Mangelt es Animes an pädagogischen Wert?

  • Als ich letztens in den News gelesen habe, dass RTL 2 aufhören will Animes auszustrahlen, erinnerte ich mich an meine Vergangenheit zurück.


    Lange Zeit kamen bei uns nur Zeichentrickserien (oder was ich dafür hielt?). (Stimmt nicht so ganz tatsächlich, Heidi war auch schon ein Anime & Kimba auch... aber Ausnahmen bestätigen halt die Regel)
    Als ich dann die Zeichentrickfilme von früher mit Animes verglichen habe, habe ich festgestellt, dass die Zeichentrickserien lerntechnisch und pädagogisch sinnvoller waren. Wer weiß noch wie Captain Planet in fast jeder Folge gesagt hat: "Schützt die Welt vor Verschmutzung denn wir haben nur die eine"? Fürs Mittagsprogramm sollten es schon Animes sein die die Jugend prägt und nicht nur unterhält, denn in ihren jungen Jahren ist das Hirn noch für alles offen und sollte gefordert werden. In den Animes die heute bei RTL 2 ausgestrahlt werden, lernen die Kinder allerhöchstens was Zusammenhalt zwischen Freunden ist.


    Zusätzlich habe ich bemerkt, dass bei allen Animes die sie bei RTL2 zeigen, scheinbar nur Profit rausgeschlagen werden soll, indem sie Werbung für ihre Kartenspiele, Kreisel, Videospiele, Figuren usw. machen. Bei den Zeichentrickfilmen waren es allerhöchstens Actionfiguren, die zur Serie dazu erschienen sind.


    Was meint ihr? Sollten Animes wie diese früheren Zeichentrickserien pädagogisch und lerntechnisch etwas zur Bildung der Jugend beitragen, oder bevorzugt ihr die Animes die nur versuchen Werbung für irgendein Spiel zu sein?


    Damit sind hauptsächlich die Animes gemeint die zur Mittagszeit im deutschen Fernsehen kommen, aber anderen Animes die wir durchs Internet sehen fehlt es meiner Meinung nach auch sehr oft an einer pädagogisch sinnvollen Botschaft.

  • Bei Anime Serien mit pädagogisch sinnvollem Inhalt, da denke auch ich zuerst an die Serien von vor eingien Jahren^^


    Ich weiß nicht was zur Zeit auf RTL2 läuft aber ich hab den Sender schon lange aufgegeben^^
    Die Serien die gezeigt werden sind tatsächlich meist mit irgendwelchen Spielzeugen verbunden. Seien es die Yu-Gi-Oh! Karten, die Beyblades, geschweige denn Pokemon Karten, Spiele etc.
    Der Inhalt der Serien ist so gut wie immer der gleiche, Freundschaft. Aber ob die für die Kinder wirklich im Vordergrund steht?


    Aktuelle Anime Serien, die evtl einen pädagogischen Sinn hätten fallen mir keine ein, ich schaue mir aber zur Zeit auch nicht viele Serien an.

  • OMG, natürlich haben Animes mehr als nur diese eine oberflächliche Botschaft "Freundschaft", nehmen wir doch mal Naruto als Beispiel...
    Es geht hier um jemanden, der nicht aufgibt, egal wie aussichtslos die Lage auch erscheinen mag!
    Wenn das keine positive Botschaft ist und nicht pädagoisch wertvoll, was dann!
    Die meisten Animes zeigen doch, das du deinen Traum verwirklich kannst, wenn du daran arbeitest und festhälts, das ist doch mit das Wichtigste im Leben meiner Meinung nach ^^ .

  • kann ich auch nicht bestätigen, genau wie Keiko und ich stimme ihr zu!
    ahm... tut mir leid, dass ich das jetzt sage, aber habt ihr die Anime eigentlich richtig verfolgt?
    Klar haben Anime padagogischen Wert!
    In Anime ist es meist nur so, dass die Bedeutung, also die Botschaft eher unterschwelig oder meist zumindest etwas unterschwellig präsentiert wird. Zuschauer sollen, zumindest meiner Erfahrung nach, die Botschaft aus der Serie selber erfahren.
    also sowas direktes wie du (Daniel W) bei Captain Planet gesagt hast "in fast jeder Folge gesagt hat: "Schützt die Welt vor Verschmutzung denn wir haben nur die eine"?"
    wird wohl nur selten im Anime vorkommen. Kommt aber auf den Anime drauf an!
    Ich weiß nicht sowas fand ich als Kind in Kinderserien, Cartoons immer äußerst peinlich.
    Wie wäre es mit selber nachdenken? In den meisten Anime ist die Botschaft doch recht offensichtlich. Also wirklich nicht schwer zu erkennen.


    selbst wenn ich nur das Trading Card Game von Yugioh betrachte...
    hat das allein schon padagogischen Wert.
    Heutzutage leben wir in einer Gesellschaft die immer mehr mit Computern, Videospielen etc. zu tun hat.
    Sprich die Leute beschäftigen sich heutzutage vielmehr mit Dingen, die nicht der Sozialisierung dienen.
    Das TCG führt ja auch dazu, dass die Leute sich in 'Real' treffen und gegeneinander spielen.
    Ihren Kopf sollten sie dabei auch anstrengen, denn es ist ja schließlich ein Strategiespiel, man muss alo auch den nächsten Zug seines gegenübers einkalkulieren, sprich man muss also sich in die Lage des Gegners versuchen hineinzuversetzen.
    In Deutschland leben wir zwar nicht in einer so starken Leistungsgesellschaft wie in Japan, wo Hikimori usw ein soziales Problem sind, aber dass wir nunmal mit dem Fortschritt leben, kannst du ja wohl auch nicht leugnen. (Computer, Internet etc.) Und Internetsüchtige gibt es ja auch schon genug.
    Also, dient das allein schon der Sozialisierung, was ja auch wichtig ist!


