Trainingsplatz

  • Wer lieber für sich im freien trainiert kann dies auf dem neu errichteten Trainingsplatz mitten im Wald tun.
    Der Trainingsplatz bietet alle möglichen Gegner (Stein, Holz, Marmor, feuerfest, …), Zielscheiben (zum Bogenschießen) und natürlich genug Platz, um neue Zauber zu testen.

  • Constantin betrat zusammen mit dem neuen Schüler das Gelände. Die Wolken am Himmel waren dunkel, bestes Übungswetter. In einer Schlacht kann man sich die Wetterbedingungen ja auch schlecht aussuchen. Der Junge folgte ihm auf den Rasen. Er blickte den Jungen an. "Nun das ist unser freies Übungsgelände. Es ist mir persönlich am liebsten, weil es den größten Freiraum bietet." Er deutete auf die Zielscheiben. "Nun wie du siehst kannst du hier verschiedene Fähigkeiten trainieren. Treffgenauigkeit, Schnelligkeit, Körperkraft, Fern- und Nahkampf sowie Ausdauer." Er konnte immer noch nicht genau sagen, welche Kräfte der Junge nun genau hatte, nur das er kein schwaches Wesen war. "Was genau wolltest du hier eigentlich trainieren?", fragte er den Jungen.

  • Das Trainingsgelände sah vielversprechend aus, genau wie das Wetter. Regen zog auf. Ariel mochte Regen. "Freiraum braucht man, wenn man trainieren will.", stimmte der Dämonenengel zu und sah seinen Professor an.
    "Was genau ich trainiren wollte? Nun... in erster Linie möchte ich meine magischen Fähigkeiten aufbessern." Ariel konzentrierte sich und öffnete die geschlossene Hand, aus der eine Eiskugel auftauchte. Das Eis knackte und zersprang in tausend kleine Schneesplitter. "Eismagie um genau zu sein.", stellte er fest. "Noch ist sie nicht sehr beeindruckend, aber deshalb bin ich ja auch hier: um zu lernen, wie ich sie verbessern und beherrschen kann." Der Junge sah auf eine der Zielscheiben, konzentrierte sich erneut und wie aus dem Nichts schoss ein Eissplitter direkt in die Mitte der Scheibe. "Treffgenauigkeit, Schnelligkeit und Muskeln habe ich zwar, aber auch die lassen sich verbessern. In zweiter Linie interessiere ich mich für alle möglichen Waffen und Kampfsportarten. Ich will stärker werden, meine Fähigkeiten ausbauen und für ein Ziel kämpfen." Der Eissplitter, der zuvor die Zielscheibe durchbrochen hatte schmolz, woraufhin Ariel ein Seufzen entwich. "Sehen sie was ich meine? Sobald meine Gedanken vom Eis abschweifen passiert sowas... zumindest in fünfzig Prozent der Fälle."

  • Constantin schaut zu wie der Junge eine Kugel aus Eis formte, diese zersplittern ließ und auf die Zielscheibe feuerte. Er legte zuviel Energie in die Attacke, weshalb das Eis wieder schmolz und das war sein Problem. "Das Problem ist das du zu viel Energie reinlegst", begann er. "Eis besteht aus starren Wassermolekülen. Wenn du da zuviel Kraft reinlegst, kommen diese Moleküle in Bewegung und machen dadurch das Eis wieder flüssig." Er sah kurz zu den Wolken hinauf. "Elementare Magie braucht manchmal weniger Kraft als man denkt, man muss sich eigentlich immer in das Element hineindenken, dass man kontrollieren will und seine physikalischen Gesetzmäßigkeiten beachten."
    Der Professor setzte sich auf einen Stein. "Ich hoffe das kann dir ein wenig helfen."

  • Ariel huschte ein Grinsen übers Gesicht. Da wusste ja ein Lehrer schlaue Reden von sich zu geben.
    "Zu viel Energie also? Ja da könnten sie gut recht haben. Aber das richtige Maß zu finden ist auch nicht unbedingt einfach." Mit einem erneuten Seufzen schoss er zwei weitere Eisdolche in die Zielscheibe. Diesmal schmolzen sie nicht.
    "Es ist unterschiedlich. Mal funktioniert es auf Anhieb, mal nicht."
    Er lies erneut eine Eiskugel in seiner Hand auftauchen, konzentrierte sich darauf und verformte die Kugel in eine kleine Skulptur. Sie stellte einen Adler da, der seine Flügel ausgebreitet hatte. Kurz besah er sich sein Werk, dann zerschmolz es aber auch schon wieder.
    "Mal abgesehen von der Eismagie... gibt es hier zufällig irgendwelche Waffen, die man sich ausleihen könnte, um zu trainieren?"
    Der Dämonenengel warf einen Blick auf seinen Lehrer, der sich auf einem Stein in der Nähe niedergelassen hatte.

