[Play] Mein rechter, rechter Platz ist Leer...

  • So es geht los! :D



    Sven


    Ich liebe Urlaub, Sonne Strand, Volleyball, Mädels mit ordentlich was im Bikini die man aufreißen kann, oh ja ich liebe sowas aber am allermeisten Liebe ich Luxushotels. Zeltplätze hingegen.., Gott diese widerwärtigen, staubigen, von Fettleibigen Deutschen in Hawaiihemd bevölkerten flecken Nichtigkeit, die hasse ich wirklich abgrundtief.
    "Sven..?"
    Ich kloppe weiterhin unbarmherzig auf einem von diesen Komischen Metalldingern rum mit denen man ein Zelt im Boden verankert. Rollmops oder so ähnlich heißen sie, es war irgend etwas fischiges auf jeden Fall lässt sich in besagtem Untergrund nichts verankern weil er offenbar aus mehrfach gefaltetem Stahlbeton oder anderen undurchdringlichen Materialien besteht, vielleicht finde ich ja eine Diamant Ader unter unserem Stellplatz. Meiner Kehle entweicht ein humorloses schnauben.
    "Sven..meinst du nicht.."
    "Weist du was Hdf heißt?" fahre ich meinen Bruder Jayson an, der daraufhin schon wieder fast anfängt zu heulen. Seit ich ihm vor ein paar Tagen, zugegeben in etwas angetrunkenem Zustand, die Haare geschnitten und gefärbt habe drückt er ständig Tränen ab. Dabei sollte er mir eigentlich Dankbar sein.
    "Es ist immer noch wegen den Haaren oder?! Du solltest mir dankbar sein, du sahst mit dem langen, Blonden Gestrüpp da auf deiner Rübe total schwul aus" schmiere ich ihm auch gleich aufs Butterbrot. Bei dem Wort "Haar" entweicht Jay ein verdächtig feucht klingendes Kiksen das sich so ca. ab "Blondes Gestrüpp" zu einem Schluchzer bedenklichen Ausmaßes auswächst.
    "Sven, ich BIN schwul!"
    "Bist du nicht" erwidere ich trocken
    "Doch, nur weil du, mein Bruder, nicht damit klarkommst bedeutet das nicht das ich nicht schwul bin!" bei den letzten Worten stampft Jay entrüstet mit dem Fuß auf während er geräuschvoll die Nase hochzieht.
    "Du bist erst schwul wenn ich live gesehen habe wie du 'nem anderen Typen die Mandeln operieret hast, was so viel ich weis, noch nicht der Fall war und jetzt hör endlich auf mit dem Scheiß und hilf mir mit dem beschissenen Zelt" müffele ich zurück und schlage endlich den Riesennagel in die Erde. Als ich mich umdrehe um nach dem Verbleib der angeforderten Hilfe zu schauen, muss ich feststellen das diese nicht mehr an ihrem Platz steht. Stattdessen sehe ich gerade noch wie mein Brüderlichen um die Ecke der Eidottergelben Sanitäranlagen biegt. Unter den Augen sämtlicher, umliegender Camper, die offenbar kollektiv beschlossen haben, sich an unserem Elend aufzugeilen, mache ich mich auf um Jay zu suchen.
    "Was glotzt' n' so?" fahre ich eine doppelbekinnte Touristin an deren Rettungsringe sich über den Rand ihres viel zu kleinen Bikinis quetschen und die mich besonders feindselig mustert.
    Sie murmelt etwas vonwegen "herzloser Bastard, der arme Bruder" oder so und ich kann es mir nicht verkneifen ein bisschen Kies in ihre Richtung zu kicken.
    "Kümmern sie sich um ihren eigenen Scheiß und fressen sie nicht so viel sonst hält man sie noch für nen Gestrandeten Wahl" rufe ich über die Schulter und höre noch wie sie empört die Luft einzieht. Tja der Schnitzelfriedhof musste sich ja unbedingt einmischen. Selbst schuld! Genau wegen solchen Leuten hasse ich Zeltplätze. Letztes Jahr waren wir noch in Dubai, bestes Hotel am Platz, Vollpension und ich hatte meinen Zwillingsbruder nicht ständig an der Backe kleben. Er war shoppen, ich konnte Surfen, alles wunderbar. Doch jetzt müssen wir ja "kürzer treten" wenn ich das schon höre bekomme ich das Kotzen. Scheiß Wirtschaftskrise, Dad's Firma läuft, laut ihm "gerade nicht so gut" , drauf geschissen, pleite sind wir verdammt. Jay Kauft ihm das vielleicht ab aber bei mir zieht das nicht. Ich weis ganz genau was los ist und genau deshalb hocken wir jetzt hier fest, abgeschoben dami wir die ganze Scheiße nicht mitbekommen. Denn früher oder später wird Jayson schon noch rallen was abgeht, schließlich ist er mein Bruder. Naiv, ja aber nicht dumm.
    Knirschend und Knisternd komme ich auf dem Kiesweg vor den Gemeinschaftsduschen zum stehen. Es stinkt nach Chlor, Fäkalien, abgestorbener Haut und Meer.
    "Jay" meine Stimme hallt ein wenig wieder, bricht sich an den schmutzig-gelben Wänden. Keine Antwort.
    "Komm schon. Ich weis das du hier bist" Ich lache unecht.
    Dann höre ich es aus der hintersten Kabine schluchzen, ich rutsche mehr als das ich gehe über die abgelatschten Fliesen und stoße vorsichtig die Tür auf.
    "Hej, Kleiner" mein Bruder kauert zusammengekrümmt auf der Kloschüssel, das Gesicht zwischen seinen Knien vergraben so, das nur der tiefschwarze Schopf zu sehen ist. Ich gehe vor ihm in die Hocke
    "Geh weg!" erklingt es gedämpft "und ich bin nicht klein, ich bin genauso groß wie du ich bin sogar 5 minuten Älter als du" er zieht geräuschvoll die Nase hoch, ich wickel ein bisschen von dem recikling-toilettenpapier bei dem man die Zeitung aus der es gemacht wurde noch lesen kann, von der Rolle und drück es ihm in die Hand.
    "is gut ich weis, du hast recht" er schnaubt in das improvisierte Taschentuch und knüllt die Reste in seiner Hand zusammen.
    "Ich hab gesagt du sollst weggehen, verpiss dich Sven du hast es echt übertrieben" er dreht das Gesicht weg und ich weis das es momentan keinen Sinn mehr hat also rappel ich mich auf.
    "Sorry" murmel ich noch und schlurf aus der Kabine. Auch wenn ich ihn immer ärger und mich seine Anwesenheit manchmal ankotzt ist Jay mein Bruder und er ist mir irgendwie doch ziemlich wichtig. Deprimier latsche ich zum Zelt zurück und stecke wahllos Teleskopstangen zusammen.