    Das allgemeine Problem von RTL2 ist, dass sie Anime, häufig wegen vorhandener Gewalt, sinnentfremden.
    Sprich Dinge mit padagogischen Wet werden einfach entfernt, weil sie mit Gewalt im Zusammenhang stehen.
    Wenn sie damit ein Problem haben könnten sie ja auch wieder Kinderanime oder Shoujo (da ist viel seltener Gewalt drinnen) und nicht Shounen bringen (was ja größtenteils läuft)
    aber da ist ja wieder das Problem, wo bleibt der Kommerz? Was ja bei Anime in Deutschland seit Pokemon eine große Rolle zu spielen scheint.


    Und dass du das auch noch über Anime im Netz sagst, wo man ja das Glück hat die Serien ungeschnitten und in Originalfassung begutachten zu können,
    verstehe ich echt nicht.
    Denn einen Anime ohne Botschaft gibt es wohl sehr selten. (Ich habe noch keinen gesehen)
    Zum Beispiel sind ja die meisten Shounen mit sehr idealistischen Charakteren ausgestattet, was dem Zuschauer ja auch positives übermittelt
    und somit padagogisch auch sehr wertvoll ist. :)

  • Für mich stellt sich hier als erstes die Frage, woran genau man den "pädagogischen Wert" erkennen soll... Ich meine, reicht es wirklich lebensoptimistische Slogans einem ins Gesicht zu werfen, um seinen pädagogischen Beitrag geleistet zu haben? Es ist ja nicht so als wäre Naruto eine einzige große verdammte Fabel oder sowas in der Art ^^ . Der pädagogische Wert muss wirklich belehrend sein, gute Ratschläge machen sich gut bei einer Pokerrunde am Freitag Abend, aber nicht bei einer ernsthaften Lehrstunde, denn das ist es schließlich, was "pädagogisch sinnvoll" bedeutet. Was diese "pädagogischen Cartoons" so "awkward" wirken lässt, ist der Fakt, dass sie nicht unterhalten, sondern belehren sollen, zwei unterschiedliche Dinge, die schwer miteinander zu vereinen sind, weshalb man sich meist auf das eine oder das andere konzentriert.
    Nun, sind Animes pädagogisch sinnvoll...? In den meisten Fällen eher nicht, denke ich, zwar haben genug Shounen oder Shoujo Serien da draußen irgendeine Art von Botschaft, doch meist ist jene verdammt allgemein und soll nur das Ambiente der Serie unterstützen. Naruto ist kein sozialkritisches Drama über optimistische Lebensführung, muss man zugeben. Man sollte einfach nicht versuchen jedes Werk, dass etwas zu sagen hat, pädagogisch zu nennen. Was ich mit "pädagogisch" verbinde ist eine Story, die wirklich auf eine Art Moral abzielt, so wie man es von Fabeln kennt. Es ist zwar sehr selten unterhaltsam, aber dann wiederum war das Lernen in der Schule selbst auch sehr selten unterhaltsam (relativ zur Qualität der Lehrer gesehen). In diesem Sinne würde ich den meisten Anime-Serien unterstellen nicht pädagogisch zu sein, aber das soll nicht heißen, dass alle Animes diese Behandlung erfahren. Kino no Tabi hat z.B. durchaus eine pädagogische Struktur oder Kaiba könnte man auch gegebenenfalls als pädagogisch ansehen. Eine Story als pädagogisch zu behandeln ist nicht nur eine Frage des "Was erzählt wird?", sondern auch eine Frage des "Wie?", die Botschaft soll nicht die Story unterstützen wie man es oft in den üblichen Shounen oder Shoujo-Serien hat, sondern die Story soll zur Fokussierung der Botschaft dienen und je nach Zielgruppe nimmt die Botschaft an Komplexität zu. Und die Botschaft soll niemanden zum Lachen bringen, mitreißen oder traurig machen, das sind Effekte der Story, die Botschaft ist eine Wahrheit, die man im Alltag anwenden kann, besser gesagt sogar muss, da oft ein moralischer Imperativ hinter der Botschaft steht. Aber was viele Animes tun ist von Idealen zu reden, fernen Idealen, die nicht sehr explizit vermittelt werden und einfach nur das Ambiente der Story gestalten. Pädagogisch zu sein, bedeutet einfach expliziter in seiner Botschaft zu sein...

  • Was Naruto angeht, da ist sicherlich das "niemals aufgeben" der springende Punkte. Nur was RTL2 daraus macht / gemacht hat ist Mist.


    Und auch wenn Yugioh die Kinder aus ihren Zimmern lockt so bleibt der Profitgedanke dennoch zu groß wie ich finde.
    Ich kenne die momentanen Preise nicht aber als ich früher noch andere Kartenspiele gespielt habe, waren die Karten nicht wirklich billig. Dazu kommen dann natürlich unzählige neue Editionen, die mit der Zeit anscheinend immer schneller zu kommen scheinen.
    Bei Pokemon ist das nicht anders. Immer weiter neue Editionen und dann auch noch ab und zu ohne wirklich neuen Inhalt. Man siehe Pokemon Gold und später Heartgold...
    Auch lustig sind die "Beyblade Stadien", nur weil auf einem Stück Plastik Beyblade steht darf es 30 Euro kosten.


