Der Wunsch Stein

  • Vorwort
    Rast- und ruhelos sind wir verdammt die Welt zu bereisen. Viel haben wir schon gesehen und erlebt trotzdem Wissen wir niemals alles über die Welt. Wenn du anders bist als die Anderen hast du`s oft nicht leicht. Viel in meinem Leben war mit Einsamkeit, Angst und Verachtung verbunden jeder Tag schien wie eine endlose Wiederholung von dem was ich schon vor Ewigkeiten erlebt hatte. Aber dann sollte sich alles wenden.


    Kapitel 1: Mein erster Schultag
    Ich war neu in der Stadt und es sollte mein erster Schultag werden. Beunruhigt war ich deshalb nicht gerade. Ich hatte die Schule schon so oft wiederholt das ich den Stoff schon fast in und auswendig konnte. Das einzige was mich noch am Leben hielt war der Angst vorm Tod. Gelangweilt betrat ich die neue Schule, ich war nicht überrascht, dass mich die meisten anstarrten. Ich war das gewöhnt, so ging das Schon seit mehr als 150 Jahren immer dasselbe Spiel. Die Menschen hatten seit damals viele Fortschritte gemacht. Ich durfte alles miterleben und hatte auch schon viele Menschenleben beendet. Dafür tat ich Buße mit jedem Tag an dem ich lebte. Oft schon wurde ich als Monster bezeichnet von Denen die wussten was ich war. Das einzige Wesen das mich hätte töten können wäre ein Werwolf gewesen. Aber sie hatten Frieden mit uns geschlossen und sich auch unter die Menschen gemischt. Ich war seit 70 Jahren keinem mehr begegnet.


    Nun betrat ich also das Gebäude. Die Blicke aller um mich rum waren mir sicher. Naja ein Mädchen mit braunen Haaren einem blauen Auge und einer Augenklappe, blasser haut und spitzen Ohren war sicher nichts Alltägliches. Das bin ich: Anders als die Andern und doch fühle ich noch mit ihnen verbunden. Meine Familie hatte sich dank der Blutpille die den Blutdurst stillte uns mit den nötigen Stoffen versorgte und uns ermöglichte normale Menschennahrung zu uns zu nehmen unter die Menschen mischen können. Trotzdem fielen wir auf sobald wir ein Gebäude betraten. Inzwischen hatte ich mich damit abgefunden für den Rest meines Lebens 16 zu sein. Mein Zuhause hatte ich schon vor 150 Jahren verloren. Anfangs war es mir schwergefallen mich von Menschen fern zu halten doch jetzt wusste ich wie die nächsten Jahre aussehen würden. Das dachte ich jedenfalls zu spät bemerkte ich, dass mein Leben sich bald ändern sollte.
    Ich blickte mich immer noch um. Um mir den Aufbau des Gebäudes genau zu merken. Im Prinzip war er so wie der meiner vorigen Schule. Jeder an dem ich vorüber ging starrte mir nach. Eigentlich hätte ich ein super Leben führen sollen, das tat ich auch. Wenn es nach den Wünschen der Menschen ging. In den ersten Jahren meines Lebens kam ich mir wie das glücklichste Wesen der Erde vor. Ich genoss jeden Tag, doch dann merkte ich was Preis für mein neues Leben war, das Töten anderer Lebewesen. Bis mein Vater es vor 70 Jahren schaffte einen Ersatz für Menschenblut zu erfinden. Eine Zeitlang war ich überglücklich wieder unter Menschen zu kommen. Sofort freundete ich mich mit manchen an. Das ging so lange bis sie wussten was ich in Wahrheit war. Die anderen die trotzdem zu mir hielten starben mit der Zeit. Nach dieser Erkenntnis habe ich mich dazu gezwungen immer eine Außenseiterin zu bleiben. Die Kälte von Einsamkeit ist das schlimmste was jeder im Leben ertragen muss. Mit dem Unterschied das wir Vampire diese Wunden ewig mit uns herum tragen und sie niemals durch die Liebe anderer geheilt werden kann. Das erklärte mir mein Vater jedes Mal wenn ich es wagte glücklicher als sonst aus zu sehen. Trotzdem blieb ich bei den anderen ich verzieh ihnen alles, denn auch wenn sie durch die Verwandlung selbstsüchtig und wehleidig geworden waren. Waren sie alles was ich noch hatte und ich war mir bewusst, dass ich genauso war wie sie. Der Lieblingsspruch meiner Mutter war: „Im Leben verlierst du alles außer dich selbst.“


    Suchend sah ich mich nun um. //Wo ist dieses beschissene Büro?// Plötzlich wurde ich von hinten angetippt. „Hey Süße hast du dich verlaufen?“ Überrascht drehte ich mich um. Vor mir stand ein 190 cm großer Blonder Typ der seine Muskeln spielen ließ. Leute wie ihn gab es wie Sand am Meer. Groß beliebt und von sich überzeugt. Wahrscheinlich war er der Schwarm aller Mädchen. Gelassen sagte ich: „Ich denke nicht.“ Mit gespielter Verwunderung ließ er seine Augenbrauen hoch schnellen. //Oh Man so typen kotzen mich echt an. Aber ich sollte lieber nicht schon am ersten Tag auffallen. Beruhige dich.// „Ich helf dir gern. Is doch Ehrensache.“ Er legte seine Hand auf meiner Schulter nieder. Voller Wut starrte ich ihn an. Er schien meinen Blick nicht zu bemerken. Oder wollte es nicht. Etwas lauter sagte ich nun: „Nimm deine Hand da weg.“ Er lächelte und ließ Richtung Brust Wandern. Ich spürte eine aufwallende Wut und den Wunsch ihm die Fangzähne in den Hals schlagen zu können obwohl ich von so einen niederen Insekt nie Blut trinken würde. Energisch schlug ich seine Hand weg. Unbeeindruckt baute er sich vor mir auf. Inzwischen waren auch schon andere Schüler dazu gekommen um uns gespannt anzustarren. Nun hatte er mich in die Ecke gedrängt. Keiner machte Anstalten mir zu helfen anscheinend hatte Jeder schiss. Alle außer einem, ein Junge trat nun vor. Seine Haare waren schwarz und schimmerten im Licht, sie waren zu einem Halb langen Zopf gebunden und seine Augen waren so dunkel wie Bitterschockolade. Er sah auch ziemlich kräftig aus und war etwas größer als ich. „Hey Alter lass das Mädel in Ruhe.“ Der Blonde drehte sich drohend um und ging drei Schritte auf meinen Helfer zu. Dieser wich keinen Zentimeter zurück. „Was willst du denn?“ Sein Gegenüber lachte. „Nur das du die Neue in Ruhe lässt.“ Der blonde legte den Kopf schief und sah ihn fragend an. „Wer bist du das du glaubst das mir das du das sagen kannst?“ „Jeder hat hier mehr IQ als du also nach dich vom Acker Blondie.“ Konterte der dunkelhaarige. // Mann, er sieht jetzt noch mehr aus wie ein Affe mit Kleidung und blonder Perücke...// Der Affe grinste spöttisch. Dann schlug er dem andern mitten ins Gesicht, er fiel zu Boden. //Schwächling...// Nun drehte sich der Idiot wieder mir zu. Auch die andern durchbohrten mich mit ihren Blicken. Er kam immer näher dann spürte ich seinen feuchten Atem an mein Ohr. „Irgendwann gehört jedes Mädchen mir.“ Wieder überkam mich eine Welle der Wut. Ich versuchte sein Halsschlagader zu ignorieren und erteilte ihm eine Ohrfeige. Dann warf ich ihn mit aller Kraft um setzte mich auf ihn und schlug so lange zu bis ich durch den Geruch seines Blutes gestoppt wurde. //Scheiße was mach ich hier? Meine Eltern reißen mir den Kopf ab.// Hastig stand ich auf und versuchte das Verlangen zu unterdrücken, das mich überkam. Da kam auch schon ein Lehrer angerannt und ich wurde zum Direktorenbürogebracht.