    So Ok anfang is gemacht also legt los. Jay kann getröstet werden und Sven kann iwem eine von den Teleskopstangen ins Augen bohren oder so legt los X3 Valle guck halt ob du mit Jay was anfangen kannst aber er darf kein Arsch sein Jay ist ein ganz lieber kleiner Kerl :P Wennn ihn sonst keiner will teilen Lana und ich ihn uns. :D

  • Ui wir teilen ihn uns :rolleyes: lecker... ^^
    So ich hoffe es ist genehm:


    Chris:


    "Man Scheiße!", fluche ich laut. "Lyon? Hast du noch ne Matte?"
    Wir fahren seit Jahren zu diesem Campingplatz und ich schaffe es jedes Mal wieder die verfickte zweite Matte daheim zu vergessen.
    "Ja", antwortet mein bester Freund der gerade dabei ist unser Zelt auf zu bauen.
    "Danke Man", er murmelt irgendetwas in seinen nicht vorhandenen Bart und schiebt eine der Stangen durch die dafür gedachten Schlaufen.
    "Leidest du schon an Altersschwäche?" frage ich ihn und schaue auf meine Uhr. Wenn ich mich recht erinnere hat er damit vor 20 Minuten angefangen.
    "Wir haben doch Zeit", kommt es von ihm. Das ist Lyon. Die Ruhe selbst quasi, als hätte er in seinem Leben nichts anderes gemacht als sich von Morgens bis Abends die Birne zu zu kiffen.
    "Klar aber denk dran in 2 Monaten geht dein Studium los."
    Er zeigt mir den Finger. Grinsend stecke ich mir einen der Stöpsel meines Mp3-Players ins Ohr. "Ich geh ne Runde drehen okay?"
    Er hebt nur die Hand und ohne sich umzudrehen meint er noch zu mir. "Sportjunky!"