    Naja, es gibt sicherlich genug sinnvolle Anime Serien für Kinder aber im deutschen Fernsehprogramm sind sie zur Zeit wohl nur selten anzufinden.

  • ...und Morgoth kommt mit Fabeln daher... :pinch:
    Wir sollten doch nicht vergessen, in welchem Jahrhundert wir uns befinden und das die Kinder sich unter Umständen auch etwas weiterentwicklet haben. Der klassische Zeigefinger, wie "Du musst, du sollst" funktioniert nicht mehr so einfach wie früher vielleicht, um Bestimmtes zu vermitteln ist es ebenso wichtig zu unterhalten, sonst schalten die Kids ab!
    Und dann kann man ihnen Fabeln erzählen wie man will, es wird Nichts hängen bleiben.
    Ferner bin ich doch auch der Meinung, das die Schöpfer der Geschichten sehr wohl das Bedürfniss hatten & haben etwas in ihren Augen "wertvolles" zu vermitteln. Man setzt sich doch nicht einfach hin und schreibt über Jahre an einer Story oder entwirft Charakters ohne etwas sagen oder vermitteln zu wollen. Unter Umständen könnte es allerdings sein, das es uns, mit unserem westlichen Verständnis, sich nicht vollständig erschliesst in welcher Weise Animes pädagoisch wertvoll sind...
    Und zu den "Fanprodukten", die gab es schon immer, den wo Nachfrage ist, ist Angebot!
    Es denkt doch keiner, das so etwas produziert werden würde, wenn es nicht gewollt wäre???
    Und ich sehen einen Stoffpikachu oder Totoro auch nicht anders als einen Teddybären von Steiff, nur das Erstere billiger sind ;) ...

  • Whoa, warte, sollten wir wirklich den Begriff "pädagogisch" überarbeiten, weil die Rezeption der Kinder heutzutage ZU schlecht für reine Lehrbuch-Geschichten ist :huh: ? Willst du damit sagen, dass Kinder vor dreihundert Jahren keine Unterhaltung wollten? Du lässt es so klingen als wäre pädagogisch unwichtiger durch das Bedürfnis für Unterhaltung geworden und dass es dadurch mehr darum ginge, lehrreich zu unterhalten als unterhaltsam zu lehren ;) . Nun, dies kann der Fall sein... aber wie ich bereits angemerkt habe, sind unterhaltsam und lehrreich zwei verschiedene Aspekte und lehrreich bloß als "Solange man es schafft, das Kind die gesamte Botschaft erdulden lassen zu können, ist es pädagogisch" zu bezeichnen, finde ich ein wenig seltsam (Was hätte Kant bloß dazu gesagt :rolleyes: ...). Ich meine, Pädagogik soll doch Werte vermitteln und nicht soweit zerkleinern und zerstückeln bis sie für den kindlichen Zuschauer schmackhaft sind. Was bedeutet das genau für den pädagogischen Inhalt, wird er wirklich besser dadurch? Oder wird er nicht idealistischer anstatt bei den simplen Grundsätzen zu bleiben?
    Und was die Absichten von Autoren in ihren Werken angeht... Ich bezweifele deren Arbeit nicht, nur hatte ich auch gesagt, dass "pädagogisch" nicht nur eine Frage des Inhalts, sondern auch des Stils ist, nur weil der Autor etwas sagen will, heißt das nicht, dass er den Leser unterrichten will ;) . Es ist immer noch ein Unterschied, jemanden seine Meinung durch eine Geschichte zu vermitteln oder mit der Geschichte eine Norm oder Richtlinie aufzustellen.

  • Pädagogisch heißt in meinen Augen so etwas, wie führen und leiten... Wohin und wozu?? Um einem Kind Werte zu vermitteln, oder???
    Und man kann ja wohl nicht in Frage stellen, das sich Werte im Laufe der Menschheitsgeschichte verändern.
    Das Medium, egal welches dient hierbei doch nur zum Mittel und Zweck um selbiges zu zu erreichen, das Werte vermitteln...
    Ergo geht es in diesem Fall um das Ziel der Wertevermittlung und nicht darum, wie jenes aussieht & wie komplex oder schlicht es gehalten ist.
    Das Ergebnis zählt, nicht der Weg dorthin ;) ...
    Ferner gebe ich auch zu bedenken, das die Aufnahmefähigkeit des Menschen sich sehr wohl auch verändert, die Kapazität des Gehirnes hat sich jedenfalls verändert und mittlerweile sind wir tatsächlich dazu fähig mehrer Dinge gleichzeitig aufnehmen zu können, nicht so wie oftmals behauptet wird, "Mach die Musik aus, du kannst dich nicht aufs lernen konzentrieren". Dadurch denke ich verändert sich aber auch die Art der Aufnahme, Fabeln sind schlicht und ergreifend zu langweilig um sich bei ihnen aufhalten zu können :whistling: !
    "Unterrichten"??? Ah 8o , geht es darum, was nicht sooooo langweilig ist, das es ganz klar aus der Schule oder von einem Lehrer kommen kann, kann nicht lehrreich sein oder wichtige Werte vermitteln... :rolleyes:
    Tausende von Eltern werden dir für solch eine Aussage dankbar sein :D !!!!