    Der Direktor schien nicht gerade begeistert. „Also junge Dame wie wär`s wenn du mir genau erklärst warum du dich schon an deinem ersten Tag mit deinen Mitschülern Prügelst.“ Ich war etwas nervös und hoffte, dass er nicht umgehend meine Eltern anrufen würde. Unruhig blickte ich ihm in die Augen und atmete einmal kurz ein bevor ich mit meiner Rechtfertigung begann. „Ich war auf dem hierher, als er mich dumm von der Seite anmachte un mich trotz mehrmaligem Bitten aufzuhören an gegrapscht hat. Der Schwarzhaarige wollte mir nur helfen und hat was von dem Blonden abgekriegt. Als er trotz allem nicht aufhören wollte hab ich nur aus Notwehr gehandelt.“ Nicht gerade überrascht stand er auf reichte mir die Hand und sagte dann: "Ich denke du solltest dich an deinem ersten Schultagmehr zurück halten. Geh am besten in deine neue Klasse. Herr Itasaka begleitet dich dort hin. Ich werde unter diesen Umständen wohl nicht deine Eltern verständigen müssen. Aber wenn es zum zweiten Mal zu einer Schlägerei kommt kann ich für nichts garantierten.“ Schweigend verließ ich den Raum und ging mit meinem neuen Klassenlehrer zur Klasse, stellte mich vor und ertrug die Blicke der andern. Danach befahl mir der Klassenlehrer ich solle mich neben ein rothaarigen Jungen setzten. Er nannte auch den Namen des Rotschopfs, aber ich vergas ihn sofort. Mein neuer Banknachbar seufzte genervt und machte Platz. Ich setzte mich schweigend. Herr Itasaka ließ sich nicht beirren und fing sofort mit Mathe an. Die Zeit war zäh wie Kaugummi als endlich Mittagspause war und ich raus rennen wollte wurde ich schon von dem Schwarzhaarigen aufgehalten. „ Hi ich bin Koharo.“ Unbeirrt ging ich weiter. Er hielt mit Leichtigkeit mit. "Das eben war ja echte super Aktion die meisten kuschen wenn Kai was sagt. Du bist total cool drauf dass sagen alle. Echt witzig ein Mädchen, dass Jungs vermöbelt.“ Langsam fing er an zu nerven .Ich blieb stehen und wandte mich zu ihm um. „Wenn du nicht noch ein Veilchenhaben willst dann verschwinde lieber.“ Verwirrt sah er mich an. „Hab ich was Falsches gesagt?“ Ich lachte. „Das ist es nicht ich gebe mich nur nicht gern mit Idioten ab.“ Jetzt schien er noch perplexer zu sein als vorher. „Aber ich wollte dir doch nur helfen.“ Meine Miene wurde härter. „Ich sagte doch du sollst verschwinden ich habe dich nie um Hilfe gebeten. Also bitte las mich in Ruhe.“ Damit drehte ich mich um und ließ ihn immer noch verwirrt zurück.


    Hoffe es hat euch gefallen
    Danke fürs lesen :)

  • Kapitel 2: Das Versprechen


    In der zweiten Mittagspause hatte ich mir endlich die Blutpille einwerfen können. Der Hunger und die Gereiztheit ließ nach die, die ich vor der Schule genommen hatte, hatte in der dritten Stunde langsam nachgelassen Selbstbeherrschung is echt nicht leicht wenn man diese Dinger nicht Intus hat. Etwas erleichterter ging ich in die nächste Stunde. Ich hätte besser geschwänzt, das hätte ich auch getan wenn ich nur schon den Stundenplan gekannt hätte. Wir hatten jetzt Bio. Erst als die Mikroskope aus gepackt wurden kramte ich in meinem Langzeitgedächtnis was in diesem Schuljahrwahrscheinlich vorkommen würde. Doch es war schon zu spät unsere Biolehrerin Frau Sore erklärte, dass wir heute das menschliche Blutuntersuchen würden. Ich schluckte, nicht weil ich Angst hatte unbeherrscht zu werden sondern weil Vampirblut anders war als menschliches Blut. Unterm Mikroskop konnte man das zweifellos erkennen. Die Struktur der Blutkörperchen war völlig anders als bei Menschen. Ich trödelte und hoffte auf ein Wunder. Das sollte schneller eintreffen als erwartet. Plötzlich meldete sich das Mädchen vor mir: „Frau Sore ich glaub Koharo geht`s nicht gut.“ Die Lehrerin kam heran geeilt. Sie sah sich den blassen Koharo an und murmelte: „Irgendeinen triffst doch immer...“ Dann fragte sie deutlich lauter: „ Wäre Jemand so nett in die Krankenstation zu bringen der arme Junge muss sich etwas ausruhen. //Das ist meine Chance hier raus zu kommen!// Mein Arm schoss als erstes nach oben. Verwundert sah sie mich an. "Denkst du, du schaffst das?" Ich nickte zaghaft. Dann rannte ich hastig auf Koharu zu und half ihm auf um ihn zu stützen. Er ließ sich alles gefallen und ich versprach der Lehrerin so lange bei ihm zu bleiben bis es ihm besser ging.
