Datenleck bei SchülerVZ

  • Informationsdiebstahl in großem Stil: Einem Blogger wurden offensichtlich Daten von über einer Million Nutzer der Teenager-Plattform SchülerVZ zugespielt.


    Insgesamt 15,5 Millionen Nutzer tummeln sich auf den sozialen Netzwerken StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ. Einige davon dürften sich nun Sorgen um ihre Daten machen.



    Dem Betreiber des Blogs Netzpolitik wurde nach eigenen Angaben ein Satz mit mehr als einer Million Nutzerdaten des Schülernetzwerks SchülerVZ zugespielt. Ein Teil davon enthält nicht nur Informationen wie Profil-ID, Name und Schule, sondern auch Geschlecht, Alter und Profilbild.


    Nach Angaben von Netzpolitik-Blogger Markus Beckedahl lassen sich mit den Listen bestimmte Datenabfragen erstellen, so etwa "alle Schülerinnern im Alter von 13, die in Siegen wohnen samt Bild und ihrer Schule". Da das Netzwerk exklusiv für Nutzer zwischen 12 und 18 Jahren gedacht ist, bergen solche Informationen einige Brisanz.


    Beckedahl geht davon aus, dass die Daten durch eine Sicherheitslücke abgefischt wurden. Bereits 2006 hatte die Partnerseite StudiVZ die Kritik von Datenschützern auf sich gezogen, weil durch einen Fehler Profilinformationen auch dann zugänglich waren, wenn sie vom Benutzer als "privat" markiert wurden.


    Die Verantwortlichen von SchülerVZ äußerten sich im offiziellen VZblog: Demnach habe ein einzelner SchülerVZ-Nutzer eine Vielzahl von Profilen aufgerufen und Kopien der sichtbaren Daten angelegt. "Es handelt sich hierbei explizit nicht um Daten wie Postadressen, E-Mail-Adressen, Zugangsdaten, Telefonnummern und Fotoalben", so die Stellungnahme weiter. Man habe die Datenschutzbehörden informiert und rechtliche Schritte gegen Unbekannt eingeleitet.


    Für SchülerVZ geht es bei der Angelegenheit auch um die eigene Glaubwürdigkeit. Auf ihrer Seite versprechen die Betreiber: "Darauf kannst du dich verlassen: Deine Daten gehören dir. Du allein bestimmst, wer deine persönlichen Daten sehen darf."


    quelle

  • Es ist die Verantwortung jedes einzelnen was und wieviel er/ sie von sich preisgibt im Internet. Jeder kann das kopieren und für negative Zwecke gebrauchen, das ist genauso schlimm, wie wenn es Millionen von Daten sind von Millionen von Menschen.
    Deshalb sollte man eher Jugendliche schulen oder aufklären darüber, welche Nachwirkungen es haben kann, wenn man die halbnackten Fotos von sich ins Internet stellt, schließlich kann das wirklich jeder einsehen, auch der zukünftige Arbeitgeber, vor dem man seriös wirken möchte ^^