  • Keiko... was hast Du für ein Bild von den heutigen Kindern? :huh:
    Ich würde mal behaupten, dass der „klassische Zeigefinger“ bei mir gut funktioniert hat (und auch heute noch halbwegs funktioniert)...



    Wenn ich Eure Beiträge richtig verstanden habe, dann wäre „Vermitteln Animes keine Werte?“ eine treffende Umschreibung des Threadtitels?
    Zu dem Punkt Unterhaltung versus Wertevermittlung: ich glaube nicht, dass das Ziel das Gleiche ist, Keiko. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass bei zu viel Unterhaltung die Wertevermittlung unter den Tisch fällt, da keiner mehr darauf achtet.
    Andererseits können Werte auch vermittelt werden, indem man den Kindern den Weg weist. Oder anders gesagt: Bring die Kinder dazu, über ihr eigenes Handeln oder das Handeln anderer nachzudenken, wodurch sie sich ihre Werte bilden. Das würde ich als pädagogisch sinnvoller erachten als eine Aussage wie „Schützt die Welt vor Verschmutzung denn wir haben nur die eine!“ - und ich denke schon, dass es genügend Animes gibt, die zum Nachdenken anregen.
    Ob „Naruto“, et cetera dazugehören kann ich allerdings nicht sagen, da ich diese Animes noch nie geschaut habe.
    Natürlich können wir bei fast jeder Serie und jedem Film (ob Anime oder nicht) auf Teufel komm raus Elemente entdecken, die zum Nachdenken anregen könnten. Aber machen wir das mal am Beispiel „Pokémon“ (einer der zwei Animes, die ich auf RTL2 geschaut habe, allerdings zu einer Zeit als ich Animes noch nicht bewusst wahrgenommen habe)... man könnte Rocko als Beispiel dafür nehmen, dass man das tun soll was einem Spaß macht und nicht das, was andere von einem verlangen (er verlässt die Arena um mit Ash zu reisen, wenn ich mich recht entsinne). Aber auch das Team Rocket vermittelt etwas. Und zwar, dass man nicht sehr beliebt ist, wenn man anderen Leuten Schlechtes tut.


    Mir würde das ein oder andere Beispiel eines Animes einfallen, der zum Denken anregt, allerdings richten sich diese Animes eher an ein älteres Publikum (ältere Jugendliche/Erwachsene) und nicht an Kinder.
    Aber auch im Bereich der Animes für Kinder (bzw. für die ganze Familie) finden wir Animes mit der Absicht, Werte zu vermitteln und/oder zum Denken anzuregen. Ein Beispiel wären die Filme Miyazakis Filme.



    Nochmal kurz zu Deiner letzten Aussage, Keiko - meiner Meinung nach sollten Lehrer nicht dazu da sein, Werte zu vermitteln. Wenn überhaupt, dann sollten sie diese festigen... zum Vermitteln sind die Eltern da! Die Lehrer sind - meiner Meinung nach - hauptsächlich zum Vermitteln von Wissen da. Und das funktioniert dann gut, wenn der Unterricht interessant ist. Nein, nicht unterhaltsam. Interessant und auch ein Stück weit fordernd (also wenn die Schüler nachdenken müssen und nicht alles serviert bekommen)...

    Falls Fragen zu Themen wie der Beitragserstellung bestehen kann man sich gerne an mich wenden :)


  • Zitat von Keiko

    Das Ergebnis zählt, nicht der Weg dorthin ;) ...

    Whoa, warte, du redest bereits über die Methode, während ich noch deine Definition von "pädagogisch" anstreiten möchte :rolleyes: ? Und du bewegst dich auf dünnem Eis mit deiner Definition bisher, philosophisch gesehen :whistling: ... Aber wenn dies deine Meinung ist, einverstanden, wir können das durchaus nutzen, du weißt ja, ich bin der letzte, der dich davon abhalten würde, auf dünnes Eis zu gehen ^^ .
    ...
    Oh :huh: , das hat in Gedanken netter geklungen, aber was geschrieben wurde, ist geschrieben wurden, nicht wahr :whistling: ...?

    Zitat von Keiko

    Dadurch denke ich verändert sich aber auch die Art der Aufnahme, Fabeln sind schlicht und ergreifend zu langweilig um sich bei ihnen aufhalten zu können :whistling: !

    Come on :rolleyes: ... Du beschuldigst die heutigen Kinder abgedrehte Mutanten zu sein und daher unfähig zu sein, eine Fabel unterhaltsam zu finden? Hey, mir ist auch klar, dass du eine Fabel sicherlich nicht in in einem Fashion-Magazin oder auf RTL2 antreffen wirst, aber die mangelnde Bekanntheit sagt doch nichts über die Effektivität aus. Diese Dinger sind keine Gedankenkontrollmechanismen, sondern moralische Normen, kein Kind wird dazu gezwungen, irgendetwas zu tun und Kinder werden natürlich in manchen Fällen im Mangel besseren Verständnisses nicht diese Normen sofort praktisch umsetzen, aber dies spricht doch nicht dagegen von dem Versuch die Normen zu vermitteln als ZU pädagogisch zu reden. Und die Form ist natürlich dem Zeitgeist entsprechend, aber das Ziel ist doch hier dasselbe, denke ich. Aber dies umfasst nicht das Senken des Niveaus der pädagogischen Anstrengungen, der Standard ist am Ziel des Pädagogischen orientiert und nicht an dessen Methoden ;) .