    In der Krankenstation schien es ihm wieder besser zu gehen. Langsam öffnete er die Augen. „Was ist passiert?“ „Du bist im Bio Unterricht umgekippt als du das Blut deiner Nachbarin gesehen hast“, erwiderte ich gerade so laut , das er es verstehen konnte. Er schreckte hoch. Es schien als ob er jetzt ersterkennen würde wer es war der neben ihm saß. „Du?“ Gereizter als ich wollte antwortete ich: „Bilde dir ja nichts ein kapiert? Ich war die Einzige dien och nicht mit der Arbeit angefangen hatte. Deshalb hat Frau Sore gesagt ich kann gehen." Er grinste. „Bist du dir sicher? Oder wolltest du dich etwa revangieren?“ Wütend funkelte ich ihn an. „Für was denn?“ Sein grinsen gefiel mir nicht. //Irgendwas führt der doch im Schilde//. „Ich hab dir doch geholfen schon vergessen?“ Ich lachte spöttisch. „Das nennst du Hilfe? Du warst doch schon nach dem ersten Schlag k.o.“ Nun lief er rot an. Ich hatte ihn erwischt. Dann sah er mich wieder an, diesmal sah es gereizt aus. „Ich war aber der Einzige der dir helfen wollte oder? Außerdem wollte ich gerade wieder aufstehen als ich gesehen hab, dass du auch gut allein klar kommst. Du hast mir nicht mal die Möglichkeit verlassen dir zu helfen so schnell wie du zu geschlagen hast. Du...Du Machoweib!“ Beleidigt drehte ich mich weg. „Das ist doch echt wieder Typisch Jungs nur weil ich nicht so ne Tusse bin die sich nicht wehren kann und du nicht den Retter spielen konntest bin ich also ein Machoweib? Sorry das nächste Mal lass ich mich so lang von diesem Widerling befumneln bis du mich heldenhaft retten kommst. So was Idiotisches. Und ich mach mir auch nich sorgen um dich...“Gerade als ichwütend aufstehen wollte erinnerte ich mich an die Abmachung mit Frau Sore. Statt zur Tür zu gehen ging ich also zum Fenster. Mit verblüffter Stimme fragte er: „Du hast dir Sorgen um mich gemacht?“ „Nein“..., murmelte ich wütend auf mich selbst. Ich hatte schon seit Jahren nicht mehr so viele Worte mit einem Menschen gewechselt wie mit ihm. //So ein Mist du musst ihn wieder auf Abstand halten. Nicht schwach werden. Du weißt das du am Ende nur noch mehr verletzt wirst.// Mit finsterer Miene drehte ich mich wieder zu ihn um. „Ich mache mir keine Sorgen um so blöde Idioten wie du`s bist.“ Er griente mich an. „Doch tust du. Eben hast du deutlich ehrlicher geklungen. Weshalb solltest du mir sonst helfen wollen wenn du dich schon nicht revangieren wolltest?“ Er hatte mich in die Ecke gedrängt. //Was mach ich nur? Jetzt sitz ich echt in der Tinte. Meine Familie wird nicht gradebegeistert sein. Das letzte was ich tun werde ist mir Sorgen um diesen Spinner zu machen. Oder noch schlimmer mich mit ihm anzufreunden. Ich brauch keine Menschen...Genau ich hab nur aus Eigennutz gehandelt. Menschentun einem nur weh. Sie verachten alles was anders ist als sie.// Er riss mich aus meinen Gedanken: „Oder hast du etwa Angst vor Blut?“ Immer noch kochendvor Wut antwortete ich schnippisch: „Ich bin ja nicht du. Wer ist denn eben umgekippt?“ Er grinste mich immer noch an. „Hör mit dem dämlich grinsen auf, Schwächlinge wie du interessieren mich nicht die Bohne.“ Damit drehte ich michwieder zum Fenster. Er murmelte beleidigt: „Dann geh doch.“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht ich hab Frau Sore versprochen zu bleiben bis es dir besser geht.“ „Auf deine Gesellschaft kann ich gut verzichten wenn du immer so kratzbürstig bist.“ //Gut ich hab ihn wütend gemacht jetzt wird er sich bestimmt nicht mit mir anfreunden wollen.// „Tja du musst damit leben. Ich halte nämlich alle meine Versprechen. Auch wenn das bedeutet das ich mit so einem Idioten wie dir in einem Raum sein muss.“ Nach einer Weile fragte er: „Kannst du nicht endlich zugeben das du mich gut leiden kannst? ...Miharu.“ Verwundert wandte ich mich wieder zu ihm um. Er lächelte mich wieder an. Genervt fauchte ich : „Dann würde ich lügen. Du bist ein Idiot und ich kenn dich doch gar nicht. Warum sollte ich also?“ Er lachte leise. „Du siehst ziemlich verlegen aus. Ich glaub du magst mich wirklich.“ //Oh Mann .Wie kann man nur so von sich überzeugt sein? Er macht es mir nichtleicht. Ich kann keine richtige Distanz mehr zu ihm aufbauen. Was ist er nur für `n komischer Typ? Wahrscheinlich hab ich ihm mit irgendwas Hoffnungen gemacht. Mist ich hätte mich anders vorm Bio Unterricht drücken sollen.// Immer noch grinsend beobachtete er mich. „Du bist gar nicht so stark wie du behauptest was? Ich denke du bist ziemlich einsam willst es aber nicht zugeben.“ „Halt die Klappe du Idiot du weißt gar nichts über mich. Du kennst mich nicht.“ Mit nassen Augen drehte ich mich hastig weg. //Na super jetzt fang ich auch noch an zu heulen. Menschen sind doch zu dumm. Er besonders. Genau er ist nur ein kleiner Idiot. Er bringt mich ganz sicher nicht zum Heulen. Ich bin stark ich ertrage alles und heule ganz bestimmt nicht. Vor allem nicht wenn er dabei ist. Warum kann er nicht einfachnormal sein? So wie alle anderen? Warum musste ich ihm über den Weg laufen? Er ist viel zu verständnisvoll für einen Jungen. Ach quatsch er versucht mich bestimmt nur mit der Verständnis-Masche rum zu kriegen. Er ist eben doch so wie alle andern. Er ist ein Idiot, ein niederes Insekt!// Nun Klang er besorgt. „Weinst du etwa?“ Schnell wischte ich mir noch mal über Augen. „Quatsch warum sollte ich?“ „Tut mir leid ich wollte dich nicht verletzen…“ Ich sah ihn mit zusammengezogenen Augenbrauen an. „Das schaffst du sowieso nicht du bist zu dumm dafür.“ Plötzlich wurde er noch blasser als vor. „Hey was ist alles ok?“ Schnell lief ich zu ihm hin. Er grinste. „Alles ok mir ist nur ein bisschen schwindelig.“ Nun war ich doch besorgt. Eigentlich hätte der Schwindel schon vergehen sollen. //Was ist wenn er nicht wegen dem Blut zusammen geklappt ist? Stimmt eben war er noch etwas bei Bewusst sein ich musste ihn nur Stützen nicht tragen. Er war also noch nicht ganz weggetreten.// „ Ich such mal besser die Schwester.“ Ohne seine Antwort ab zu warten rannte ich raus.


    Als ich mit der Schwester zurück kam hatte er die Augen geschlossen seine Wangen waren gerötet. Die Schwester untersuchte ihn. Dann sagte sie beruhigend: „Es ist nur eine Erkältung. Ich schicke ihn aber besser trotzdem heim.“ Damit drehte sie zum Telefon um und wählte schon. Nach mehreren Versuchen gab sie Auf. Sie blickte mich an. „Seine Eltern scheinen nicht dazu sein. Ich behalte ihn bis Schulschluss hier könntest du ihn dann heimbringen?“ Verwirrt fragte ich: „Warum soll ich dafür verantwortlich sein? Ich kenne ihn nicht und weiß auch nicht wo er wohnt.“ Sie lächelte: „Wenn du nicht willst dann musst du nicht. Deine Eltern machen sich sicherlich auch Sorgen wenn du zu lange weg bleibst. Das versteh ich gut. Viele seiner Mitschüler wollen nichts mit ihm zu tun haben weil sie ihn so seltsam finden.“ Da hörte ich mich plötzlich sagen: „Ach wissen sie was ich kann ihn doch heim bringen wenn sie mir sagen wo er wohnt.“ //Was tue ich da? Bin ich noch ganz bei Trost?// Die Schwester lächelte freundlich. „Aber natürlich, wenn du das wirklich willst. Ich zeichne es dir auf. Er war schon öfters hier. Ein lieber Junge, komischerweise hat er sofort das Thema gewechselt wenn ich ihn nach seiner Familie gefragt habe. Vielleicht findest du was raus. Ich geb dir die Erlaubnis bei ihm zu bleiben wenn du magst. Er wird zwar sicher nur schlafen aber ich denke deine Gesellschaft tut ihm gut ich bin froh das er endlich Jemanden gefunden hat mit dem er sich versteht.“ Sie schlich raus um ihn nich zu wecken. Vorher hatte sie mir aber noch eine genaue Beschreibung seiner Adresse in die Hand gedrückt und sich strahlend verabschiedet. Immer noch verwirrt über meinen Stimmungswechsel saß ich nun neben seinem Bett. //Was hab ich nur getan? Der Doppel- Stunde Bio bin ich entkommen aber zu welchem Preis? Jetzt darf ich auch noch einen Jungen nach Hause bringen den ich heute erst getroffen habe. Kann es sein das ich Mitleid mit ihm habe? Wahrscheinlich.// Plötzlich war mir alles egal. Ich wollte dem Jungen helfen. //Ach was sollst ich mach`s einfach. Ich glaube ich sollte mich nicht mehr auf mein Hirn verlassen. So schnell werd ich ihn bestimmt nicht mehr los. Es fühlt sich irgendwie richtig an.// Zwar wusste ich, dass ich verletzt werden würde aber nun konnte ich nicht mehr zurück. Mein Mitgefühl hatte mich hinterrücks getroffen und überrumpelt. Aber auch die Neugier was ihn so anders machte, das er dich mit mir abgeben wollte hielt mich fest. Ich ergab mich beidem und nahm somit eine weitere Schramme in meinem Herzen in Kauf.