  • Bei seinem nächsten Versuch klappte es schon besser. //Na geht doch// dachte sich der Professor. Allerdings hatte er den Dreh immer noch nicht ganz raus, denn seine Eisskulptur zerfloss sehr schnell wieder zu Wasser. "Du solltest deine Verbindung zu dem Eis kappen, nachdem du geformt hast, was du wolltest", riet er ihm. Der Junge fragte nach Waffen. "Wir haben schon Waffen, allerdings ist die Benutzung nur unter Aufsicht bzw im Unterricht gestattet." Er nickte in Richtung eines Geräteschuppens, der am Rand des Trainingsplatzes stand und ging darauf zu, gefolgt von dem Jungen. Daran war ein Schloss befestigt. Constantin kramte kurz in der Brusttasche seiner Weste und holte einen Schlüssel hervor, womit er den Schuppen öffnete. Darin waren eine Vielzahl von Waffen verborgen, denn der Schuppen war durch einen Raumzauber von innen viel größer, als von außen. "Was genau suchst du denn", fragte er den Jungen.

  • Die Idee das Eis zu kappen war gar nicht mal so übel. "Ich werd es das nächste mal versuchen.", gestand der Dämonenengel ehrlich dankbar. "Kann ja wohl nicht so schwer sein das ganze hinzubekommen." Wieder legte sich ein Grinsen auf sein Gesicht. Seine Fähigkeiten zu perfektionieren wäre das Größte für ihn.
    Professor Thurston führte den Jungen zu einem Geräteschuppen, der am Rande des Trainingsplatz stand. Von außen sah er nicht gerade so aus, als ob er vielen Waffen ein Zuhause bot. Von innen betrachtet war es dann schon ganz anders. "Ein Zauber?", stellte Ariel die völlig überflüssige Frage. Was hätte es sonst sein sollen?
    Im Schuppen fand man alles an Ausrüstung. Vom Schwert über den Morgenstern, Dolche, Bögen und Lanzen gab es alles.
    "Erstaunlich... Ich weiß nicht so recht, was mir wohl am Besten liegt.", gestand der Junge, nahm sich eins der Schwerter und schwang es durch die Luft. "Was würden sie mir denn empfehlen?"

  • "Hast du denn schon mal Erfahrung im Kampf mit Waffen gemacht?", fragte ihn der Professor. "Ich würde dir natürlich die Waffe empfehlen, mit der du schon am meisten Übung hast, denn sonst wirst du dir böse weh tun", sagte er mit einem leicht diabolischen Lächeln. "Wenn du nichts dagegen hast, hätte ich nämlich was mit dir vor." Er ging zu einem Regal mit besonders großen Waffen. "Sag mal, hast du Kraft?", fragte er den Jungen. Er zeigte auf einen riesigen Stab mit je zwei großen Eisenkugeln am jeden Ende. "Wenn du sonst keine Erfahrung hast, nimm die und komm mit raus, dann kämpfen wir", sagte er, zwinkerte und verließ den Schuppen.