    Zitat von Keiko

    Ferner gebe ich auch zu bedenken, das die Aufnahmefähigkeit des Menschen sich sehr wohl auch verändert, die Kapazität des Gehirnes hat sich jedenfalls verändert und mittlerweile sind wir tatsächlich dazu fähig mehrer Dinge gleichzeitig aufnehmen zu können, nicht so wie oftmals behauptet wird, "Mach die Musik aus, du kannst dich nicht aufs lernen konzentrieren".

    So laut Wagner zu hören, muss sich ja auch negativ auf das Gehör auswirken :whistling: ... Etwas, was man bedenken sollte neben der Konzentration oder ^^ ?

  • :kyellowcard: Back to Topic!!!!


    @STFan: Ein interessanter Punkt, sprechen wir hier auch von Filmen oder nur vom nachmittäglichen Unterhaltungsprogramm...
    Miyazaki hat soweit ich es weiß nur eine Serie ins Fernsehen gebracht und das war "Heidi"! Eine gute alte Serie, wenn man dem Grundgedanken des Threads Glauben schenken kann und damit "pädagogisch wertvoll", oder??
    Das nebenher noch eines der "Klassischsten" Kinderbücher Pate stand, macht das Anime noch besser :D !
    Nein, kommen wir doch zu einer Sache, die mir persönlich am meisten aufstößt: Sind Animes etwa schlechter als Zeichentrick??
    Wenn ich mir Disneychanel, Cartoon-Network usw. ansehen, muß ich sagen, das ich dagegen Animes wirklich, wirklich als hochwertiger empfinde...
    Und das denke ich sollte doch in dieses Thema mit einbezogen werden. Gut man kann jetzt sagen "Unter den Blinden ist der Einäugige König", aber was Disney macht ist meines Erachtens sehr weit von pädagogisch entfernt... Guter Nonsens teilweise, aber oft nicht einmal das !!! :whistling:


    STFan... Interessant & Unterhaltsam gehen für persönlich Hand in Hand, was nicht interessant ist, ist für mich auch nicht unterhaltsam... ;)


    Morgoth : Luv... :rolleyes:
    Fabeln stellen doch bedingt heutzutage das Grundgerüst von sehr vielen Geschichten dar und mögen alleine deswegen in ihrer Urform überholt sein... Grimms Märchen kennt auch jeder, aber werden sie auch gelesen?? Jedenfalls von... Ja, von wem eigentlich...
    Es fehlt hier die Definition der Altersgruppen, oder?? Grimms Märchen wurden irgendwann (im Idealfall) vorgelesen, ebenfalls wie Fabeln in diese Kategorie passen, aber ich denke immer noch nicht, das man ab einer bestimmen Altersgruppe damit noch begeistern kann.


    [spoiler=Offtopic]

    Whoa, warte, du redest bereits über die Methode, während ich noch deine Definition von "pädagogisch" anstreiten möchte :rolleyes: ? Und du bewegst dich auf dünnem Eis mit deiner Definition bisher, philosophisch gesehen :whistling: ... Aber wenn dies deine Meinung ist, einverstanden, wir können das durchaus nutzen, du weißt ja, ich bin der letzte, der dich davon abhalten würde, auf dünnes Eis zu gehen ^^ .
    ...
    Oh :huh: , das hat in Gedanken netter geklungen, aber was geschrieben wurde, ist geschrieben wurden, nicht wahr :whistling: ...?

    8| ... Morgoth... Das ist nicht dein Ernst, oder?
    Keinerlei Argumente, auch beim 100 x durchlesen, nur eine billige Provokation... :huh:
    Nebenher eine Drohung & eine Beleidigung von der oberflächlichsten Sorte... :|
    Dir ist klar, das du damit unser beider Intelligenz beleidigst??? X(
    Ich bin schwer enttäuscht ;( ...
    Und du denkst doch nicht allen Ernstes, das ich es zulasse, das du einer deiner Spiele mit mir treibst? 8| ...noch dazu in einem Bereich für den ich zuständig bin???
    Back to the Topic, wenn du erwartest von mir ernst genohmen zu werden!!! ;)
    Ich hoffe das war dir jetzt "Pädagogisch" genug! :D

  • Nein, nein, was ich meinte, war die Frage, was für dich dann "pädagogisch" sein soll, Keiko ;) . Denn wie ich weiter oben argumentiert habe, ist die Existenz einer Botschaft noch kein Grund von "pädagogisch" zu reden. Wenn du dann meinst, dass eine Fabelstruktur nicht mehr für die heutige Jugend zugänglich ist, so ist natürlich die Frage, wie dann deiner Meinung nach "pädagogisch" als Eigenschaft einer Geschichte aussehen soll. Was mir an deiner Argumentation mangelt, ist die "pädagogische" Alternative zur Fabelstruktur, wenn jene angeblich nicht ihren Zweck erfüllen kann aufgrund der durch den Zeitgeist vorhandenen Einflüsse. Überhaupt bin ich der Meinung, dass trotz des Mangels fabel-ähnlicher Strukturen der Begriff "pädagogisch" nicht heruntergestuft werden sollte, bloß weil etwas seltener wird, verändert es noch lange nicht dessen Eigenschaften, wir erklären schließlich besonders kalte Winter auch nicht zur Eiszeit, bloß weil jene so selten auftreten und deshalb den Standard für eine "Eiszeit" runterschrauben sollen nach deiner Logik oder :rolleyes: ?