    Schnell vertrieb ich die düsteren Gedanken und überlegte mir schon eine Ausrede für meine Eltern bis mir einfiel das sie heute Morgen gesagt hatten das sie länger arbeiten mussten. Meine Mutter war Anwältin mein Vater Arzt beide hatten sofort eine neue Stelle in der neuen Stadt gefunden wir waren also nicht gerade arm. Meine Schwester war sowieso nur noch mit sich selbst beschäftigt sie war noch schlimmer, als meine Mutter und würde mich bestimmt nicht vermissen. Ich betrachtete ihn genauer. Seltsam irgendwie kommt er mir bekannt vor. Koharu lächelte im Schlaf schnell legte ich ihm ein neues Tuch auf seine Stirn um sein Fieber runter zu kühlen. //Ich glaub er hatte recht ich mag ihn doch.// Ein warmes Gefühl durchfuhr mich. Unerwartet öffnete er die Augen und sah grinsend zu mir hoch. So gelassen wie möglich fragte ich: „Na auch wieder wach?“ Mühsam richtete er sich auf. „Klar. Du bist immer noch hier?“ //Nein ich glaub den Triumph gönn ich ihm nicht. Noch sag ich ihm nicht das Recht hatte. Soll er doch von selberdrauf kommen//. „Jap ich wurde von der Schwester verdonnert bei dir zu bleiben und dich nach der Schule nach Hause zu bringen.“ Jetzt sah er entgeistert aus. Er fing sich jedoch schnell wieder. „Äh... ich glaub das is nit nötig. Mir geht’s wirklich schon viel besser.“ Wütend auf mich selbst weil ich schon wieder verlegen wegschaute zischte ich. „Glaub nicht dass mir das gefällt. Was kann ich dafür wenn jeder denkt ich müsste mich um dich kümmern?“ Vorsichtig blickte ich ihn an. „Na gut ich lass mich von dir bis zur Haustür bringen. Aber nur damit du mit guten Gewissen sagen kannst das dich deine Ehre selbst nicht vor Idioten wie mir zurück schrecken lässt.“ „Also hast du endlich eingesehen, dass du einer bist", erwiderte ich und musste nun etwas schmunzeln.Wir schwiegen bis es zum Schulschluss klingelte und Koharo endgültig aufstehen musste.


    Wir holten unsere Taschen, ich knallte ohne viele Worte das Entschuldigungsschreiben der Schwester auf das Pult von Frau Sore und wir verschwanden. KOaharo hatte immer noch schwirigkeiten zu laufen, also stütze ich ihn. Im Bus angekommen war er sah er erschöpft aus. Auch auf der Busfahrt redete keiner bis wir an Seiner Haustür ankamen. Er wollte gerade aufsperren als er auf einmal zusammen klappte. Erschrocken hob ich ihn hoch, er wachte nicht auf. Ich konnte ihn ja schlecht auf der kalten Haustür liegen lassen. Kurzer Hand schloss ich auf, nahm ihn Huckepack und suchte das Wohnzimmer. Als ich ihn dann endlich absetzen konnte war ich ziemlich erleichtert. Nach langem Zögern suchte ich die Küche um ihm kalte Umschläge zu machen. Dann suchte ich eine Decke um ihn einzuwickeln. Instinktiv ging ich die Treppe hoch. Vorsichtig machte ich die erste Tür auf. Ich sah ein sehr unordentliches Jungenzimmer. Über lagen Kleider CD `s und andere Dinge verstreut. Ich bahnte mir einen Weg bis zum Bett und nahm einfach mal die Bettdecke mit. Schnell lief ich Treppe runter verhedderte mich in der Decke und viel schreiend die letzten drei Stufen runter. Die decke fiel über mich.„Autsch“, rief eine Helle Stimme. Erst da bemerkte ich, dass ich auf was warmen und weichem gelandet war.
    Langsam öffnete ich die Augen und blickte in zwei große braune Augen die mich verängstigt ansahen. Ich lag auf einem fremden Jungen. Hastig zog ich die Decke von meinem Rücken und stand auf. „Tut mir echt leid. Hast du dir wehgetan?“ Immer noch verwirrt sah er mich an. //Er sieht aus wie.... Nein das kann nicht sein...// „Wer bist du?,“ fragte er nun mitzitternder Stimme. Erschöpft setzte ich mich auf die Treppe. „Ich bin Miharu. Koharo geht`s nicht so gut und ich sollte ihn nachhause Bringen .Immer noch misstrauisch kniff er die Augen zusammen. „Und warum hast du meine Bettdecke in der Hand?“ //Oh dann war das wohl sein Zimmer//. „Naja ich bin zum ersten Mal hier und hab nach ner Decke für Koharu gesucht. Er hat Fieber und liegt auf dem Sofa.“ Da schien er besorgt schnell rannte er Richtung Tür. Erleichtert ging ich ihm nach als ich den Raum betrat sah ich wieder Kleine über Koharo gebeugt da saß und weinte. Ich rannte zu ihm hinlegte die Decke vorsichtig über Koharo und kniete mich dann zu dem Kleinen runter. „Was ist los?“ Er schluchzte. „Koharo darf nicht sterben. Mama ist auch schon gegangen. Sie hat ihn und mich allein gelassen. Er darf nicht gehen. Bitte sag mir, das er mich nicht verlässt!“ Er schaute mir nun tief in die Augen. Diese großen unschuldigen Kinderaugen zwangen mich zu bleiben. Ich wollte, dass die Beiden wieder fröhlich waren. Sanft nahm ich ihn in die Arme. Er ließ es geschehen, erst da merkte ich wie verzweifelt er war. Nun vertraute er mir obwohl er das nicht tun sollte. Ich war eine Fremde für ihn und doch fühlte ich mich mit ihm und Koharo verbunden. „Aber kleiner er hat doch nur eine Erkältung. Ich bin sicher er wird gesund von einer Erkältung lässt er sich doch nicht unterkriegen. Ich kümmern mich so lange um ihm bis es ihm besser geht.“ Er drückte mich fester an sich und flüsterte: „Versprichst du`s mir Miharu?“ „Ja ich verspreche es und was ich verspreche halte ich auch.“ Glücklich lächelnd hielt er mich von sich weg. „Hat er wirklich nur eine Erkältung?“ Gegen meinen Willen musste ich grinsen. „Klar ich bin sicher. Das hat die Schulärztin auch gesagt. So schnell verlässt dich dein Bruder schon nicht.“


    Fröhlicher als zu vor sprang er auf und half mir beim Warm machen des Mittagessen. Dabei redete er unentwegt. Er erzählte viel von seinem Bruder von seinem Schulleben aber auch von dem Tod seiner Mutter und seinem Vater der sie nur selten besuchte weil er eine neue Familie hatte. Stolz erklärte er das Koharo alles für ihn tat. //Er ist so verrückt wie sein Bruder. Naja war ja auch nicht anders zu erwarten. Sie sind allein und können trotzdem glücklich sein weil sie einander haben. Es scheint als würden sie sonst Niemanden brauchen. Ich bin dagegen eine Nullnummer. Wie konnte ich nur solange auf Freude verzichten und in Selbstmitleid baden. Menschen sind nicht dumm sie sind klug weil sie wissen was sie brauchen. Das hab ich nach all den Jahren vergessen. Immer hab ich mich von schlechten Gefühlen leiten lassen aber das soll dich mit dem heutigen Tag ändern. Ja ich will so verrückt wie die Menschen sein.// Lächelnd hörte ich ihm weiter zu. Er sprach weiterhin viel über seine Mutter.
