• Was wäre "Star Trek" ohne den Warp-Antrieb? Langweilig. Ohne die
    Fähigkeit, schneller als das Licht zu fliegen, wären Captain Kirk und
    seine Nachfolger vermutlich gerade mal bis zum Mars gekommen. Dort gibt
    es bekanntlich bestenfalls ein paar alte Bakterien oder deren
    Überbleibsel, nicht aber Vulkanier oder gar noch merkwürdigere
    Lebensformen.


    Angesichts des in der Star-Trek-Fangemeinde verbreiteten
    Physik-Nerdtums verwundert es fast, dass Miguel Alcubierre 1994 - 28
    Jahre nach der ersten Folge von "Raumschiff Enterprise" - erstmals eine
    ernstzunehmende theoretische Grundlage des Warp-Antriebs präsentierte.


    Grob vereinfacht geht die Theorie des mexikanischen Physikers so: Vor
    dem Raumschiff wird die Raumzeit zusammengezogen, hinter ihm dagegen
    ausgedehnt - und schon rast das Ziel mit Überlichtgeschwindigkeit näher.
    Praktischerweise wird Einsteins Relativitätstheorie, derzufolge sich
    nichts schneller bewegen kann als das Licht, dabei nicht verletzt: Statt
    des Raumschiffs bewegt sich der Raum selbst - als ob man eine
    Tischdecke zusammenfalten würde, um an den Salzstreuer zu kommen.


    Allerdings muss am Ende gebremst werden - und dabei würde es zu einem
    Problem kommen, wie Forscher jetzt berechnet haben: Wer das Pech hätte,
    sich vor dem ankommenden Schiff zu befinden, würde von extrem starker
    Strahlung geröstet.




    Gebraten von hochenergetischen Partikeln



    Brendan McMonigal von der australischen University of Sydney und
    seine Kollegen haben sich angeschaut, welchen kosmischen Partikeln ein
    Raumschiff auf seiner überlichtschnellen Reise begegnen würde. Dabei kam
    heraus, dass die Teilchen in die Warp-Blase rund um das Raumschiff
    eindringen würden.


    Am Ziel der Reise geschähe dann das Ungeheure, wie die Forscher im
    Fachblatt "Physical Review D" schreiben: Die Partikel würden vom Schiff
    weggeschleudert - und erreichten dadurch, dass sich ihre Wellenlängen
    extrem verkürzen würden, unvorstellbare Energien. Das Gebiet vor dem
    Schiff würde einen "konzentrierten Strahl" aus extrem hochenergetischen
    Partikeln und Gammastrahlung abbekommen, heißt es in dem Fachbeitrag. "Jeder Mensch am Ziel der Reise würde weggeblasen."


    Damit sind die schlechten Nachrichten noch nicht zu Ende. Theoretisch
    hätte die freiwerdende Energie am Reiseziel keine Obergrenze, haben
    McMonigal und seine Kollegen berechnet. "Je länger man unterwegs ist,
    desto größer wird die Energie, die am Ende freigesetzt wird", sagte
    McMonigal der Website "Universe Today". "Das ist einer der seltsamen
    Effekte der Allgemeinen Relativitätstheorie."


    Dadurch wären schon kleine Ausflüge mit Warp-Antrieb kaum möglich -
    zumindest nicht, wenn man ein wenig Rücksicht auf seine
    Weltraum-Mitbewohner nehmen wollte. "Unglücklicherweise wäre selbst bei
    sehr kurzen Reisen die freigesetzte Energie so groß, dass alles vor
    einem Liegende vernichtet würde", meint McMonigal.




    Immer Ärger mit der Blauverschiebung



    Ihre Energie bekommen die Partikel den Berechnungen zufolge durch die
    Verschiebung zu extrem kurzen Wellenlängen. Die Grundlage dafür ist der
    sogenannte Doppler-Effekt, der auch dafür sorgt, dass die Sirene eines
    vorbeifahrenden Polizeiautos ihre Tonhöhe zu verändern scheint.
    Ähnliches geschieht mit elektromagnetischer Strahlung wie etwa Licht:
    Bewegt sich das Raumschiff auf sie zu, wird sie praktisch gestaucht und
    dadurch kurzwelliger, der Abstand zwischen den Wellenbergen wird kleiner
    und die Energie dadurch immer größer.


    Nun könnte man meinen, dass der Kapitän einfach darauf achten müsste,
    den Bug seines Schiffs bei der Ankunft nicht genau auf den Zielplaneten
    zu richten. Doch auch das wäre womöglich keine Lösung. Denn McMonigal
    und seine Kollegen haben nur die Raumebene vor und hinter dem Raumschiff
    betrachtet - die todbringenden Partikel könnten aber durchaus in alle
    Richtungen wegfliegen.


    Es ist nicht das erste Mal, das Zweifel an Alcubierres Warp-Antrieb
    aufkommen. Schon 2002 veröffentlichte der portugiesische
    Wissenschaftler José Natario einen Fachartikel, in dem er die
    Blauverschiebung zum zentralen Problem von Alcubierres Warp-Antrieb erklärt.
    In seinen Berechnungen wurde sie innerhalb der Warp-Blase unendlich
    groß - und hätte damit das gesamte Weltall aus den Angeln gehoben.



    Was haltet ihr davon und wie soll es eurer Meinung nach möglich sein in Lichtgeschwindigkeit (oder schneller) zu fliegen? ;) Müssen wir vielleicht mit dieser Art des Antriebs solange experimentieren, bis wir den Beschuss mit Gammastrahlen eindämmen können? Wieviele Planeten hätten wir wohl bis dahin vernichtet...


    Quelle: http://www.spiegel.de/wissensc…all/0,1518,818837,00.html

  • Schon das Verzerren der Raumzeit von Punkt A bis Punkt B hätte als Vorraussetzung, dass man gewaltige Energie bereitstellen muss. Man wäre übrigens auch nicht sicher ob so ein Raumschiff tatsächlich in einem Stück am anderen Ende ankommen würde. Das Wurmloch, oder auch Einstein-Rosenthal-Brücke würde laut Theoretikern sofort kollabieren wenn sich ein Teilchen darin befände, welche keine quantenmechanischen Eigenschaften nachweißt, also dekohärent wird.

  • Den einzigen Entwurf eines Antriebes der uns in annehmbarer Zeit an das Ende des Sonnensystems bringen würde, habe ich irgendwann mal auf einer schlechten N24 Dokumentation gesehen.


    Und zwar war es ein Schiff, welches im All durch den Rückschlag von Wasserbombem angetrieben worden ist. Ein riesiger Fangschirm welcher die Druckenergie der Bomben auffängt war hinter dem Schiff angebracht, nach einer bestimmten Zeiteinheit wird eine neue Wasserstoffbombe hinter dem Schiff gezündet, welches durch die Druckwelle das Schiff antreibt.


    Vollkommen verrückt. Aber davon lebt die Wissenschaft doch, oder?


    Alles andere ist bis heute nur Hirngespinstst, solange die Quantenmechanik noch nicht weiter erforscht und die Relativitätstheorie nicht widerlegt ist, wird nichts im Rahmen von interstellarer Raumfahrt passieren.

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    [*]Ein Krieger der Ehrenvoll handelt, kann nicht versagen. Seine Pflicht ist Ehre. Selbst sein Tod - so er denn ehrenhaft ist - ist eine Ehre und kann kein Versagen sein, denn er geschah durch Pflicht. Suche nach Ehre, wenn du handelst, und du wirst keine Furcht kennen.
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