  • Erstmal muss ich eins sagen. ich lach mich kaputt. ^^
    Ich bin seit langen endlich mal dazu gekommen diese Beiträge zu lesen und muss mit Gebannten Augen lesen wie eine heiße Diskussion hier von statten läuft.
    Mein größter Respeckt an alle die so viel und so gut schreiben können. In euren Augen müssen meine Texte auf Kindergartenniveau sein.


    So nun denn, ich muss euch recht geben und auch gleizeitig unrecht geben XD.
    Speziell war das Nachmittagsprogramm gemeint weil es von denen mehr Merchandise gibt als von den anderen Animes.
    Auch habe ich mich blöde ausgedrückt und behauptet das bei "Captain Planet" jedes mal gesagt wurde "Schützt die Welt wir haben nur die" zu allgemein war. Es wurden Wege mittel gezeigt wie man die Umwelt schützt z.B. Mülltrennung, das 1 Tropfen Öl 500 Liter wasser verunreinigt, das man Aball richtig in den Mülleimer wirft und nicht nurhalbherzig entsorgt daneben usw.
    Bei den damaligen Zeichentrick wurde mehr darauf geachtet das sie Kind und Eltern gefallen. Wer kann heute sagen das seine Mutter mit ihm Pokemon sieht.
    Meiner Mutter haben sehr viele Serien sehr gut gefalle, Heide (wurde mir gesagt das des ein Anime ist, kanns aber net glauben), Hanni und Nanni (könnt auch einer sein wäre mir auch suspeckt), Calimero, Alfred Jodokus Quack (...), Schatzinsel und einige mehr wo wahrscheinlich die Seite sprengen würde :D . Meine Mutter hat nur 5min Pokemon geshen und ist aus dem Wohnzimmer gestürmt und meine "Ohh mein Gott des ist was für Behinderte". Heute muss ich ihr zustimmen. Viele Serien sind wenn man sie Durchdenkt sehr unlogisch.


    Naja aus manchen Posts wo ich gelesen habe bzw. mir verständlich machen konnt kam die Moral raus "Kinder wollen nix lernen, sie wollen unterhalten werden".
    Ob die Zeichentrick von damals Pädagogisch sinnvoller sind, hmm, weis nicht, was ich sagen kann ist, sie waren Alltagnaher und logischer.


  • Mein größter Respeckt an alle die so viel und so gut schreiben können. In euren Augen müssen meine Texte auf Kindergartenniveau sein.

    Was für ein Unfug, ich bin selber Legastheniker... Also, es geht ja wohl eher darüber was man zu sagen hat, nicht wie ;) !

    Wer kann heute sagen das seine Mutter mit ihm Pokemon sieht.

    Oh, ich kenne sehr wohl jemanden, der musste Händchen halten mit Muttern, das diese heulend im Kino saß & sich den ersten Pokemonfilm ansah.... :rolleyes:

    Meine Mutter hat nur 5min Pokemon geshen und ist aus dem Wohnzimmer gestürmt und meine "Ohh mein Gott des ist was für Behinderte". Heute muss ich ihr zustimmen. Viele Serien sind wenn man sie Durchdenkt sehr unlogisch.

    Ich weiß nicht, es gibt Mütter die finden die ganz niedlich, diese Pokemons, nur stellt sich hier die Frage, was war eigentlich zu erst da, das Spiel oder die Serie??????? Denn wenn die Serie auf dem Spiel aufbaut, würde ich doch sagen, das natürlich kein tieferer Inhalt enthalten sein muß, sondern das Ganze nur ein Questumsetzung darstellt...
    Ich finde aber auch hier kann man sehr viel wertvolles daraus ziehen, wenn man die Pokemon selbst als Tiere betrachtet, dann geht der Anime wohl um den Umgang mit Tieren und deren Umwelt ;) .
    Denke mal den Gedanken weiter :rolleyes: .

    Nein, nein, was ich meinte, war die Frage, was für dich dann "pädagogisch" sein soll, Keiko ;) . Denn wie ich weiter oben argumentiert habe, ist die Existenz einer Botschaft noch kein Grund von "pädagogisch" zu reden. Wenn du dann meinst, dass eine Fabelstruktur nicht mehr für die heutige Jugend zugänglich ist, so ist natürlich die Frage, wie dann deiner Meinung nach "pädagogisch" als Eigenschaft einer Geschichte aussehen soll. Was mir an deiner Argumentation mangelt, ist die "pädagogische" Alternative zur Fabelstruktur, wenn jene angeblich nicht ihren Zweck erfüllen kann aufgrund der durch den Zeitgeist vorhandenen Einflüsse.

    Screw ya, hon... :rolleyes: Das ist immer noch Off-Topic und dazu müsstest du eigentlich ein eigenes Thema erstellen, Baka!!! :S
    Aber nun, bitte:Pädagogisches von und mit Keiko-sama

    Zitat

    Überhaupt bin ich der Meinung, dass trotz des Mangels fabel-ähnlicher Strukturen der Begriff "pädagogisch" nicht heruntergestuft werden sollte, bloß weil etwas seltener wird, verändert es noch lange nicht dessen Eigenschaften, wir erklären schließlich besonders kalte Winter auch nicht zur Eiszeit, bloß weil jene so selten auftreten und deshalb den Standard für eine "Eiszeit" runterschrauben sollen nach deiner Logik oder :rolleyes:

    Tun wir nicht???????? :huh:
    Soweit ich mich entsinne, machen wir das jeden Winter :whistling: .

  • Zitat von Daniel W

    Bei den damaligen Zeichentrick wurde mehr darauf geachtet das sie Kind und Eltern gefallen. Wer kann heute sagen das seine Mutter mit ihm Pokemon sieht.