    Als das Essenwarm war und ich die Küche aufräumen wollte sagte er plötzlich: „Koharo tut alles für mich und es ist nicht so das er nie aufräumen würde er macht sich viel zu Arbeit im Haushalt und hat nich einen Nebenjob trotzdem schafft er es für mich dazu sein. Er hilft mir mit allem und wenn er denkt das ich es nicht merke beobachtet er mich wie ich mit meinen Freunden Fußball spiele .Er ist immer für mich da und erträgt die Launen meines Vaters obwohl er so sensibel ist lässt er sich nie was anmerken. Zu jedem ist er freundlich und achtet nie auf sich. Immer ihm alles wichtiger als er selbst deswegen hat er auch keine Freunde. Er ist einsamer als er glaubt.“ Ich schwieg. //Also hat mich mein Gefühl doch nicht getäuscht.// „Ich weiß kleiner. Aber mach dir keine Sorgen ich bin jetzt da um ihm zu helfen und ihm beizubringen auf sich zu achten. Wenn es um Egoismus geht bin ich der richtige Ansprechpartner.“ „Wirklich? Das ist toll.“ Nach dem Essen lief er is Wohnzimmer und sah nach Koharo.
    Als ich mit Spülen fertig war stellte ich den Rest in den Ofen und betrat das Wohnzimmer. Dort erwartete mich ein friedliches Bild, der kleine hatte sich neben Koharu gesetzt und war eingeschlafen. Anscheinend hatte ihn die ganze Aufregung doch erschöpft. Leise kam ich näher und deckte auch den Kleinen etwas zu. Der hatte den Kopf auf die Brust seines Bruders gelegt und sah aus als würde er Koharo `s Herzschlag lauschen. Zufrieden setzte ich mich in den gegenüberstehenden Sessel um die zwei zu beobachten. Wie friedlich sie dalagen.

  • Kapitel 3: Verlorene Erinnerungen
    Ich rang mich dazu durch mir auch mal die obere Etage vor zu nehmen, denn die hatte es nötig. Als ich wieder runter kam hörte ich zwei angeregte Stimmen. Eigentlich war es nicht meine Art zu lauschen, aber wahrscheinlich weil ich bis jetzt alles in meinem Umfeld mich gelangweilt hatte. Doch nun wurde ich doch neugierig. „...ist sie etwa deine Freundin?“ Koharo lachte laut. „Dieser Stachelige Kaktus? Ich bin mir nicht mal sicher ob sie überhaupt an Jungs interessiert ist.“ Sora kicherte. „ Das glaubst auch nur du ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nur so tut. Sie ist im Inneren bestimmt ganz weich.“ Wieder ein Lachen. „Denkst du?“ „Klar sie war so nett gewesen und hat mir essen gemacht wir haben übrigens auch über dich geredet.“ Nun schien Koharo hell hörig geworden zu sein: „Ja hat sie was über mich gesagt?“ Wieder lachte die hellere Stimme. „Nein eigentlich hab ich nur geredet, ich hab viel erzählt auch über Mama und Papa.“ Da klang Koharo `s Stimme wütend. „Das hättest du nicht tun sollen sie ist schließlich eine Fremde.“ „Was das sagst du mir? Du hast dich doch von ihr bemuttern lassen. Sie ist so geheimnisvoll.“ „Gerade deswegen solltest du dich besser zurück halten wie oft hab ich dir schon gesagt du sollst nicht zu Jedem so offen sein irgendjemand kommt sonst und nutz dich nur aus...“, erwiderte Koharo. Sora verteidigte mich: „Sie bestimmt nicht sie ist ein guter Mensch. Dann schwieg er. Nach einer Weile fragte er. „Weißt du warum sie so kalt ist?“ Koharu Stimme klang verwirrt: „Was meinst du mit kalt? Ich dachte sie wäre so nett zu dir gewesen.“ „So mein ich das nicht. Ich meine ihre Körpertemperatur. Sie war so kalt als ich sie umarmte...“Plötzlich überkam mich ein Seltsames Gefühl. Verlangen ich roch ihr Blut so deutlich. //Mist die Blutpille wirkt nicht mehr.// Ich konnte nicht mehr klar denken und hatte nur noch einen Wunsch, Blut saugen.
    Ich konnte sowieso keine neue Pille holen wenn die zwei zusahen also rannte ich ohne Jacke und Pillendose los bevor mich der Durst wahnsinnig machte. Schnell eilte ich zur Haustür und riss sie auf. Ich hörte gerade noch wie Sora mir hinterher rannte. „Miharu wo willst du denn hin? Miharu!“ Ich lief immer weiter bis ich vor unserem Haus stand. Ungeduldig klingelte ich. //Shit warum hab ich bloß meinen Schlüssel vergessen?// Mein Vater öffnete seine Miene wurde hart. Anscheinend sah er die Gier in meinen Augen. Schnell fischte er eine Tablette aus seiner Tasche ich nahm sie dankbar entgegen. Er reichte mir eine Wasserflasche. „Miharu wie oft hab ich dir schon gesagt du sollst doch nicht mit Menschen abgeben hast du schon vergessen was sonst passiert?“ Ich war nicht bei einem Menschen,“ behauptete ich. „Lüg mich nicht an ich rieche es. Was hättest du sonst den ganzen Nachmittag tun sollen?“, fragte er mit vor Wut zitternder Stimme. „Ich musste nachsitzen. Deshalb…“ Er hob seine Hand es war offensichtlich das er mir nicht glaubte. „Entschuldige, dass ich ein bisschen Freude empfinden wollte nach wie vielen Jahren! Du kannst vielleicht so leben aber ich nicht!“ Da schlug er zu, ich spürte wie mein Kiefer brach. Seine Augen wurden immer kleiner. Er schlug immer wieder zu. Als ich in meinem Zimmer war fing es schon wieder an zu heilen. Ich wusste das das nichts im Gegensatz zu der Einsamkeit war. Mein Vater war auch einsam.
    Die nächsten paar Tage musste ich in meinem Zimmer verbringen. Vor Wut und Hunger kratze ich mir die Fingernägel blutig. Sie heilten sofort. Erst als ich versprach nicht mehr mit Menschen zu kommunizieren durfte ich das Zimmer verlassen. Ich weinte lange. Mein Vater hatte mir wieder mal vor Augen geführt was hieß wenn ich mich seinen Anweisungen wiedersetzte. Das letzte Mal hatte ich dies erfahren müssen als ich es wagte mich vor zehn trotz allen Vorsetzungen einem Menschen zu nähern. Meine Mutter tat nichts um meinen Vater aufzuhalten. Denn auch sie glaubte daran, dass es besser wäre einsam zu sein, als verletzt zu werden. Meine Eltern hatten es mal wieder geschafft meinen Willen zu brechen.
