Thema Server und Anbieter

  • Ich weiß jetzt nicht, ob das jemand überhaupt braucht, aber ich denke mir, warum nicht ^.^


    Also zu den Begriffen -> Webspace


    Webspace bezeichnet einen Service, der von Anbietern zur Verfügung gestellt werden, um eure Homepage Online zu bringen, mit dem Vorteil, das ihr am Server selbst, nichts einstellen müsst. Das bedeutet oft, ihr bekommt vom Anbieter einen Link zu euren Webspace. In einem so genannten CP (Control Panel) könnt ihr verschinde anlegen oder verändern (kommt immer auf den Anbieter an), wie z.b. Email Postfächer anlegen, euren FTP Account verwalten und so weiter. Merkmale für Webspace ist, das ihr entweder nur via FTP (File Transfer Protokoll) auf den Space zugreifen könnt, oder via WebFTP (meist im CP eures Anbieters vorhanden). Möglicher weiße habe ihr dann noch zugriff auf eure MySQL Datenbank (auch immer vom Anbieter abhängig). Im Grunde war es das. Es gibt bei einigen Anbieter noch weitere Leistungen, wie Cronjobs, Statistiken oder Verzeichnisschutz usw. Einen direkten Einfluss auf den Server selbst habt ihr NICHT. Das ist auch so gewollt, bezüglich Sicherheit und viele Anwender wollen sich nicht mit einem Server auseinander setzen oder diesen Verwalten. Dafür sind Webhosting Angebote perfekt.


    Ähnlich sind auch die Angebote der Dienstleister. Von klein (0,99 € bis 25 € oder mehr) für Webhosting ist keine Seltenheit.


    Hier einige Anbieter, welche ich für gut befinde: Kostenpflichtig


    all-inkl.com (TOP!)
    hosteurope.de (TOP!)


    Weitere mit denen ich weniger bis keine Erfahrung habe:



    1&1.de (hatte ich damals meine Page drüber laufen)
    t-online.de
    1blu.de (eher so lala)
    strato.de


    Ebenfalls gibt es auch Free Hoster:


    ohost.de
    toolia.de


    Für die ersten Erfahrungen sollte jeder erstmal auf ein Free Hoster zurück greifen und Erfahrungen sammeln. Oftmals haben die Free Hoster recht viel Werbung auf den Seiten. Aber das ist ok, man lernt ja erstmal ;) Wichtig ist auch, das jeder, der eine Website betreibt auch für diese Verantwortlich ist. Laut TMG sollte jede Seite ein Impressum haben. Dies gilt auch für Hobby Pages! Im TMG steht zwar nicht 100%ig drin, das ihr das müsst, aber schaden kann es nicht. Wichtig ist, für Private Homepages, Eurer Name + Anschrift und Email. Dann solltet ihr auch dienste wie erecht24.de in Anspruch nehmen und euch dort kostenfrei ein Impressum erstellen lassen. Sicher ist sicher. Ebenfalls ist drauf zu achten, das ihr die Rechte dritter nicht verletzt (z.b. Kopieren eines Bildes, oder Texte), dies sollte ihr nur tun, wenn ihr die Erlaubnis habt (schriftlich per Email am besten!).


    Auch der Inhalt eurer Page kann für Ärger sorgen, wie z.b. das Verlinken von Torrentseiten oder Stream Seiten. Das Verlinken an sich ist nicht verboten, aber dennoch kam es in der Vergangenheit oft zu Ärger. Ähnllich wie bei megaupload.com, wurde der Eigentümer belangt, bezüglich Copyright Verletzungen. Was in meinen Augen Unsinn ist, da er nur den Service für den Upload bereit gestellt hat, was die User dann damit machen, dafür kann er ja nix, da auch öfter Uploads gelöscht wurden, also Filme und co. Naja sei es drum. Achtet immer darauf, was ihr verlinkt.