    Vielleicht nicht „Pokémon“... aber ich habe teilweise zusammen mit meiner Mutter „Spongebob“ geschaut (und das ist noch nicht so lange her) :whistling:



    Zitat von Daniel W

    Ob die Zeichentrick von damals Pädagogisch sinnvoller sind, hmm, weis nicht, was ich sagen kann ist, sie waren Alltagnaher und logischer.

    So... jetzt aber zurück zu den Animes... ich glaube, so alltagsfern sind auch die Animes auf RTL2 nicht. Natürlich kannst Du Dir im wirklichen Leben keine Monster aus Karten beschwören und keine Tiere in Bällen fangen... aber es werden doch zwischenmenschliche Probleme et cetera behandelt. (OK... bei Spongebob teilweise auch ... können wir „Spongebob“ als pädagogisch sinnvoll einstufen?)



    Zitat von Daniel W

    Speziell war das Nachmittagsprogramm gemeint weil es von denen mehr Merchandise gibt als von den anderen Animes.
    Auch habe ich mich blöde ausgedrückt und behauptet das bei "Captain Planet" jedes mal gesagt wurde "Schützt die Welt wir haben nur die" zu allgemein war. Es wurden Wege mittel gezeigt wie man die Umwelt schützt z.B. Mülltrennung, das 1 Tropfen Öl 500 Liter wasser verunreinigt, das man Aball richtig in den Mülleimer wirft und nicht nurhalbherzig entsorgt daneben usw.

    Als etwas moderneres Beispiel könnte man sicherlich solche Zeichentrickserien wie „Die Simpsons“ oder „Futurama“ nehmen; allerdings muss man bei beiden schon etwas nachdenken um auch die Botschaften zu verstehen. OK... sie sind vielleicht auch nicht unbedingt wirklich kindgerecht...
    Aber bei Animes... hmm... das Problemchen ist, dass ich die aus dem Nachmittagsprogramm von RTL2 nicht wirklich kenne, da ich die nicht geschaut habe (bis auf früher „Sailor Moon“ und etwas später „Pokémon“)... aber wird bei „Pokémon“ - wie Keiko schon sagte - nicht etwas zu Umgang mit Mensch, Tier und Natur gelehrt? Vielleicht nicht nur durch irgendwelche platten Belehrungen (um das mal so auszudrücken), sondern auch durch Konfliktentstehungen, Handlungen, ... - also werden die Kinder (wie ich in meinem obigen Post schon erwähnte) zum Nachdenken angeregt.



    Zitat von Keiko-sama

    STFan... Interessant & Unterhaltsam gehen für persönlich Hand in Hand, was nicht interessant ist, ist für mich auch nicht unterhaltsam...

    Hmm... ich finde etwas interessant, wenn es spannend ist - unterhaltsam ist es für mich auch, wenn es zum Beispiel humorvoll ist.



    Zitat

    Grimms Märchen kennt auch jeder, aber werden sie auch gelesen?? Jedenfalls von... Ja, von wem eigentlich...
    Es fehlt hier die Definition der Altersgruppen, oder?? Grimms Märchen wurden irgendwann (im Idealfall) vorgelesen, ebenfalls wie Fabeln in diese Kategorie passen, aber ich denke immer noch nicht, das man ab einer bestimmen Altersgruppe damit noch begeistern kann.

    Ach... ich habe nichts gegen Märchen... ich gebe zwar zu, dass ich schon ewig keine mehr gelesen habe, wäre jedoch nicht abgeneigt, einfach mal eine Märchensammlung in die Hand zu nehmen und darin zu lesen.
    Aber damit kommen wir zu einem anderen Punkt: Auch wenn „Naruto“ und andere Animes so weit zensiert wurden (soweit man hört), dass sie auch für jüngeres Publikum geeignet sind, so wurden sie ursprünglich doch für ältere Jugendliche/Erwachsene konzipiert und hatten von daher auch kein wirklich pädagogisches Ziel.
    Von daher ist es etwas schwierig, Zeichentrick für Kinder mit dem Nachmittagsprogramm von RTL2 zu vergleichen.



    Falls Fragen zu Themen wie der Beitragserstellung bestehen kann man sich gerne an mich wenden :)