    Am nächsten Tag durfte ich wieder zur Schule und bekam eine kleine Dose mit einem Vorrat an Pillen der für mehrere Wochen ausreichte. Mein Vater schärfte mir noch ein sie immer bei mir zu tragen. Ich beschloss sie in einer Gürteltasche aufzubewahren so konnte ich sie vergessen. Kaum hatte ich das Gebäude betreten als sich schon tuschelnde Gesichter nach mir umdrehten. Ich ignorierte sie alle und eilte zur Klasse. In der Mittagspause setze ich mich an den einzigen Tisch der nicht schon besetzt war. Ich kaute gerade lustlos auf einem Apfel herum als sich Jemand zu mir setze. „Miharu da bist du ja warst du etwa krank?“ Gelangweilt blickte ich auf. Koharo saß mir gegenüber und lächelte sein schiefes Lächeln. „Jap, hab mich wohl bei dir angesteckt.“ Erleichtert lachte er mich an. „Ach so keiner Wunder das du so raus gestürmt bist. Sora hat sich auch schon Sorgen gemacht.“ „Sora?“ Verwirrt sah ich ihn an. Er starrte verwundert zurück. „Na mein kleiner Bruder. Hat er dir etwa nicht gesagt wie er heißt?“ Ich schüttelte den Kopf. „Das is mal wieder typisch. Also hast du dich jetzt entschieden?“ Fragend blickte ich ihm in die Augen. „Na ob du mich magst oder nicht.“ Ich zögerte ich wollte das nicht sagen, aber ich musste. „Ich mag dich nicht.“ Er klang verletzt als er fragte. „Warum nicht?“ //Es tut mir leid Koharo//. Ich log wieder: „Du bist ein Idiot.“ „Aber du hast mir doch geholfen und sogar unser Haus aufgeräumt.“ Meine Miene war immer noch gelangweilt, als ich sagte. „Das hab ich nur getan weil ich sollte und das mit dem aufräumen war nur ein Zeit vertreib.“ Ich stand auf ihn zu verletzten war schwerer als ich dachte. Mein Herz tat weh so als hätte ich mich selbst verletz. //Warum nur warum ist er mir so wichtig ich kenne ihn doch gar nicht…//
    Nach der Schule ging ich sofort Nachhause. Mein Vater erwartete mich schon. Er legte mir die Hände auf die Schulter. Ich spürte das malwieder in meinen Gedanken stöberte. Die Gehirnwäsche war die Spezialität meines Vaters. Als er fertig war schlug er zu. Du hast schon wieder mit diesem Jungen geredet?“ Ich nickte. Es war zwecklos sich zu wehren. „Du weißt was das bedeutet?“ Wieder ein Nicken meinerseits. Er legte seine Hände an meine Stirn und begann meine Ganzen Erinnerung an die letzten Tage zu löschen. Ich sah nich mal alles vor mir durch lebte alles einen zweites Mal und weinte. Ich vergaß ihn und Sora. //Vielleicht ist es besser für alle.// Während mein Vater die Erinnerungen löschte murmelte er: „Darum solltest du dich nicht mit diesen Niederen Wesen abgeben und dich immer an die Versprechen gegenüber deiner Familie halten.“ Als es endlich vorbei war durfte ich in mein Zimmer. Ich lernte gerade als meine Mutter klopfte. Hastig stand ich auf um ihr die Tür zu öffnen. Sie brachte ein Tablett mitessen. „Schätzchen wenn du fertig gegessen hast kannst du dann etwas Creme für mich in der Stadt besorgen?“ Ich bedankte mich und willigte ein. So war meine Mutter nun mal, sie tat nichts ohne was dafür zu verlangen.
    Nachdem ich fertig gegessen hatte schnappte ich mir also meinen Geldbeutel und rannte runter in die Stadt. Auf einmal hörte ich eine Kinderstimme hinter mir. „Miharu warte!“ Überrascht drehte ich mich um. Ein Junge von ungefähr 11 Jahren Stand vor mir. „Warum warst du heute so grob zu Koharo?“ Verwirrt fragte ich: „Kennen wir uns?“ Entsetzt sah er mich an. „Du erinnerst dich nicht? Ich bin`s Sora! Der kleine Bruder von Koharo. Du hast mir doch versprochen ihn glücklich zu machen!“ „Sorry kleiner du musst mich mit jemandem verwechseln. Ich kenne weder dich noch deinen Bruder. „Nun begann er zu weinen. „Du Lügnerin, du hast gesagt du hältst immer deine versprechen. Du hast uns angelogen! Koharo hatte Recht du bist nichts weiter als ein Machoweib das mit den Gefühlen anderer rumspielt!“ Er wandte sich um und rannte davon. Immer noch verwundert schaute ich ihm hinterher. //Was war das denn für ein Komischer Kerl? Hm ist bestimmt nicht so wichtig ich muss Gesichtscreme für Mama kaufen sonst wird sie böse//. Abends dachte ich nochmal über diesen seltsamen Jungen nach. //Diese großen braunen Kinderaugen habe ich schon mal gesehen. Na egal ich hab andere Dinge zu tun.// Die restliche Nacht verbrachte ich mit lernen.
    Am nächsten Morgen machte ich wie immer fertig für die Schule. In der Mittagspause war ich gerade in meine Musik vertieft als ein Junge mit schwarzen Haaren wutentbrannt auf mich zukam. „Wie konntest du das tun?“ Etwas perplex zog ich meine Kopfhöreraus den Ohren. „Wie bitte?“ Noch wütender als zu vor schrie er: „Du hast meinen kleinen Bruder zum Weinen gebracht mir ist egal was für Spielchen du mit mir treibst oder wie du mich nennst aber Niemand bringt meinen Bruder zum Weinen!“ Er packte mich und schüttelte mich kräftig durch. „Kennen wir uns?“ Nun schien er erst die Verwirrung in meinen Augen zu bemerken. „Du erinnerst dich wirklich nich?“ „An was denn? Sollte ich dich kennen? Ach so du bist doch dieser Koharo aus meiner Klasse...Sorry aber ich deinen Bruder nich nie gesehen…“ Da schien er wieder sauer zu sein. „Klar kennst du ihn! Was spielst du bloß für Spielchen? Findest du das etwas witzig?“ Ich wandte mich aus seinem Griff. „Tut mir leid aber ich denke du verwechselst mich da mit Jemandem. Ich war vom ersten Tag an als ich dieses Gebäude betrat allein gewesen.“ Hastig packte ich mein Zeug zusammen und ging zur nächsten Stunde. //Was war das bloß für ein Verrückter? Bestimmt irgendein irrer Stalker. Na toll kaum bin ich in dieser Schule fangen die an verrückt zu spielen…und das ich mit ihm in einer Klasse sein muss… Seltsam hat vielleicht mein Vater was damit zu tun.// Verunsichert ging ich nach der Schule nach Hause.