    Soviel Sport treibe ich eigentlich gar nicht, na ja kommt darauf an was man als Sport bezeichnet. Dreckig grinsend stecke ich den zweiten Stöpsel auch noch in mein Ohr und laufe los. Der Platz ist wie jedes Jahr bevölkert von Leuten die ich zu Hause nicht mal mit dem Arsch angucken würde, bis auf ein paar kleine Ausnahmen. Genau Diese will ich erspähen. Dieses Ritual haben wir schon ein paar Jahre laufen: Lyon baut das Zelt auf und ich geh ne Runde laufen und schaue wer von uns welchen Arsch vögeln darf. Ich habe ein gutes Gespür für so was und bis jetzt hat sich Lyon auch noch nicht bei mir beschwert. Den ersten finde ich schon nach 5 Minuten, als ich ihn dabei erwische wie er mit roten Wangen meinen Arsch verfolgt. Der ist was für Lyon, Typ schüchterne Jungfrau. Eigentlich ist er ja nicht der Typ für One-Night-Stands aber ich habe die Forderung gestellt, dass er sich im Urlaub gefälligst zu amüsieren hat, was zu meinen Begriffen bedeutet: Ficken bis der Arzt kommt!
    Lyon hat sich nach ewigem Diskutieren vor zwei Jahren dazu bereit erklärt und es auch bis jetzt immer eingehalten.
    Meine Runde dauert etwas über eine halbe Stunde und ich bin sehr zufrieden mit dem was ich entdeckt habe. Ich mache noch einen Schlenker an den sanitären Anlagen vorbei und muss feststellen, dass sich hier leider nichts verändert hat. Genauso ekelhaft wie immer. Ich bleibe stehen um zu Atem zu kommen, denn die Strecke die ich zurück gelegt habe ist nicht gerade ein Katzensprung. Ein schniefen und das Geräusch einer sich öffnenden Toilettentür lässt mich aufschauen und ich kann nicht verhindern, dass sich ein dreckiges Grinsen auf meinem Gesicht ausbreitet.
    Ein Typ in meiner Größe, vielleicht ein paar Zentimeter kleiner. Er hat schwarze wuschelige Haare und einen geilen Arsch. Jetzt muss ich nur raus finden ob er A, schwul ist und B, wer ihn bekommt. Doch der Typ dreht sich leider nicht um und verschwindet in einer Kabine. Ich kann schlecht warten bis er wieder rauskommt also laufe ich zurück zu unserem Zelt.
    Ich bin überrascht darüber, das das Zelt mittlerweile auch tatsächlich steht. Lyon hat sich schon davor auf seinem Liegestuhl lang gemacht und trinkt ein Bier. Ich lasse mich mit einem ausgelassenen langen Seufzer auf den anderen Liegestuhl nieder und nehme Dankbar das Bier entgegen, dass mir Lyon hin hält.
    "Und?", fragt er scheinbar ganz beiläufig und nimmt einen tiefen Schluck. Ich schaue ihn mit reglosen Gesichtszügen an bis er den Blick abwendet. Ein wenig Röte hat sich in seine Wangen geschlichen. Er kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass ich ihm abkaufen würde, dass er kein echtes Interesse an meinen Entdeckungen hätte.
    "Sehr große Auswahl dieses Jahr.", gebe ich großzügig bekannt.
    "Klassenfahrt?", fragt er grinsend.
    "Mehrere", gebe ich trocken zurück, aber ich weiß das meine Augen funkeln. Gott wenn ich an die vielen schnuckeligen Ärsche denke läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
    "Kümmern sie sich um ihren eigenen Scheiß und fressen sie nicht so viel sonst hält man sie noch für nen Gestrandeten Wahl!"
    Ich verschlucke mich an meinem Bier und sehe nur einen mir Bekannten Arsch Richtung Klos verschwinden. Die Schrulle der das Geschrei gegolten hat ist Kalkweiß im Gesicht und sieht aus als würde sie jeden Moment in Tränen ausbrechen.
    "Der hat das Zelt neben uns", antwortet Lyon bevor ich die Frage überhaupt erst stellen kann. Auch sein Blick klebt an dem verschwindenden Typen.
    "Kommt mir bekannt vor", murmele ich.
    Es dauert nicht Lange bis der Typ wieder zurück kommt und ich stelle begeistert fest, dass er von vorne fast noch besser aussieht als von hinten. Verwuschelte Haare, guter Körperbau und dass sein Arsch fantastisch ist habe ich ja vorher schon festgestellt. Er bewegt sich auf den Haufen Zelt zu der ein paar Meter neben uns im Gras liegt und fängt an, anscheinend ohne den geringsten Plan, Stangen zusammen zu stecken. Belustigt beobachte ich das Spektakel, genehmige mir noch einen Schluck Bier und krame eine Zigaretten Schachtel aus meinem Rucksack hervor. Dazu brauche ich einfach Nicotin.
    "Man sollte meinen so fitt wie du sein willst, solltest du nicht rauchen."
    Jetzt zeige ich Lyon den Finger.