    --die Waffe ist wie bei Gin aus One Piece nur riesiger--

  • "Erfahrungen mit Waffen? Eher weniger. Mit Dolchen ja. Aber die bestehen meist aus meinem eigenen Eis." Der Junge sah sich die verschiedenen Waffen an. Das Schwert hatte er zurückgelegt, jetzt nahm er sich einen Morgenstern von der Wand. Er war nicht gerade leicht, aber etwas anderes hatte er auch gar nicht erwartet. Während er den Morgenstern zurückhängte machte ihn der Professor auf etwas ganz anderes aufmerksam: Einen Stab, an dessen Enden sich Eisenkugeln befanden. Der sah nicht gerade leichter als der Morgenstern aus. Und auch nicht wirklich handlich. Er besah sich die Waffe, während Herrn Thurston den Schuppen bereits mit einem Kampfangebot verlassen hatte.
    Grinsend nahm der Dämonenengel die Waffe von seinem Platz. Sie war alles andere als leicht. Zuerst sackte Ariel unter ihrem Gewicht etwas ein, aber er gewöhnte sich schnell an das Ding und es war kaum schwerer, als die Steine, die er für sein Training herumgetragen hatte. Er hatte in seinem Leben schon genug Arbeiten für andere verrichtet, die es ihm ermöglicht haben genügend Muskeln aufzubauen.
    "Ein Versuch ist es wert. Verlieren kann ich ja schließlich nichts.", grinste der Schwarzhaarige vor sich hin und lief auf den Trainingsplatz zurück. Natürich mitsamt des Stabs.
    "Also gut. Bei einem fairen Kampfangebot sagt man schließlich nicht nein.", rief Ariel seinem Vorgesetzten entgegen. Er ließ eine der Eisenkugeln auf den Boden krachen und hielt den Stab in der Hand. "Meinetwegen kanns losgehen."

  • Constantin betrat wieder den Rasen des Trainingsplatzes und wartete dort bis Ariel wieder hinauskam. Er schaute erneut in die Wolken. //Bald wird es hier einen heftigen Platzregen geben. Mal sehen wie gut er damit klarkommen wird// Der Junge kam aus dem Schuppen und hatte die Waffe, die er ihm empfohlen hatte in der Hand. Er sagte etwas von einem fairen Kampfangebot und Constantin musste leicht schmunzeln. "Wer hat denn hier etwas von fair gesagt?", fragte er den Jungen und berührte das Medaillon um seinen Hals, das augenblicklich zu vibrieren begann. Er murmelte ein paar Worte aus einer längst vergessenen Sprache und das Medaillon glühte förmlich. Das Gold des Anhängers wurde zu einem dunklen rot und plötzlich sprang es auf. Ein grelles Licht kam heraus, aus dem sich eine zweimanngroße Bestie materialisierte. Es war ein riesiger Minotaurus, der mit Kampfgebrüll aus dem Licht trat und seine riesige Steinkeule wild in der Luft umherwirbelte.
    "Wie wärs mit zwei gegen einen?", fragte ihn der Professor nochmals. "Das ist Miros, einer meiner 10 Schützlinge." Der Minotaurus gröhlte, als er seinen Namen hörte. Er sah den Professor fragend an. "Darf ich ihn kaputt machen?", fragte der Minotaurus und deutete mit der Keule auf Ariel.

  • Der Dämonenengel seufzte. Der Kerl war einfach ein Mensch. Unfaire Spiele spielten sie immer lieber. Das Gefühl der Überlegenheit spornte sie an, sie ergötzten sich an der Macht, die sie über andere und deren Leben hatten. Aber das ganze am Beispiel eines ausgewählten Professors zu sehen war dann doch ein klein wenig.... enttäuschend.
    "Von ihnen hatte ich eigentlich mehr erwartet Professor.", gestand der Schwarzhaarige kopfschütteln. Auf das Kommentar des Minotaurus reagierte er gelassen. Der konnte ja versuchen ihn kaputt zu machen. Selbst wenn er es schaffte: Ariel hatte schon Himmel und Hölle gesehen, da konnte ihn auch nichts mehr schocken.
    Es fing an zu regnen. Erst sehr leicht. Regen. Wenn es regnete, dann roch die Luft immer frisch und sauber. Ariel atmete tief ein. Er spührte den Hass in sich auflodern. Das war gut. Hass gegen seinen Gegenüber, der es gewagt hatte das Spiel unfair zu machen. Sei es aus lerntechnischen Gründen, oder nicht. Sei es um ihn zu töten, oder ihm eine Lektion zu erteilen. Es interessierte ihn nicht. Der Hass war da und der Hass verstärkte die Dämonenkräfte seines Vaters. Über den drei Kämpfern verwandelten sich die Tropfen in kleine Eiskristalle. Die Luft schien förmlich kühler zu werden.
    "Sie müssen wissen Professor... auch wenn es mir nichts gegen einen erfahrenen Kämpfer bringt: Sie haben mich wütend gemacht."
    Und mit diesen Worten fror auch der Boden vom Jungen, bishin zu seinen Gegnern ein.

