[feedback] x gegen unendlich

  • Wenn ich solche Gedichte lese, frage ich mich immer, warum 1. die Lehrer immer gleich annehmen, dass nur psychisch Geschädigte solche Gedichte schreiben können und 2. warum jemand überhaupt so etwas für den Unterricht schreiben würde.
    Wenn ich so zurückdenke, scheint ja dein Deutschunterricht recht kreativ zu sein, Blacksad, denn ziemlich oft stellst du ja Geschichten ins Forum, die was mit einer Schulaufgabe zu tun haben. Tolle Deutschlehrerin, muss ich schon sagen ^^ . Nicht das ich meine Lehrerin schlecht fand, bei der ein so niedriges Niveau herrschte, dass man selbst mit einer Nebenbeschäftigung noch locker die Klausuren mit maximaler Bewertung bestehen konnte. Aber diese Förderung der kreativen Leistung ist sicherlich ein interessanter Lehrstil, auch wenn man wohl eine gewisse Thematik schon fordern sollte, sowie ein wenig literaturhistorischen Stoff auch einarbeiten sollte. Aber egal, ich will nicht über pädagogische Inhalte diskutieren, sondern über dieses Gedicht ^^ ...


    Um also zu den anfangs gezeigten Problemen zu kommen... Warum hast du so etwas geschrieben :huh: ?! Ich meine, Literatur und besonders Dichtung sollte was Persönliches sein, kein schöngereimtes objektives Fiktionsbild. Daher ist es für mich auch schwierig, wirklich zu bewerten, wie gut das Gedicht ist, denn was drückt es denn dann aus wenn zu Eingang schon der Autor sagt, dass es mit ihm nichts zu tun hat? Dichten ist sicherlich kein objektiver Vorgang, wo ein Gegenstand erschaffen wird, der nach dessen Fertigstellung in keinerlei Zusammenhang mit seiner Umgebung steht.
    Daher, bevor ich wirklich auf das Gedicht eingehe, wäre es schön, wenn du ein paar Bemerkungen zu dem Gedicht und dessen Aufbau geben könntest, damit eine Relation für die Bewertung da ist ;) .

  • Also ich hab nirgendwo gesagt das das Gedicht nichts mit mir zu tun hat es hat was mit mir zu tun, wenn auch mit nem alten ego bzw. einer erkenntnis und phase die ich überwunden hab genauer gehe ich darauf nicht ein weil mir das zu persönlich ist. Die Aufgabenstellung zu dem Gedicht war zur Unterrichteseinheit "Weltbilder" wir haben uns vorher mit zwei Gedichten und zwar "Was ist die Welt" von Hoffmanswaldau und "Prometeus" von Goethe beschäftigt wir sollten ein gedicht in 2 Teilen schreiben im erdsten Teil das schlechte in der Welt beschreiben und im zweiten Teil dann eine Lösungs geben....meine Gedicht ist so zu verstehen: Wenn man nur das schlechte in der Welt sieht kann man sich auch gleich umbringen weil wenn man erstmal in diesem Negativen Strom ist kommt man da nur selber wieder raus..

  • Zitat

    Also ich hab nirgendwo gesagt das das Gedicht nichts mit mir zu tun hat es hat was mit mir zu tun, wenn auch mit nem alten ego bzw. einer erkenntnis und phase die ich überwunden hab genauer gehe ich darauf nicht ein weil mir das zu persönlich ist.

    Ah, sorry, da hab ich dich wohl missverstanden ;) ... Jedenfalls macht das die Interpretation schon wesentlich interessanter - einer meiner Dozenten pflegt immer zu sagen, dass die größten literarischen Werke immer etwas mit dessen Autoren zu tun haben ^^ .

    Zitat

    Die Aufgabenstellung zu dem Gedicht war zur Unterrichteseinheit "Weltbilder" wir haben uns vorher mit zwei Gedichten und zwar "Was ist die Welt" von Hoffmanswaldau und "Prometeus" von Goethe beschäftigt wir sollten ein gedicht in 2 Teilen schreiben im erdsten Teil das schlechte in der Welt beschreiben und im zweiten Teil dann eine Lösungs geben

    Literaturhistorische Entwicklung von Motiven, hmm ^^ ... Und das Erlernte dann gestaltend interpretieren - wirklich interessanter Lehrstil ^^ . Aber ob sich das tatsächlich lohnt und ob jeder lernt, was er daraus lernen soll ist mehr als fraglich. Naja, egal...

    Zitat

    meine Gedicht ist so zu verstehen: Wenn man nur das schlechte in der
    Welt sieht kann man sich auch gleich umbringen weil wenn man erstmal in
    diesem Negativen Strom ist kommt man da nur selber wieder raus..

    Hmm, ich denke der "nur das schlechte in der Welt sehen"-Part ist mehr als deutlich erkennbar ^^ ... Der zweite Part ist nur bedingt erkennbar, sicher, diese rhetorischen Fragen und vielleicht die Annahme, dass die düstere Beschreibung eine Hyperbel mit einem ironischen Unterton sein könnte, würde wohl lediglich zu der Ansicht führen, dass die Welt vielleicht doch nicht so düster und ausweglos ist wie beschrieben. Die Signifikanz der Findung einer subjektiven Lösung sehe ich aber nicht in dem Gedicht.
    Und "mein Gedicht ist so zu verstehen" ist sicherlich eine unachtsame Wortwahl, da es wie die Annahme klingt, dass jenes Gedicht nur auf eine Weise zu lesen wäre ;) .