    Ich saß gerade mal wieder am Schreibtisch als ich laute Stimmen von unten hörte. Neugierig ging ich zur Haustür mein. Vater unterhielt sich mit Jemandem...“Ich will nur kurz mit ihr reden“, rief eine aufgebrachte Jungen Stimme. „ Das geht nich sie ist beschäftigt tut mir leid. Gehen Sie lieber wieder.“ Der Fremde ließ nicht locker: „Aber es ist wirklich wichtig!“ //Wie soll man denn bei dem die veranstalten...// Da packte mich die Neugierde doch. Leise öffnete ich die Tür und spähte nach unten. Langsam schlich näher. //Das ist doch der komische Typ von heute Mittag oder?// Mein Vater schien jetzt völlig aus zu rasten. Ich war mir sicher, dass er bald zuschlagen würde. Instinktiv rannte ich los und mein Vater traf mich anstatt des Jungen. „Warum stellst du dich mir in den Weg?“ Bittend sah ich ihn an. „Komm wieder zu dir Papa bitte.“, flehte ich, ich wollte nicht, dass die Polizei wegen einer Körperverletzungsanzeige herkommt. Ich würde nicht zulassen, dass wir so schnell auffällig wurden. „Du hältst also zu ihm? Du verrätst deine Familie obwohl du am eigenen Leib erfahren hast was es heißt von diesen Niederen Kreaturen verachtet zu werden?“ Er schubste mich zu Boden. „Aber er hat doch nichts getan oder?“, entgegnete ich. Seine Augen wurden kleiner. „Dann lass du dich wieder verletzen, deine Rebellion geht mir auf die Nerven. „Langsam müsstest du es doch besser wissen,“ schrie er, dann fügte er zischend hinzu. „Und glaub ja nicht, dass du zu uns zurück kriechen kannst wenn er dich irgendwann verachtet!“ Damit schlug er uns die Tür vor der Nase zu. So gab er mich wieder frei ich erinnerte mich an alles auch an meinen seltsamen Tag mit Koharo und Sora. „Koharo es tut mir leid,“ flüsterte ich beschämt. Plötzlich war er neben mir. „Du erinnerst dich wieder?“ Ich nickte meine Augen wurden nass. Er schlang seine Arme um mich. Ich zuckte zurück. Dann ließ ich es doch geschehen und fing an zu weinen. „Du bist wirklich eiskalt…“, murmelte er leise. Ich ließ all den Schmerz raus der mich bis zu diesem Tag erdrückt hatte raus. Er hielt mich die ganze Zeit fest. Ich genoss die Wärme die von ihm ausging. Den Duft er den verströmte. Schweigend hockten wir eine ganze Weile so da. Koharo unterbrach als erstes diese Ruhe. „Dein Vater ist doch verrückt!“ Ich löste mich von ihm stand auf um ihm nicht ins Gesicht sehen zu müssen. „Es stimmt was er sagte. Irgendwann wirst du mich wieder verachten, wie zu der Zeit als ich dich und Sora verletzte“ „Blödsinn. Er hat dich geschlagen stimmt`s?“, fragte Koharo nun besorgt. Ich nickte. „ Hat er dir diesen Unsinn eingeredet?“ Ich nahm meinen Vater in Schutz. „Nein ich habe die Erfahrungen selbst machen müssen. Mein Vater kann nichts dafür sein Herz ist eben nach der all der Zeit der Verachtung zu einem Stein erstarrt. Wer kann es ihm verübeln wenn er sich selbst schütz?“ „Du verteidigst ihn auch noch obwohl er dich so schlecht behandelt?“ „Das macht nichts körperliche Wunden heilen schnell, seelische jedoch nich. Für das was ich getan habe gibt es keine Entschuldigung. Das schlimmste ist das ich mein Versprechen gegenüber euch nie halten kann so gern ich auch würde. Ohne meine Familie kann ich nicht leben.“ Entschlossen sah er mich an. „Sora und ich wir werden deine neue Familie.“ Ich lächelte bedauernd. „Das geht leider nicht. Es ist besser ich gehe gleich anstatt euch noch mehr zu verletzen.“ Trotz dieser Worte war er voller Hoffnung. „Sora hatte Recht dein Lächeln ist wirklich bezaubernd. Das ist der Beweis.“ Verblüfft sah ich ihn an. „Der Beweis für was?“ „ Na der Beweis das du mich magst.“ Ich lachte. „Stimmt du hast echt lange gebraucht um das zu kapiern. Naja ich hab`s wohl bis jetzt gut verbergen können. Ich hab dich schon vom ersten Augenblick an gemocht. Leider“. Jetzt sah er verwirrt aus. „Warum leider? Bin ich wirklich so ein Idiot?“ Ich schmunzelte. „Daran liegt es nicht. Du bist zwar ein Idiot aber deswegen mag ich dich ja. Weil du ein besonders netter Idiot bist und es in so kurzer Zeit geschafft hast mein dunkles Dasein zu erhellen. Auch wenn es nur ein kleiner Funke war. Das hat schon gereicht um mich daran zu erinnern was Leben wirklich ist. Ich habe euch wehgetan und würde gern bei euch bleiben um es wieder gut zu machen und mein Versprechen zu halten und mich zu revangieren…schließlich hast du mich gerettet. Aber ich kann wirklich nicht.“ „Warum denn nicht wenn du es doch willst?“ Wieder lächelte ich zögernd. „Gut ich werd `s dir sagen auch wenn du mich dann für verrückt hältst…Ich bin nicht so wir du.“ Jetzt grinste er. „Das hab ich schon vom ersten Moment an gewusst.“ Ich seufzte. „So hab ich das nicht gemeint. Ich meinte ich bin kein Mensch so wie du. Ich bin der größte Feind den ein Mensch haben kann. Geboren um Menschen zu töten. Rast und Ruhelos ziehen wir durch die Welt. Man hat uns viele Namen gegeben. Aber der bekannteste Name ist… die Vampire.“ Er lachte nicht. Seine Miene Blieb starr. „Du denkst ich spinne was?“ Ganz unerwartet schüttelte er den Kopf. „Ich bin nur so überrascht ich wusste zwar, dass du anders bist, aber ich hätte nie gedacht das du ein Vampir bist. Gibt es so was etwa wirklich?“ „Sehe so aus als würde es mich nicht geben?“ „ Wow ich bin mit einem Vampir befreundet. Mann diese Typ gibt wohl niemals auf. „Woe , du bist wirklich ein Idiot. Andere Leute würden mich jetzt in die Klapse sperren.“ „Tja ich bin nun mal nicht die anderen.“ Er kam grinsend auf mich zu und nahm mich in den Arm. Verunsichert vergrub ich mein Gesicht an seiner Brust. Nun kamen die Tränen wieder ich schluchzte. „Darum bist du also so kalt. Aber Sora hatte Recht, du bist nicht so hart im Nehmen wie du tust. Du bist wohl wirklich einsam, du bist genauso weich im Inneren wie wir. Ich lächelte in mich hinein Entspannt hörte ich seinem Herzschlag zu. „Dein Herz schlägt so schnell bist du etwa nervös?“ Er löste sich von mir. „Quatsch.“ Verlegen drehte er das Gesicht zur anderen Seite.