  • Der Junge steigerte sich sehr in Constanins Worte hinein und verstand seine Ambitionen natürlich völlig falsch. Zwar tat er dies nur um seinen Hass zu sammeln, der ihm Kraft gibt, doch Wut kann kann auch sehr blind machen. Es wurde immer kälter, der Junge überreagierte regelrecht und fror alles in der Umgebung ein. Constantin nahm einen der schwebenden Eistropfen in die Hand. "Na es geht doch", sprach mehr für sich. Der Boden gefriert, was Constantin nicht viel ausmachte, dem Minotaurus mit seinen Hufen aber umso mehr. Er schlidderte fast schon ein bißchen hilflos auf der Eisfläche und sah Constantin fragend an. "Hau mit der Keule auf den Boden und schlag das Eis kaputt", rief ihm der Professor zu. Miros schlug mit voller Kraft zu und der Trainingsplatz bebte. Nicht nur das Eis brach, sondern tiefe Erdrisse entstanden. Miros war definitiv nicht sein schlaustes Monster, aber seine Kraft ist unglaublich. Miros konnte sich wieder bewegen und stapfte nun mit schnellen Schritten auf den Jungen zu, holte seine Keule aus und schwang sie auf ihn zu.

  • Mit einem Ruck zerstörte der Minotaurus das Eis und den Boden um sie herum. Konnte dem Dämonenengel egal sein. Er zog den Stab mit den Eisenkugeln mit einer Hand nach oben und schwenkte ihn geschickt herum, als Minos auch schon mit gehobener Keule auf ihn zurannte. Der Schüler wollte mit seinem Stab blocken. Schaffte er auch, nur war der Minutaurus doch etwas stärker als gedacht und so flog Ariel kurzerhand rückwärts über den Boden. Lange liegen blieb er jedoch nicht, auch wenn sein Körper einige Kratzer abbekommen hatte. Liegen bleiben war einfach nicht drin. Die Bestie konnte und wollte schließlich zuschlagen, wie es ihr passte. Ganz helle im Kopf schien sie aber nicht zu sein. Das merkte man an den instinktiven Handlungen des Wesens. Aber wie konnte Ariel das Ding überlisten, wenn der Professor auch noch da war? Natürlich: Der Professor! Jetzt musste der Schwarzhaarige nur noch auf seine Fähigkeiten vertrauen. Und auf seinen Hass.
    "Ey Riesenminotaurus! Ja du großes fettes Ding. Kannst du auch was anderes außer mit deiner Keule in der Gegend rum zu fuchteln? Wie wärs mal mit treffen oder so? Hat dir deine Mama nie beigebracht, wie man richtig zuschläg?" Warum seine Mama? Hatten Minotauren überhaupt Mütter? Es war im Prinzip egal. Der Tonfall schien jedenfalls gepasst zu haben, denn Miros sah nicht gerader erfreut über die Worte des Dämonenengel aus. Schon während der Junge geredet hatte, war der Boden wieder etwas zugefroren, was sich Ariel zunutze machte. Er fixierte den Professor, rannte und rutschte auf ihn zu, gefolgt vom Minotaurus. Wenn das mal gut ging. Aber den Professor im Blick zu haben war gut, denn das ließ Wut aufkochen und Wut bedeutete gutes Eis unter seinen Füßen. Mit einem Mal holte Ariel mit seinem Stab aus, Miros direkt auf seinem Fersen und der Professor direkt vor ihm. Selbt wenn der Professor ihm ausweichen konnte: Dem großen Vieh hinter ihm bestimmt nicht.

  • Der Junge nutzte die blinde Wut des Minotaurs um ihn zu umzingeln. Beide waren bereit zuzuschlagen und Constantin stand mittendrin. Er musste kurz lachen, das gefiel ihm. "Ich muss sagen es macht schon Spaß mit dir zu kämpfen", sagte er zu Ariel und löste sich langsam auf. Ariel wollte zuschlagen, war aber nun irritiert über sein plötzliches Verschwinden. So vergaß er ganz den Minotaurus, der aber nicht mehr mit voller Wucht zuschlug, sondern ihn einfach nur damit wegstieß. Ariel landete genau in der Erdspalte, die Miros aufgeschlagen hatte und steckte nun darin fest. Als Ariel das Ungeheuer ansah, den Gnadenstoß erwartend, musste er feststellen, dass sich das Wesen verändert hatte. Es sah nun menschlicher aus und seine Augen verrieten kompliziertere Denkabläufe als vor einer Minute. Der neue Minotaurus stupste Ariel leicht mit der Keule an, anstatt mit voller Wucht und sagte: "Du hast verloren." Aus ihm kam die Stimme des Professors. Er war nicht verschwunden, sondern ist mit der Bestie eins geworden. Danach reichte er ihm die Hand, um ihn aus der Erdnische rauszuziehen.

