Raum 103 - Kian und Aster

  • Die Tür ging auf und schloss sich dann leise wieder.
    Den Schirm legte er bei Seite und sah sich um. Zuerst wurde der Wandschrank vorgeknöpft, der auf seiner Seite des Zimmers war.
    Er wurde mit allem möglichem belagert, das meiste darunter waren aber Bücher.
    Danach füllte er seinen Kleiderschrank mit seinen Kleidern und schmiss den Rest irgendwo hin.
    Er würde den Schirm zurückbringen, sobald er dieses Mädchen wieder sehen würde.
    Nachdem er sich eingerichtet hatte, liess er sich aufs Bett fallen.
    Diese Statue verdrehte alles in seinem Kopf und er dachte nach.
    Nach einiger Zeit schlief er ein. Er hatte keine Kraft mehr und wenn sein Zimmergenosse eintraf, solle dieser sich am besten ruhig einrichten...

  • ~Kommt vom Strand~


    Alison war nicht wohl bei der Sache, wieder zu diesem Jungen zu gehen. Sie irrte ein wenig im Gang umher, bis sie sein Zimmer gefunden hatte.
    "Wie war nochmal sein Name? Aster? Ja genau!", überlegte sie. Die Rothaarige horchte kurz an der Tür, ehe sie leise klopfte. Sie wartete und wartete...
    Nach ein paar Minuten wurde ihr das dann doch zu blöd und sie trat einfach in das Zimmer, welches zu ihrer Verwunderung nicht abgeschlossen war. Als sie eintrat riss Alison ihre Augen auf. Aster lag auf dem Bett und schlief. Das sah... irgendwie... süß aus, musste sie zugeben. Schnell schüttelte sie den Kopf und suchte das Zimmer ab, nach ihrem Schirm. Neben seinem Bett, da lag er. Vorsichtig tapste sie neben das Bett, um den Schirm zu nehmen, doch dann blickte sie nochmal in Aster's schlafendes Gesicht.
    "So müssten die Wesen um mich sein, ruhig und friedlich...", sie wusste nicht weshalb, aber völlig unbewusst strich sie ihm eine Strähne aus dem Gesicht.

  • Grünblaue Haare, bleiche Haut und die Liebe zur Musik.
    Ihre Haare waren knapp Schulterlang und ihr Erscheinungsbild jünger.
    Sie wollte den Mythen nach gehen. Sie war wissensdurstig. Sie war...
    Sein Traum schwindete langsam und er spürte eine leichte Berührung auf seiner Haut.
    Sie prickelte leicht, ehe die Berührung aufgehört hatte. Leicht verschlafen öffnete Aster die Augen und setzte sich auf.
    "Ah, du bist gekommen um deinen Schirm zu holen", er war zwar erst aufgestanden, seine Stimme war dennoch kühl.
    Ein Hauch Verschlafenheit wanderte im Echo mit, doch das störte ihn nicht weiter.
    Er kniff seine Augen zusammen und sah sie dann an.
    Ihre Wangen hatten sich leicht rot gefärbt, dies passte zu ihren roten Haaren, die leicht ihr Gesicht umspielten.
    "Ist noch was?", sein Blick blieb starr auf sie gerichtet, während er eine Antwort erwartete.

  • Alison erschrak, als Aster durch ihre Berührung aufwachte. Was er da gemurmelt hatte, hörte sich interessant an. Okay, dass konnte man auch nicht sagen, mal wieder laß sie seine Gedanken, völlig unbewusst. Kühl hatte er sich angehört, doch seine Hautwar so wunderbar warm, genau dieser Gedanke ließ sie etwas erröten.
    "Ja, bin ich, entschuldige, ich wollte dich nicht wecken... Aster", sie verbeugte sich.
    Dann startte sie ihn noch für einen Moment an.
    "Ähm... Du...", was sollte sie nun sagen? "D-Danke, dass du meinen Schirm mitgenommen hast und tut mir Leid, dass ich dich vorhin so überrumpelt habe...", meinte sie etwas geknickt.
    Dann wendete sie sich ab und murmelte "Du hasteine sehr hübsche Freundin..."