    Hach! Ist er nicht charmant? :D


  • Ich hoffe, ich mach es so, wie es gedacht war. ><




    Lyon (ausgesprochen Lion)


    Ich bin echt glücklich wieder hier zu sein. Endlich wieder raus aus der Großstadt und rein in die Natur. Dieser Campingplatz ist quasi wie eine zweite Heimat für mich. Ja, jedes Jahr auf's Neue. Der fluchende Typ da ist mein Kumpel Chris. Wie jedes Jahr hat er seine Matte vergessen. Da ich dies aber schon nicht anders kenne, habe ich natürlich eine für ihn dabei. Reine Routine. Eigentlich sind wir ziemlich verschieden. Während ich immer die ruhige Kugel schiebe, ist er das Bündel Energie von uns.
    "Klar, aber denk dran: In 2 Monaten geht Dein Studium los.", sagt er mir. Ja, ich werde anfangen zu studieren. Modedesign. Es ist unnötig, dass er mir das sagt, deshalb zeige ich ihm den Finger. Wie Chris eben so ist, beginnt er nun mit seiner alljährlichen Erkundungstour. Während ich mit dem Zeltaufbau von ihm allein gelassen wurde, höre ich eine mir bekannte Stimme. Frau Peters hat ihren Rollator in einem Matschhaufen festge...fahren? Nun, ob man da wirklich fahren sagen kann? Vielleicht doch eher geschoben. Während ich so weiter vor mich hin denke, fängt die werte Dame an zu fluchen. So genau verstehe ich sie nicht. Durch ihre Dritten, die offenbar etwas locker sitzen, hört es sich mehr nach einem verärgerten Nuscheln an. Ich raffe mich auf und weiß schon, was mir blüht, aber verdammt, ich bin eben ein freundlicher Kerl.
    "Guten Tag, Frau Peters. Schön, dass Sie auch dieses Jahr wieder hier sind. Warten Sie, ich helfe Ihnen.", sage ich freundlich und hebe ihren Rollator aus der Pampe heraus.
    "Mach, dass Du Dich wegscherst, Bengel! So etwas wie Dich hier auf den Platz zu lassen, ekelhaft!", giftet sie mich an und rollt langsam mit ihrem Rollator Heimwerts. Ich kratze mich am Kopf uns seufze. So etwas wie mich, ekelhaft. Ja, das war Frau Peters. Die gute Frau weiß, dass Chris und ich vom anderen Ufer sind und in ihrer fanatischen Glaubenswelt, welche auch immer das sein mag, sind wir so ziemlich die Ausgeburt der Hölle. Wie dem auch sei, mache ich mich wieder auf zum Zeltaufbau. Dabei bin ich so vertieft, dass ich die streitenden Jungen nebenan kaum beachte. Erst als der eine anfängt zu schluchzen und abhaut, sehe ich auf. Ich will gerade fragen, was los sei, aber entscheide mich dann doch lieber dafür, mich aus den Angelegenheiten der Zwei herauszuhalten. Auch wenn ich den Zweiten nur von hinten sehen konnte, muss ich sagen, dass er einen wirklich schmackhaften Eindruck bei mir hinterlassen hat. Ich widme mich wieder dem Zelt und lege mich nach getaner Arbeit gelassen auf einen der Liegestühle. Das Bier dazu muss natürlich auch sein. Richtig ausspannen. Mit einem langen Seufzen lässt sich dann der verlorene Sohn in den Liegestuhl neben mir fallen. Während er ein Bier gereicht bekommt, frage ich ihn natürlich aus. Dieses Jahr scheint die Ausbeute wirklich sehr gut zu sein. Ich freue mich, bleibe aber ruhig und nehme einen kühlen Schluck Bier. Dann kam etwas, was Crhris sich doch glatt verschlucken lässt.