  • Der Plan schlug doch fehl. Der Professor war verschwunden, der Minotarus stieß in zur Seite und als Ariel wieder einigermaßen klar denken konnte steckte er auch schon in einer der aufgeschlagenen Erdspalten fest, der Minotaurus direkt vor ihm. Erst dachte er, dass er gleich ein paar Knochen los sein würde, aber zu seiner Überraschung handelte Miros aber nicht mehr instinktiv. Seine Augen hatten sich verändert, seine Haltung und seine Stimme ebenfalls. Da war also der Professor geblieben.
    "Netter Trick.", sagte Ariel und seine Stimme klang verächtlich. Die angebotene Hand des Professors nahm er nicht an. Viel zu sehr quälte ihn die Wut auf diesen und die Enttäuschung über eine so demütige Niederlage. Hätte er seinen Eisenkugelstab noch in greifbarer Nähe gehabt, dann hätte er ihn wohl mit voller Wucht gegen den massigen Schädel des Viehs geworfen.
    Wieder gefror der Boden um sie herum, die Atmosphäre wurde immer kälter und Ariel hatte große Mühe seine Wut im Zaun zu halten. Er war kein schlechter Verlierer. Nicht wenn er seine Gefühle unter Kontrolle hatte. Tief atmete er die kalte Luft ein, um sich zu beruhigen und griff schließlich doch noch die Hand des Minotauren bzw. des Professors, der in ihm steckte.
    "Ein netter Kampf. Hat wirklich Spaß gemacht." Und auch wenn der Dämonenengel seine Stimme wieder unter Kontrolle hatte, seine Dämonenfähigkeiten definitv noch nicht, denn auf den Händen der beiden, die sich berührten legte sich eine Eisschicht.

  • Ariel kam noch nicht runter von seiner Wut, typisch für Dämonen. Erst wollte er seine Hilfe nicht annehmen, doch dann packte er doch seine Hand. Sein Griff war eisig und er fror ihre Hände ein. Constantin sprach wieder ein paar Sätze in dieser fremden Sprache und das Medaillon glühte erneut. Er tippte einmal darauf und es sprang wieder auf. Der Lichtstrahl hüllte den Minotaurus ein und als er verschwand, stand nur noch der Professor in seiner alten Gestalt vor Ariel. Da er gerade wieder auf die Hälfte geschrumpft war, passte die Eisschicht mehr um seine Hand und er zog sie einfach heraus. "Weißt du eigentlich warum ich mit dir kämpfen wollte", fragte er nun seinen Schüler und rieb seine Hand, um sie zu wärmen.

  • Den Professor in seiner normalen Gestalt zu sehen beruhigte den Jungen wieder ein wenig. Er ließ das Eis um sein Handgelenk zersplittern.
    "Nein ih habe keine Ahnung, wie sie auf die Idee kommen mit einem.... ihrer Untergebenen, oder was auch immer dieser Minotaurus für sie ist, gegen mich zu kämpfen. Vielleicht aus liebe zum Kampf."
    Der Dämonenengel konzentrierte sich erneut und das restliche Eis vom Boden schmolz ebenfalls. Er suchte das Trainingsgelände nach seiner Waffe ab, die er fand und vom Boden aufhob. Er wirbelte sie noch einmal geschickt in der Luft herum, atmete dabei tief ein und versuchte seine Wut los zu werden, was gar nicht so einfach war. Noch immer rieselten die kleinen Regentropfen als Eiskristalle zu Boden.