  • Kapitel 4: Der Rubinrote Stein


    „Ich geh dann mal. Ich hoffe du kannst mir irgendwann verzeihen, dass ich dir so viele Umstände bereitet habe. Leb wohl. Versuch dein Bestes um glücklich zu werden.“ Ich wollte gerade gehen als er mich plötzlich wieder an sich zog. „Du darfst nicht gehen. Ich will nicht das du gehst alleine bist und hoffst das dein Leben lang irgendwann beendet wird! Sora sieht das sicher genauso. Wir finden sicher alle einen Weg um zusammen zu leben. Selbst wenn es keine Möglichkeit gibt das du für immer bei uns bleibst und die Zeit begrenzt ist ich will sie mit dir verbringen. Ich will das du dein Versprechen einlöst bevor gehst…Ansonsten werde ich dir nie verzeihen!“ Ich wehrte mich nicht seine Arme fühlten sich nach Geborgenheit an. Mein Egoismus zog mich runter und befahl mir zu bleiben. „ Was ist wenn es so wäre? Was wäre es wert?“, fragte ich nach langem Überlegen. Er wisperte mir ins Ohr: „Für mich ist das das wichtigste. Ich will mehr über dich wissen. Über deine Wünsche Ängste Gewohnheiten einfach alles. Dann kann ich vielleicht glücklicher werden aber so werde ich mich bis mein Lebensende fragen was ich verpasst habe. Ich glaube daran das wir voneinander lernen können.“ Ich lächelte in mich hinein. „Gut du hast gewonnen.“ Er sah mich strahlend an. „Dann lass uns gehen es wird blad dunkel.“ Arm in Arm gingen wir bis zu seinem Haus. Es brannte noch Licht. //Das heißt also das Sora noch wach ist//
    Er schloss die Tür auf leise schlichen wir ins Wohnzimmer. Sora schien doch eingenickt zu sein. Leise flüsterte ich Koharo zu: „Ruh du dich aus ich mach uns mal Abendessen“. Bevor er protestieren konnte war ich schon in der Küche. Zwanzig Minuten Später hatte ich, eine neue Blutpille eingenommen und den Tisch gedeckt. „Denkst du wir sollten ihn wecken?“ „Ich glaub das ist nicht nötig.“ Langsam ging ich auf das Sofa zu und kitzelte Sora am Bauch. Der sprang lachend auf und rannte fast seinen Bruder um. Ich drehte mich zu den Beiden um. „Wusst ich doch das du lauschst. Aber jetzt setz euch erst mal.“ Als wir alle saßen fragte Sora. „Warum bist du hier? Erinnerst du dich wieder.“ Koharo sah mich bedeutungsvoll an. „Willst du oder soll ich?“ „Ich denke du.“ Während ich aß erklärte Koharo seinem kleinen Bruder was alles vorgefallen war. Der machte immer größere Augen. „DU bist ein Vampir?“ Ich nickte zögerlich. „Cool! Du kannst so lange bleiben wie du willst!“ Lachend meinte ich. „Das überleg ich mir noch aber fürs erste bleib ich gern.“ Dann fügte ich noch mit gespielter Strenge hinzu: „ Jetzt wird aber gegessen sonst werden die Brötchen kalt klar?“ „Ich mag meine Brötchen sowieso lieber kalt.“ Grinsend sah ich ihnen beim Essen zu. Nach dem Essen brachte ich das Geschirr in die Küche. Koharo und Sora halfen mir eifrig dabei. „Wo willst du eigentlich schlafen?“ Ich beschloss ihm zu verschweigen das Vampire sowieso nie Schlafen und versuchte nicht zu lachen. //Es ist sicher besser wenn sie erst nach und nach an alles gewöhne.// „Zwischen was hab ich denn die Wahl?“, wollte ich wissen. „Na zwischen meinem und Sora `s Zimmer. Wir haben leider kein Gästezimmer. Du könntest natürlich auch auf dem Sofa schlafen.“ Ich tat als würde ich erst überlegen müssen. Ich nehm Sora `s Zimmer?“ Entgeistert sah er mich an. „In diesem Gerümpel?“ Kichernd meinte ich. „Ich denk da wird sich schon eine Ecke frei schaufeln lassen.“ Beleidigt verzog er das Gesicht. „Warum schläfst du nicht in meinem Zimmer wenn du nicht gern allein im Dunkeln bist?“ Ich griente ihn frech an. „Naja bei ihm muss ich mir wenigstens keine Sorgen machen wenn er sich aus Versehen mal nachts zu mir ins Bett legt anstatt in seins.“ Er lief rot an. Dann murmelte er: „ Ich mach dann mal dein Bett fertig.“
    Ich kicherte immer noch als Sora in die Küche kam. „Was ist denn mit meinem Bruder los? Er sah ganz durch den Wind aus.“ Wieder entwich mir ein Lacher. „Mach dir keine Sorgen um ihn ich hab ihn nur ein bisschen geneckt.“ Jetzt sah er beruhigt aus. „Weißt du was ich bin froh, dass du da bist.“ Mit diesen Worten rannte er hoch um sich bettfertig zu machen. Kurz danach war ich an der Reihe. Koharo lieh mir einen Schlafanzug. Ich sagte Koharo gute Nacht. „Willst du nicht noch etwas aufbleiben?“ Ich schüttelte den Kopf. „Sonst weck ich nur den Kleinen wenn ich nachkomme.“ Ich schlich leise in sein Zimmer. „ Du bist noch wach?“ Sora lag schon im Bett ich legte mich auf die Matratze daneben. „Soll ich schon das Licht ausmachen?“ „Wenn du schlafen willst.“ Er schaltete es aus. nach einer Weile fragte er: „Miharu?“ „Hm?“ „Bist du gern bei uns?“ //Er macht sich Sorgen.// „Klar aber wenn kein Wunder passiert muss ich wieder gehen.“ Seine Stimme zitterte. „ Ich will aber nicht, dass du gehst! Warum bleibst du nicht für immer hier wenn es dir gefällt?“ Ich lächelte in die Finsternis hinein. „Naja weißt du um als Vampir unter Menschen überleben zu können brauche ich sogenannte Blutpillen sonst …ich hab einfach Angst euch zu verletzen verstehst du?“ Er fragte hoffnungsvoll: „Gibt es den keinen Weg dich wieder normal zu machen?“ //Er ist genauso stur wie sein Bruder.// „Meine Familie hat lange danach gesucht leider haben wir nie was gefunden. Aber es gibt da eine alte Legende.“
    Jetzt hatte ich ihn neugierig gemacht. „ Welche?“ „Vor langer Zeit gab es mal einen großen Magier. Er war unsterblich in eine Frau verliebt. Doch sie erwiderte seine Liebe nie und verletzte ihn zu tiefst. Da schuf er einen rubinroten Stein der Jedem seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen sollte der ihn berührte. Er verfluchte die Frau. Als sie dann ein Kind gebar sprach er zu ihr in all seinem Zorn. „Du und dein Familie sollt mit ewiger Einsamkeit und Verachtung leben. Ihr werdet nie wieder zu den Menschen gehören und für ewig verdammt sein die Welt zu bereisen. So endstanden die Vampire.“ Er atmete schnell ich spürte seine Aufregung. „Aber was ist wenn wir diesen Stein finden würden. Würdest du dir dann wünschen das du immer mit uns zusammen sein kannst?“ „Nein nicht nur das ich würde mir wünschen, dass mein Familie und ich wieder sterblich werden und ich als Mensch bis zu meinem Lebensende bei euch sein kann.“ Er kicherte leise. „Was würdest du dir Wünschen Sora?“ Er dachte lange nach. „ Ich würde mir wünschen, dass es für all die Kranken auf dieser Welt Hoffnung gibt und dass keiner mehr einen geliebten Menschen verlieren muss.“ Ich schmunzelte. „Das ist ein sehr schöner Wunsch. Weißt du was mein Lieblingslied ist? Meine Mutter hat es mir als ich noch klein war immer vorgesungen. Damals war sie noch liebevoll und voller Hoffnung das ihre Kinder in Frieden aufwachsen können.“ Ich verstummte und musste schlucken um den Klos im Hals zu verdrängen. „Nein welches denn?“ „Es heißt When you wish apon a star,“ antworte ich. „Singst du`s mir mal vor? Bitte Miharu.” Zögernd begann ich zu singen. Je länger ich sag desto mehr erinnerte ich mich an früher ich sang immer selbstsicherer. Als ich geendet hatte fragte Sora: „Bringst du`s mir bei?“ „Wenn du möchtest… aber ich glaube du solltest jetzt wirklich schlafen.“ Er lachte erleichtert. „Weißt du was das heißt?“ verwirrt sei Das heißt das wir niemals aufgeben sollen. Also finden ganz sicher den rubinroten Stein!“ Ich seufzte. „ Aber das ist doch nur eine alte Geschichte wir wissen ja nicht mal ob er wirklich existiert.“ er ließ sich nicht beirren. „Aber euch Vampire gibt’s doch auch. Irgendwie müsst ihr entstanden sein. Logischer muss es dann auch den Stein geben.“ ich seufzte ergeben. „ Gut lass uns denn stein suchen aber jetzt wird`s wirklich Zeit zum Schlafen. Träum was Schönes Sora.“ „Gute Nacht Miharu.“