    Der Begriff Server (Root/managed)


    Root Server
    Unter Root Server versteht man, dass ihr als Inhaber euren Server selbst verwaltet und einrichtet und auch für die nötigen Updates sorgt. Es ist wie ein PC könnte man sagen, den ihr bedient. Meist über eine Remoteverbindung (Windows Server machen das über die Remote Desktop Verbindung), bei Linux Servern meist über SSH Verbindungen. Somit könnt ihr euren Server bedienen und einrichten. Wie gesagt, ihr macht das dann. Daher sollte man dies nur machen, wenn man sich bisschen damit auskennt.


    Oftmals kommen für diese Server auch Control Panel zum Einsatz, welche meist von Plesk bereit gestellt werden. Dort könnt ihr auf die Festplatte zugreifen und auf den MySQL Datenbankserver. Ebenfalls eine Reihe von anderen Diensten.


    Auch hier gibt es eine Menge Anbieter:
    hosteurope.de (bei denen bin ich und ich bin sehr zufrieden)
    1&1.de
    hetzner.de
    1blu.de


    Kostenfreie Anbieter gibt es soweit ich weiß nicht.


    Managed Server


    Verhält sich Ähnlich wie er Root, nur das ihr eben nicht direkt als Admin Arbeitet. Dies machen Techniker des Anbieters, welche euch die Arbeit der Wartungen und Einrichtungen abnehmen. Dies kostet, aber dafür ist man als Admin auf der sichereren Seite, falls man noch nicht oder nur wenig Erfahrungen hat. Oder eben als Unternehmen die Arbeiten auslagern will. Mit diesen Servern selbst habe ich keine Erfahrung. Ich selbst arbeite nur mit Root Servern.



    Auch hier gibt es eine Menge Anbieter:
    hosteurope.de
    1&1.de
    hetzner.de
    1blu.de


    Kostenfreie Anbieter gibt es soweit ich weiß nicht.


    Auch bei den Servern gilt, macht keinen Unsinn, achtet auf die Sicherheit und ladet keine Copyright geschütze Dateien hoch! Das kann teuer für euch werden. Zudem ist auch hier ein Impressum wichtig (falls ihr eine Website über den Server laufen lassen wollt!) Achtet immer darauf, das ihr eure Passwörter (für MySQL, FTP, Email usw.) immer schön sicher macht!


    Hier ein Beispiel


    Falsch
    aabbcc


    Richtig bzw. besser:
    Aabbcc12!!""33


    Je mehr Zahlen / Groß und klein Schreibung, desto besser. Das macht es für einen Hacker schwieriger. Achtet immer darauf, auch Accoutnamen wie root / admin zu deaktivieren und eure eigenen Usernamen für den Server zu verwenden. Bei Windows ist es meist administrator und bei Linux root.


    Erstellt einen neuen Admin auf den Server und nennt ihn nicht admin oder root. Benutzt doch euren nick z.b. musterman als Name und dann ein schönes Passwort, z.b. HjduE$%$d. Nach dem ihr dem User Adminrechte gegeben habt, deaktiviert den Admin oder löscht den Account. Eine Sicherheitslücke weniger. :!:


    Hoffe ich konnte einige Fragen aufklären! :thumbsup:

  • Funpic.de
    Mein allererster Free-Hoster damals gewesen, das müsste so um 2007 gewesen sein. Als sich dort 2008 (?) aber immer wieder Downphasen ereignet hatten (von ein paar Stunden bis hin zu mehreren Tagen, zog ich damals mit meinem Forum (ein Anime-RPG zu Naruto) auf einen festen Server, den meine Freundin gekauft hat. Dieser wurde anschließend jedoch auch abgeschafft und allgemein waren Naruto RPGs nicht mehr so beliebt gewesen beziehungsweise gibt es bessere als damals meins.^^


    Taess Networks
    Später fand ich für mein neues Projekt einen neuen Freehoster, Taess NetWorks. Mit diesem Hoster war ich von 2011 bis Ende 2012 zufrieden, als sich im Forum irgendwie Sicherheitslücken bemerkbar machten. Als Taess im Februar 2013 seine Pforten schloss (was ich eigentlich schade finde nach wie vor) zog auch mein Projekt auf einen standhaften Server.