  • Was der Junge von sich gab, gefiel Constantin so gar nicht. "Es stimmt schon, ich wollte Kämpfen weil ich Spaß daran habe. Deshalb trainiere ich genau wie ihr jeden Tag meine Fähigkeiten, um das beste aus mir rauszuholen und mich mit anderen messen zu können. Es gibt kaum ein besseres Gefühl, außer vielleicht....das Lösen eines Rätsels", sagte der Professor und beobachtete wie der Junge den Stab aufhob und damit herumwirbelte. "Allerdings scheint es dir keinen Spaß zu machen. Aber warum trainierst du dann so fleißig?"
    Er nahm das Medaillon in die Hand während er weitersprach: "Er ist übrigens nicht mein Untergebener, sondern mein Freund. Anfangs wollte er nichts lieber tun als mich töten, damals als ich ihn in Griechenland in diesem Labyrinth traf. Doch dann habe ich ihn fixiert." Constantin offenbarte seine Handinnenflächen auf denen sich Magiezirkel befanden. Er richtete sie auf Ariel und unter ihm bildete sich ein viel größerer Zirkel. "Daraus konnte er sich dann nicht mehr befreien." Er schloss seine Hände wieder und der Zirkel unter Ariel verschwand. "Und dann redete ich mit ihm und fand heraus dass er ein Gefangener in diesem Labyrinth war und nichts anderes von der Welt kannte als seine steinernen Wände. Also sagte ich ihm das ich die ganze Welt bereise und ich ihn mitnehme, wenn er mich dafür auch unterstützt. Natürlich fällt so ein Minotaurus auf, deshalb trage ich ihn lieber in diesem Medaillon mit mir herum. Er kann die Welt sehen und ich dafür seine Stärke nutzen. Es ist ein Pakt und wenn man viel auf Reisen ist, wächst eine feste Freundschaft daraus."

  • Spaß am Kampf. Nur wenn sie fair waren. Wenn sich die Kämpfer auf einer Höhe trafen. Trotzdem widersprach der Dämonenengel dem Professor nicht. Er zollte ihm Respekt. Ein verlorener Kampf war ein verlorener Kampf, das ließ sich nicht beschönigen. Die Schneeflocken verschwanden, an ihre Stelle trat wieder der leichte Regen. Die Worte von Professor Thurston beruhigten den Dämonenengel wieder. Feinde redeten für gewöhnlich nicht miteinander. Zumindest erzählten sie keine solchen Geschichten aus der Vergangenheit. Folglich sah Ariel seinen Gegenüber nicht mehr als bedrohlich an.
    "Ein Freund also. Ich wollte sie keineswegs verurteilen, nicht dass sie mich falsch verstehen, aber es fällt einem nicht gleich das Wort 'Freund' ein, wenn man einen Menschen, oder was auch immer sie sein mögen, sieht, der Wesen heraufbeschwören kann. Heraufbeschwören ist vielleicht auch das falsche Wort. Sagen wir: in den Kampf ziehen lässt." Ariel fuhr sich durch die nassen, zerzausten Haare und sah dann auf seine Finger. Kein Blut. Die paar Kratzer die er abbekommen hatte würden sicher schnell heilen. Sein Kopf war immerhin nicht zu schaden gekommen.
    "Trotzdem kränkt mich eine Kleinigkeit an ihnen Herr Professor. Nicht einen einzigen Kratzer haben sie sich zugezogen. Dann ist das mein neues Zie für das ich trainiren werde. Beim nächsten Kampf immerhin einen Treffer zu landen." Wieder huschte ein Grinsen über sein Gesicht. Ziele zu setzen war immer einge gute Sache. Und für seine Ziele kämpft man schließlich.

  • Dem Jungen machte es zu schaffen, dass er ihn nicht verletzen konnte. "Ich fand deine Strategie nicht schlecht. Erst dachte ich, du würdest dich nur von deinem Zorn leiten lassen und blind vor Wut kämpfen und aufeinmal kommst du mit so einer Falle. Ich war wirklich überrascht, aber du konntest ja schlecht ahnen, was als nächstes passieren würde. Dir könnte es durchaus gelingen mich eines Tages ernsthaft in die Enge zu treiben", sagte er mit einem Lächeln. Wasser strömte von seiner Stirn und er wischte es sich mit dem Ärmel weg. Der Regen wurde stärker, jetzt wo die Tropfen nicht mehr einfroren.
    "Der Kampf hat mich ziemlich durstig gemacht. Wie wäre es wenn wir beim Cafe vorbeischauen und was Trinken gehen. Dann kann ich dir auch gleich die Stadt zeigen, wenn du die noch nicht gesehen hast", schlug Constantin vor und wartete auf die Antwort des Jungen.