  • Rom wurde nicht an einem Tag gebaut, Keiko :whistling: ... Wir sind dabei den Grundstein für das eigentliche Thema zu legen, zumindest ist in dem Blog endlich die nötige Antwort gefallen: Ein pädagogisches Werk soll den Zuschauer, Leser, whatever dazu befähigen ein vollständiges Mitglied der Gesellschaft sein zu können... Und JETZT können wir zum eigentlichen Thema dieser Diskussion kommen (es gibt schließlich soetwas wie Ordnung beim Bearbeiten eines Themas :whistling: ...): Sind Animes pädagogisch?
    Was ist der Beitrag der Animes zur Gesellschaft? Ich bin immer noch der Meinung, dass das Vermitteln von Allgemeinwissen nicht dem Adjektiv "pädagogisch" gerechtfertigt ist und mehr in der Sache involviert werden sollte als nur ein Pokemon mit der Meinung, dass man als Nichtschwimmer nicht den Atlantik ohne Boot durchqueren kann :whistling: . Pädagogisch sollte doch auch immer eine Reflektion enthalten oder? Zumindest wenn es um narrative Strukturen geht, denn ansonsten könnte man ja genauso gut dem Zuschauer ein wissenschaftliches Lehrbuch hinlegen mit den Worten: "Live with it, learn from it - and don't expect to be provided any entertainment while doing that...". Schon Fabeln haben dieses Prinzip des Unterhaltens und Unterrichten verfolgt (gut, es WAR unterhaltsam, aber es ist ein Ansatz, der vor dreihundert Jahren scheinbar funktioniert hat :whistling: )... Aber um auf die "Reflektion des Lesers/Zuschauers/whatever zurückzukommen: Wenn es um gesellschaftliche Einbindung geht, dann sollte es doch darum gehen, nicht nur zu wissen, was die Gesellschaft von einem verlangen wird, sondern es auch zu verstehen (der Grund, warum manche Eltern zu fiktionelle Werke als gehirnschädigend ansehen für ihre angeblichen zukünftigen "Oxford-Studenten", es fehlt bei sowas oft der offensichtliche Bezug zur Realität). Ich sehe also diese banalen Serien/Filme/whatever nicht als "pädagogisch" an, wenn an irgendeiner Stelle der Handlung einer der Charaktere die Moral einem so offensichtlich aufs Brot schmiert, dass man die Worte "Message Time" fast schon auf der Stirn des sprechenden Charakters erkennen kann. Pädagogisch ist das nicht... Ich finde, es muss ein wirkliches Interpretieren und Verstehen stattfinden und die Botschaft soll dann nur bestätigen, was man bereits selber gelernt hat, es sollte nicht so wirken als müsste man versuchen dem Zuschauer/Leser/whatever irgendeine Argumentation aufzuzwingen :rolleyes: . Und deswegen reicht die Botschaft alleine nicht, sondern auch die Art und Weise wie man es anstellt, sollten das Verstehen fordern anstatt einfach irgendeine vorgekaute Botschaft verkauft zu bekommen...

  • Mit der Guttenberg-Sache dieser Tage sollte man so oft wie möglich zitieren oder es komplett vermeiden, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass man der "Quadratur des Kreises" nicht gewachsen sein könnte :whistling: ... Oh und wenn wir gerade dabei sind, kennt ihr den schon 8o : "Kommt jemand ins Verteidigungsministerium und fragt wo der Kopierer ist und da wird ihm geantwortet 'Sorry, der ist abgetreten.' "
    *räusper*
    Aber back to topic bevor sich Keiko beschwert ^^ ... Gut, Fabeln mit ihren Epimythionen sind offensichtlich, aber sie fassen zusammen, was man durch die Fabel gelernt hat zu verstehen statt wie diese Popcorn-Message-Times, wo man den Helden hat, den Bösewicht, der Held ist dabei den Bösewicht zu besiegen und die Handlung komplett simpel einfach nur Gut gegen Böse ist und auf einmal beginnt der Held einen verdammt pathetischen Monolog über Gleichheit und Freiheit - auch wenn es mit der simplen Handlung recht wenig zu tun hat, da sie mit Good vs. Evil schon locker erklärbar war. Diese pathetischen Botschaften, die, vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, einfach mit eingebaut werden, bloß um den Eindruck irgendeiner Art von Botschaft zu vermitteln, sind es, was vielen Serien und Filmen die Illusion von "pädagogisch" gibt, denke ich. Nur davon zu reden, heißt noch lange nicht, dass man dem Ziel des "Unterrichtens" wie man es bei der Fabel findet gerecht wird ^^ .

  • darf ich auch mal was sagen?
    wundert dich das :rolleyes:
    fabeln sind gut für kinder und gut für ihre entwicklung. und es passt in die erziehung von ihnen. aber teenager? das glaub ich bisschen weniger das dieses lehrreich und pädagogisch sein soll. ok gut, manche sinds, aber das sei mal dahingestellt von der welt.
    zur eigentlichen frage wollte ich mich schon die ganze zeit mal melden, kam aber iwie nicht dazu. entschuldige morgoth. :P
    ich finde schon das es an vielen stellen fehlt. bei manchem anime ist einfach zu viel sexualität dabei und manche sind einfach zu trocken. ich finde es sollten mehr aspeckte der kinderfreundlichen erziehung reingebracht werden. es müsste eigentlich eine mittelschiene gefunden werden, aber ob das jemals geschehen wird? ich meine einige animes haben ja soetwas an sich, siehe sailor moon und beyblade. (verzeits mir, ich bin ebend eins altes animes häschen <.<) . Hidamari Sketch zb ist auch gut, ist sehr witzig und ist meiner meinung nach pädagogisch sinnvoll. es ist liebe drinne und die selbstständigkeit an sich auch. die freundschaft und co. hanamaru kindergarten ist da auch ein sehr schönes beispiel. ein ganzer anime nur voller kinder und aus deren alttag, auch wenn es kurios ist. die themen sind erstklassig und auch wenn es ein bisschen verwirrend manchmal ist, trifft es doch voll in die kinderherzen und vermittelt eine wundervolle pädagogik.
    ich finde es ist zu viel sexualität in vielerlei animes. zumindest in den heutigen animes. damals war das ja ganz anders, da wurde noch "freundschaft" und pädagogik groß geschrieben.
    heute ist es ja irgendwie gang und gebe das sich sexualität mindestens in 3 folgen hochgepriesen wird, das is schrecklich <.<
    aber um nicht zehn tage rund rum zu reden, ich finde Ja.


    Morgoth : was hat das jetzt mit guttenberg zu tun?



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    Sake, eh?




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