ich bohrte ein Loch in die Diele
    Und steckte ihn da hinein
    Und stellte rings um ihn viele
    Flaschen Burgunderwein.


    Und zierte, um Baumschmuck und Lichter
    Zu sparen, ihn abends noch spät
    Mit Löffeln, Gabeln und Trichter
    Und anderem blanken Gerät.


    Ich kochte zur heiligen Stunde
    Mir Erbsensuppe mit Speck
    Und gab meinem fröhlichen Hunde
    Gulasch und litt seinen Dreck.


    Und sang aus burgundernder Kehle
    Das Pfannenflickerlied.
    Und pries mit bewundernder Seele
    Alles das, was ich mied.


    Es glimmte petroleumbetrunken
    Später der Lampendocht.
    Ich saß in Gedanken versunken.
    Da hat's an die Türe gepocht,


    Und pochte wieder und wieder.
    Es konnte das Christkind sein.
    Und klang's nicht wie Weihnachtslieder?
    Ich aber rief nicht: "Herein!"


    Ich zog mich aus und ging leise
    Zu Bett, ohne Angst, ohne Spott,
    Und dankte auf krumme Weise
    Lallend dem lieben Gott.


    Joachim Ringelnatz


    Ich mag es und ich hoffe ihr findet gefallen dran^^

  • Wie jedes Jahr, zu dieser Zeit


    Wie jedes Jahr, zu dieser Zeit,
    schickt er’s Christkind zu uns nieder,
    denn jeder weiß, es ist soweit,
    weiße Weihnacht kommt ja wieder.


    Und so steht der Engel vor mir,
    nach meinen Wunsch fragt er ganz leis,
    und schwingt die Feder aufs Papier,
    doch mein Wunsch kennt keinen Preis.


    So sagt mir das christliche Kind,
    es könnte mir alles schenken,
    denn sie beschenken sehr geschwind,
    alles, was es gibt zu denken.


    Mein Herzenswunsch ist besonders,
    vom Engel nicht zu erfüllen,
    denn den Wunsch gibt es nicht öfters,
    mit Zauber ist’s zu umhüllen.


    Schenken kann mir dies nur einer,
    der mein Herz mit Liebe umhüllt,
    nur er allein und sonst keiner,
    der mir den großen Wunsch erfüllt.


    „Ja, was wünschst du dir denn so sehr?“,
    fragt mich das Christkind ganz gespannt,
    „Ist es für mich wirklich so schwer,
    oder ist’s für mich unbekannt?“


    „So sag’ ich dir, was mein Wunsch ist,
    es ist das Herz von der Person,
    welches meins so sehnlich vermisst,
    aber ich denk, du weist es schon.


    Dieser Mensch bringt mich zum Lachen,
    er umgibt mich mit viel Wärme,
    will mich jede Nacht bewachen,
    und all’ das aus weiter Ferne.


    Nun weißt du, wonach ich mich sehn’,
    verrat’ mir, wie ich’s kriegen kann“.
    „In ein Gedicht wird er’s verstehn,
    dein größter Wunsch an diesen Mann.“


    So schreib ich ihm diese Zeilen,
    mit ruhigen Worten und ganz still,
    um ihm eines mitzuteilen,
    dass mein Herz mit ihm leben will.


    2011, © Chiishi

  • Shi, deins mag ich bisher am meisten ♥
    Bei diesem Tag fällt mir auf, dass ich meinen Gedichtsthread wirklich mal auf Vordermann bringen sollte XD


    Ich hab jetzt zwei alte von mir rausgesucht.
    Als erstes das das am wenigsten zu passen scheint:


    Inspiration: Zeichnung aus Langweile beim Warten auf den Start der Vorlesung (Zwei gegenüberliegende Gesichter)
    Hat noch keinen Namen


    I am not
    The cheerful child
    I used to be.
    I am not
    What was supposed
    To become of me.
    I am not
    The way I wanted,
    You see:
    I am simply not as free/not me.


    Einordnung: Gefühle Depressiv, Das Leben


    Wie ihr seht war das ne ganz andere Inspiration letztes Jahr, aber wenn man die nicht kennt, kann man es auch als das Kind, das sich nicht traut sich etwas vom Weihnachtsmann zu wünschen, weil es sich so verändert hat interpretieren ^^


    Und das hier passt eig für die Nachweihnachtszeit, aber naja XD


    Der Zauber der Weihnacht,
    Der mal war.
    Der Zauber der Weihnacht,
    Nicht mehr da.
    Der Zauber der Weihnacht,
    Kommt wieder.
    Der Zauber der Weihnacht,
    Im nächsten Jahr!


    Sry, dass beide vom letzten Jahr sind und nicht so ganz passen aber meine Kreativität im Jahr 2014 war verhältnismäßig gering >< Und momentan will mir nichts einfallen.
    Wenn doch, schreibe ich es hier ^^