    "Kümmern Sie sich um Ihren eigenen Scheiß und fressen Sie nicht so viel, sonst hält man Sie noch für nen gestrandeten Wahl!" Dass der Junge überhaupt noch gesiezt hat, wundert mich echt. Ich erläutere Chris, dass das unser Nachbar ist und beobachte ihn, wie er verzweifelt das Zelt aufbauen will. Interessiert und belustigt gucke ich dem Frischling zu, während sich Chris einen Lungentorpedo ansteckt und mir meine Luft verpestet. Auf meinen Kommentar bekomme ich jedoch lediglich den Finger gezeigt. Dabei liege ich damit nicht mal falsch. Mit einem Seufzen stehe ich auf und strecke mich ausgiebig, trinke meinen letzten Schluck Bier und zwinkere Chris zu, ehe ich zu dem Leckerbissen hinüber gehe. Ich stelle mich ihm gegenüber und hocke mich dann zu ihm runter und lächle ihn an.
    "Hab euch die letzten Jahre hier nie gesehen. Seid neu hier, hm? Lass mal, ich helfe Dir.", sage ich ruhig und stecke einige Stangen zusammen.
    "Was bistn Du für ein Vogel?! Lass mich bloß in Ruhe!", motzt er mich an. Ich hebe beschwichtigend die Hände und lächle.
    "Ein gutmütiger Paradiesvogel. Ich wollte nur helfen. Na ja, man sieht sich." Ich stehe auf und will mich grad umdrehen, als ich ein leises "Sorry, Alter." vernehme.
    "Kein Ding. Lyon und Du? Bin nebenan, mit dem Qualmkopp da. Chris heißt der." Natürlich beobachtet Chris mich akribisch und wieder kassiere ich einen Finger. Ich grinse ihm schelmisch entgegen und winke. Schneller, als bei unserem eigenen Zelt, habe ich die Stangen nun alle zusammen. Ich muss mich ja interessant machen, wenn ich bei ihm, oder dem anderen landen will. Bei beiden wäre natürlich auch extrem geil.
    "Hier, halt mal.", weise ich dem Frischling an, der sich als Sven vorstellt.
    Ich stecke die Teleskopstangen in die vorgesehenen Schlaufen und das
    Zelt steht. Nun fehlt nur noch das Festmachen des wasserabweisenden
    Überwurfs, den man über das Zelt spannt und die Enden mit Heringen in der erde fest macht. Ich trete die Heringe in die Erde und trample noch etwas drauf rum, damit sie nicht zu weit aus der Erde ragen.
    "So, das wärs dann. Alles klar?", meine ich und strecke den Daumen nach oben.
    Dann kommt doch tatsächlich der andere wieder. Er reibt sich die Augen und bleibt stehen, als er mich sieht, wie ich bei seinem Kumpel, nein moment. Ich gucke abwechselnd zwischen den beiden hin und her. "So viel hab ich doch gar nicht gesoffen.", murmle ich und denke nach. "Ihr seid nicht zufälligerweise Zwillinge und noch Eineiige dazu?", entfährt es mir erfreut. "Na ja, richtet euch ein. Ihr könnte ja mal rüber kommen, wenn ihr Bock habt.", biete ich an und zwinkere dem noch unbekannten Jungen zu und klopfe ihm freundschaftlich auf die Schulter. Zurück bei Chirs frage ich ihn, was er gerade denkt. Ich vermute, dass er so ziemlich schmutzige Gedanken haben wird.

    ~ Some people are like clouds: Once they're gone, it's a beautiful day ~

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    Gewaltfreie Erpresserische Zwangsabgabe


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