Asura

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  • Zu aller erst dachte ich mir:"Omg, der Zeichenstil ist ja besch... eiden!", doch inhaltlich hat mich der Anime sehr berührt und gefesselt. Die Story ist sehr an der Realität angelehnt, denn die Menschen verhalten sich darin so, wie es auch in der Wirklichkeit wäre bzw gewesen ist. Bis auf wenige Szenen kann man schon sagen, dass der Anime sehr realistisch geblieben ist. Die Idee der Story finde ich auch sehr gut. Wie ist wohl das Leben eines Säuglings, welches alleine auf die Welt kommt? Wie ist es, wenn es alleine überleben muss und nicht einmal die Sprache der Menschen erlernt? Wenn es lange Zeit abgeschieden ist von der Menschheit? Es lebt dann wohl wie ein Tier, welches wie eine leere Seele durch die Welt zieht und alles Lebendige als Feind ansieht. Es ist rührend mit anzusehen, wie solch ein Mensch die Chance bekommt menschliche Charakterzüge zu erlernen.


    Rundum ist Asura ein guter und gelungener Anime. Auch das Ende fand ich sehr gut gewählt. Das einzige, das mich gestört hat, ist der Zeichenstil, aber darüber kann man sich ja streiten, weil es Geschmacksache ist. ^^

  • „Das Wort Sura bedeutet im Sanskrit "Lichtwesen". Durch die Vorsilbe "a" wird die Verneinung bzw. die Bezeichnung des Gegenteils ausgedrückt. Asuras sind somit "Gegner der Lichtwesen", und das Wort Asura wird häufig mit Dämon übersetzt. Sie sind jedoch nicht Höllenwesen, sondern ehrgeizige, eifersüchtige und neidische Kreaturen, die die Devas (Götter) bekämpfen. Kennzeichen eines Asuras ist sein persönliches Verhalten, durch das er sich der göttlichen Ordnung, dem Dharma, widersetzt.„



    Dieser Film ist die Umsetzung eines recht umstrittenen Manga der 70iger Jahre von George Akiyama. Umstritten wohl dahingehend, das er die dunkle Seite des Menschseins aufzeichnet und das nicht nur in der Form des kleinen Hauptcharakters.
    Umstritten mit Sicherheit wegen seiner Brutalität und dem Tabuthema Kannibalismus, was, seinen wir ehrlich, in der Menschengeschichte nicht nur einmal vorkam und höchstwahrscheinlich noch öfters vorkommen wird. Welcher Zweck heiligt die Mittel um dein Überleben zu sichern und was unterscheidet den Mensch vom Tier? Kann man das überhaupt beurteilen von einer heilen Weltwarte ausgesehen, oder stellen wir uns da nicht einfach nur moralisch über jene, die wirklich vom Schicksal hart gebeutelt werden?


    Am Ende des Tages behandelt dieser Film diese gar nicht so einfachen Fragen.
    Also kann man doch durchaus davon ausgehen eine recht tiefgründige Geschichte vorzufinden.
    Ein kleiner Junge der geboren wird in eine Welt des Elends, mit einer Mutter die der Hunger in den Wahnsinn treibt.


    Ein kleiner Junge dem alles menschliche fern scheint, der nicht lebt, sondern nur überlebt, bis er eines Tages Kontakt zu einem Mönch hat, der ihm seinen Namen gibt, erkennend, das ihn ihm Asura, die Zerstörung, Oberhand hat und doch begegnet er ihm mit Menschlichkeit.
    Asura, trifft noch auf einen weiteren, ihn prägenden Menschen, Wakasa. Ein sanftmütiges, gutes Mädchen, was ihn füttert und ihm die menschliche Sprache lehrt und somit Asura näher an seine menschliche Seite führt.
    Doch ist es ein weiter Weg alles Negative abzulegen, wie wir selbst auch jeden Tag aufs neue feststellen dürfen... Zumal auch die Bindung zu Anderen gerne unbekannte Empfindungen zum Vorschein kommen lässt, so auch bei Asura.


    Nun gut, die Geschichte an sich, dass muss man doch betonen hat eine Menge Potenzial, das Problem ist die Umsetzung. Einmal unabhängig von besagtem Pathos und streckenweise aufkeimender Langweile (kaum zu glauben bei der Story) habe ich hier mal wieder ein Problem mit der Animation und das verdanke ich, wie so oft, dem CGI. Hintergründe sind ja nie der Stein des Anstoßes und die „neue Technik, die Zukunft der Animation“, die „Watercolored Animation“ fand ich doch sehr interessant anders. Doch ein Problem bleibt bestehen: die Bewegungen, sei es von Mensch oder Haar, sie wirkte oft ein klein wenig hölzern... Und nur zu Anmerkung, wenn ein Arm abgetrennt wird, blutet es und zwar eine ganze Menge. Es mag sein, das dies den Verantwortlichen nicht bewusst ist, da sie in ihrem alltäglichen Leben so wenig mit abgetrennten Armen zu tun haben, doch für einen Film, der ein düsteres, trostloses Setting haben soll, ist so was eigentlich unabdingbar.
    Gut, zur OST mag nur erwähnt werden, das er dann und wann einem das Gefühl gab, man hätte es mit einem irischen Kobold zu tun und nicht mit einem japanischen Halbmonster im Umland von Kyoto.


    Der Anime wird im Net teilweise als ein „Anti-Miyazaki“ gehandelt und das zu Recht, auch wenn nicht aus den Gründen, die mit dieser Aussage wahrscheinlich beabsichtigt waren. Keine heile Welt, klar, aber auch ein Anime, dem qualitativ ein bisschen mehr Miyazaki nicht schlecht getan hätte.