    1&1
    Momentan bin ich von 1und1 nicht enttäuscht worden und ich finde, das Geld, was ich monatlich für den Erhalt meines Webseites- und Forumprojekts investiere, ist es auf alle Fälle wert.

  • Ich habe bis heute - heute meldete ich mich für die Restlaufzeit meines Vertrages krank - bei einer der vielen Firmen gearbeitet, die unter der Host Europe Group laufen.. und zwar im Support.


    Das Eröffnungsposting finde ich gar nicht so verkehrt, da ich aus Erfahrung sagen kann, dass viele Leute nicht wissen was ein Server oder der Unterschied der verschiedenen Server-Sorten und Hostingangebote auf dem Markt ist.


    Hoffe du nimmst mir das nicht übel, aber zwischen den Serverarten sollte man wie ich finde noch ein wenig mehr differenzieren. Bei mir kamen viele Kundenanfragen zu diesen Themen raus, täglich.. darum fielen mir zwei größere Stolpersteine noch auf, über den sehr viele Leute zu fallen scheinen.


    Serverarten
    Es ist wie ich finde wichtig zu wissen, dass es verschiedene Arten von Servern gibt. Es gibt zum einen defizierte Server, zum anderen virtualisierte.


    Bei einem dedizierten Server handelt es sich mehr oder weniger im einen Rechner. Irgendwo befindet dieser sich in einem Rechenzentrum, in welchem dann unzählige Regale voller Rechner stehen. Wer einen dedizierten Server mietet, der hat i.d.R. vollen Adminzugriff auf diesen Server. Die Hardware die in einem dedizierten Server steckt wird auch nur ausschließlich von der Person genutzt, die ihn mietete.


    Es gibt allerdings auch einen anderen Typ Server, einen virtualisierten. Bei einem virtualisierten System steckt im Hintergrund meist ein recht leistungsstarkes Hostsystem. Auf diesem Hostsystem wurde dann eine Virtualisierung eingerichtet.


    Was ist eine Virtualisierung? Im Grunde genommen kann man sagen, dass eine Virtualisierung nichts anderes ist, als die Partitionierung einer Festplatte. Partitioniert man eine Festplatte, so teilt man diese "virtuell" auf. Hat man beispielsweise eine 500GB Festplatte kann man diese so partitionieren, dass der Rechner diese so behandelt, als wären es zwei 250GB Festplatten.


    Bei einem virtualisierten Server geschah das mit nahezu sämtlichen Systemressourcen. Man bekommt eine gewisse Anzahl von CPU Kernen, Arbeitsspeicher etc. und eine feste Menge an Festplattenspeicher zugesichert. Bei einer niedrigen Auslastung des Hostsystems ist es häufig so, dass das einem darauf eingerichteten vServer kurzfristig auch mehr Leistung angerechnet wird. Es kann aber auch andersherum geschehen, sodass bei hohen Auslastungen weniger Leistung verfügbar ist.


    Auf einem Hostsystem werden meiner Erfahrung nach i.d.R. zwischen 20 und 140 virtuelle Server eingerichtet. Erwicht man ein System, welches man sich mit nur 20 Leuten teilt, dann ist meist alles super. Erwicht man eines mit 140 Leuten darauf, dann sind so bestimmten Zeiten häufig starke Performance-Schwankungen zu erwarten. Als Kunde sieht man nur leider nie auf was für einem System genau man seinen Server hat.. ist der Server aber regelmäßig zu bestimmten Uhrzeiten am Herumlahmen, dann liegt man wahrscheinlich auf einem ausgelasteten.