  • Er sah zu ihr hoch.
    "Sie hat in meinen Gedanken rumgeschnüffelt?"
    Seufzend sah er zu ihr hoch. Sie verstand wohl nicht.
    "Sie ist nicht meine Freundin, sie ist eine Statue da draussen.
    Ihr Name ist Melody. Sie wollte den Mythen immer hinterher rennen und sie erkunden.
    Nachdem sie das ein Jahr lang gemacht hatte, kam sie zum Entschluss, dass sie die Sage von den drei Gorgonenschwestern erkunden wollten.
    Wie es aussieht hat sie das nicht überlebt, sie hat wohl, wenn es diese wirklich gibt, in dessen Augen geschaut und steht nun als Statue in unserem Schulhof."
    Die Kühle in seiner Stimme war nichts als Leere. Melody war ein hübsches Mädchen mit Zukunft gewesen.
    Sein Blick streifte wieder den von Alison. Sie hatte sich schon wieder umgedreht und sah ihn nun an.
    "Hat sie Mitleid mit mir? Ich brauche kein Mitleid, ich leide ja nicht."
    Dann liess er mit seiner schneidenden Stimme das Mädchen erzittern:
    "Und wehe du schnüffelst noch einmal in meinem Kopf herum, dann bist du dran."

  • Sie hatte ihm Aufmerksam zugehört. Ein bisschen tat er ihr schon Leid. Aber das war ihm wohl nicht so recht.
    "Und du kanntest sie?", fragte sie etwas schüchtern.
    Seine Stimme, sie ließ Alison wieder die Angst packen. Genau, aus diesem Grund war sie hier, sie wollte ihr Angst loswerden. Dann drehte sie sich wieder zu ihm.
    "Es tut mir Leid... ich kann da nichts dafür... Ich werde es nicht mehr machen", sie sah auf den Boden. Wieso war er so feindlich? Sie trat ein paar Schritte auf den Blauhaarigen zu. Alison war schon immer so tollpatschig. Weshalb fragte sie ihn auch, nach seinen Privaten Dingen, dass ging sie doch nichts an.
    "Ich wollte nicht schnüffeln, dein Gesicht hat mich fasziniert, du sahst so friedlich aus, ich wollte dich nicht stören...", sagte sie sanft, doch blickte ihn immer noch nicht an, ihr war das ganze sehr sehr peinlich.

  • "Ja, sie war eines der Flüchtlingskinder, wie ich."
    Während sie eine Entschuldigung stammelte, stand Aster auf und lief zum Fenster.
    Langsam öffnete er es und sog die frische Luft ein.
    Dein Gesicht hat mich fasziniert. Wieso den das?
    Fragend drehte er den Kopf zu ihr. Sein Bauch fing an zu knurren.
    Leicht lachend legte er den Kopf schief. " Willst du mit mir in die Kantine kommen und was essen? Du siehst ja ganz abgemagert aus."
    Ihr Kopf bekam einen Ruck und sie sah Aster an. "J-Ja..", stammelte sie, wie es aussah hatte sie nicht ganz alles mitbekommen.
    Zuerst schloss Aster das Fenster und lief dann zum Schrank, wo er ein frisches T-shirt herausnahm.
    Er zog das, dass er gerade an hatte aus und warf es auf das Bett. Danach zog er sich das neue über.
    Nachdem er seine Kopfhörer vom Regal genommen hatte, öffnete er die Tür und wartete auf Alison.
    "Willst du da Wurzeln schlagen?", seine kühle Stimme liess sie wieder leicht aufschrecken.

  • "Achso", nickte sie.
    "Hatte er mir überhaupt zugehört?", fragte sich Alison, während er das Fenster öffnete und kurz darauf, knurrte auch schon sein Magen.
    "Öhm... gerne", lächelte sie sanft, auch wenn sie ihn für das "Abgemagert" hätte töten können, sie hasste Kommentare zu ihrer Figur. Dann hatte der Kerl ja nerven! Kurz nachdem er das Fenster geschlossen hatte, zog er sich, vor ihr, sein Shirt aus und ein neues darüber, ihm schien das wohl in der Gegenwart eines Mädchens nichts aus zu machen. Alison hatte seinen Körper für einen Moment betrachtet.
    "Nein, ich komme schon", meinte sie energischer, schnappte sich ihren Schirm und ging zu ihm.


    ~Schülküchen dings~