    Welcher Server für welchen Zweck?
    Leider hatte ich sehr oft Kunden am Telefon, die sich beispielsweise einen kleinen vServer für 4,85 Euro im Monat mieteten, und darauf dann Dinge wie einen Minecraft-, ARK- oder Arma 3 Server einrichteten. V-Server sind als Gaming-Server grundsätzlich nicht geeignet. Die Performance kann auf solchen Servern sehr stark schwanken, je nach Virtualisierungsmethode kann es sogar passieren, dass das Hostsystem automatisch auf dem vServer laufende Prozesse beendet, sollte man zu viele Ressourcen verwenden. Das führt dann zu sehr viel Frust, Ärger und Arbeit.


    Für Mailserver, kleinere Webauftritte und vielleicht auch Dinge wie einen Teamspeakserver (sofern es kein zu großer ist) sind vServer sicher geeignet. Bei aufwändigeren Anwendungen wie Spielen, größeren Datenbanken etc. wäre ein dedizierter Server die richtige Wahl. Diese Server laufen i.d.R. weit stabiler, sodass höhere Pings oder Ladezeiten auf diesen meist nur auftreten, wenn technische Probleme vorliegen. Auf einem vServer können hohe Pings oder Ladezeiten, aber auch Totalausfälle immer wieder mal auftreten.


    Betriebssysteme
    Bei den meisten Anbietern hat man i.d.R. die Auswahl zwischen einem auf Linux basierenden Betriebssystem, und einem meist kostenpflichtigen Windows-System. Windows ist Windows, hier könnt ihr über Remote-Desktop auf den Server zugreifen, dadurch öffnet sich auf eurem Desktop dann ein Fenster, in diesem Fenster taucht dann der Desktop des Servers auf.. welcher dann genau wie euer Windows-PC in diesem Fenster bedient werden kann. Denkt aber dran das Fenster einfach nur zu schließen, wenn ihr fertig seid. Kommt nicht auf die Idee den Server über Start / Herunterfahren abzuschalten. Ist er aus, dann bekommt ihr den nämlich nicht mehr an.. dann muss ein Techniker zum Server laufen und den Power-Knopf drücken ^^.. und das macht er erst wenn er von euch dann gesagt bekommt, dass er es soll.. sobald er die Zeit dazu dann hat.



    Linux-basierte Betriebssysteme stellen sich anders dar. Es gibt hier zwar auch die Möglichkeit Benutzeroberflächen zu verwenden, diese sind meist aber nur sehr bedingt nützlich. Primär sollte man einen Linux-Server über SSH bedienen, also mit der Linux-Version der MS DOS Eingabeaufforderung, die manche sicher noch kennen. Wer sich mit Linux nicht auskennt sollte meiner Meinung nach zu Windows greifen, oder sich darauf einstellen sich viel anlesen zu müssen.



    Viele Anbieter bieten zwar wie im EP beschrieben Benutzeroberflächen wie Plesk oder cPanel an, die die Bedienung eines Servers erleichtern sollen. Plesk und cPanel besitzen aber nur eingeschränkte Möglichkeiten. Früher oder später kann immer der Moment kommen, ab dem man direkt mit dem Betriebssystem arbeiten muss, weswegen ich empfehle grundsätzlich über dieses zu arbeiten und Plesk/cPanel gleich wegzulassen um Systemressourcen zu sparen ^^



    Ja.. und das war es schon von mir. Mehr fällt mir spontan zumindest nicht ein.



    Falls wer sich demnächst einen Server anschaffen möchte und unsicher ist welcher der Angemessenste wäre, oder bei Problemen, kann man mir übrigens gerne eine PN schicken. Ich kann zwar nicht versprechen für jedes Problem eine Lösung zu kennen, die Techniker vom Ex-Arbeitgeber kann ich nun auch nicht mehr fragen :D.. aber ein wenig weiß ich trotzdem schon.. :)