Vorwürfe gegen Steam: "Valve nutzt viele Leute aus"

  • Gearbox-Chef fordert unabhängigen Online-Distributionskanal


    Schwere Vorwürfe gegen Steam, die digitale Spielevertriebsplattform von Valve, hat der Chef des Entwicklerstudios Gearbox geäußert. Randy Pitchford traut dem Distributionskanal nicht - und er hält wenig von ähnlichen Bemühungen aus dem Hause Microsoft.


    "Valve nutzt viele Leute auf eine Art aus, die einfach nicht okay ist. Valve nimmt einen größeren Anteil, als für den gebotenen Dienst gerechtfertigt wäre. Sie beuten viele der kleinen Unternehmen aus", sagte Randy Pitchford, Chef des Entwicklerstudios Gearbox, in einem Interview mit der US-Site Maximumpc.com über den zu Valve gehörenden Vertriebskanal Steam. "Was uns große Jungs angeht: Wir verkaufen unsere Stückzahlen und uns geht es gut." Pitchford würde es begrüßen, wenn Steam unabhängig von Valves Aktivitäten als Entwickler und Publisher operieren würde.



    Der Downloaddienst Steam ist momentan die wichtigste internationale Plattform für den digitalen Vertrieb von PC-Spielen. Auch einige große Publisher wie Electronic Arts oder Ubisoft bieten ihre Titel über den Kanal an. Aus Branchenkreisen ist hinter vorgehaltener Hand immer wieder die Befürchtung zu hören, dass Valve mit Steam langfristig zu mächtig werden könnte - eine öffentliche Diskussion hat es darüber bislang nicht gegeben.


    Unter manchen Spielern ist Steam unbeliebt, weil die dafür benötigte Software beim Ausführen von darüber gekauften Programmen im Hintergrund läuft und somit Systemressourcen benötigt. Ärger gibt es auch über die unterschiedlichen Preise, die US-Dollar- und Euro-Kunden für Spiele bezahlen müssen - auch Deutsche berappen meist mehr als US-Amerikaner für die gleiche Ware.


    Pitchford äußert sich auch über Microsoft: Das Unternehmen hatte immer wieder verlauten lassen, ebenfalls in den digitalen Vertrieb von PC-Spielen einsteigen zu wollen. Das soll über Games for Windows Live passieren - viel geschehen ist da abgesehen von einzelnen Erweiterungen noch nicht. Pitchford sieht die Ursache darin, dass bei Microsoft die Konsole Xbox 360 mitsamt der Onlineplattform Xbox Live deutlich höhere Priorität habe. Ihm wäre es allerdings am liebsten, wenn es einen wirklich unabhängigen Onlinevertriebskanal gäbe.
    Randy Pitchford ist Chef des von ihm mitgegründeten Entwicklerstudios Gearbox Software aus Plano, Texas. Das Unternehmen arbeitet derzeit unter anderem am Actionspiel Borderlands, das Ende Oktober für Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC erscheinen soll.


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  • zwar gibt es diese und andere vorwürfe gegen steam, aber man sollte auch andere sachen mitbeachten:


    1. steam ist ein sehr wichtiger anhaltspunkt für indie-spiele (durch steam werden diese auch recht populär)


    2. steam hat, wenn es um das spielemanagement geht sehr viele vorteile (vorallem das installieren von spielen und das entfernen)


    3. steam dient auch als kommunikationsplatform, wodurch es einfacher ist zB. mit freunden in einem server zu treffen


    und es gibt sicherlich auch andere punkte, die ich vorerst nicht ansprechen werde


    / natürlich gibt es auch sehr viele schwachstellen (wie zumeist bei allem), dass steam den übertriebenen USK-Zensuren befolgt, dass die spiele permanent an das eigene konto gebunden sind (wobei es für manche doch ein pluspunkt ist) und nicht zuletzt, dass steam sich seinen lukrativen markt gierig wegschnappt (wenn man die veröffentlichung von steam für den mac aber nicht für linux betrachtet)

  • 2. steam hat, wenn es um das spielemanagement geht sehr viele vorteile (vorallem das installieren von spielen und das entfernen)


    Ganz ehrlich den kannst du streichen, es ist weder besser noch schlechter als andere Installation Programme usw.. es hat zwar einen Kopf den man direkt drücken muss statt über start->Programme zugehen aber das wars auch schon es bleiben genauso viele datei reste über wie bei allen anderen.


    Was mich mehr an Steam nervt ist das gewisse Titel eine Permanente Internet verbindung brauchen (naja bei anderen spielen ist das mitlerweile auch so die nicht von Steam kommen) und dabei möchte ich auch mall ohne netzt anschluss spielen können, dies ist aber wieder rum ein anderes Thema.


    Aber ich gebe dir recht in sachen indien spiele ist steam Top, aber Valve als solches nicht unbedingt (obwohl sich das bessert da sie auf Free4play gehen wollen zumindes etwas)

  • den 2. punkt finde ich schon berechtigt (meiner meinung nach)


    du hast einen gemeinsamen ordner, das kommt vorallem zugute, wenn spiele die gleiche engine teilen


    darüber hinaus geht es nicht nur um das installieren per knopfdruck, sondern auch um die problemlosen updates (andere spiele sind viel umständlicher zu updaten)


    steam ist ja auch für user mit breitbandverbindung ausgelegt, wo wiederrum dann auch eines der größten schwächen bei steam liegt


    / deshalb stimme ich dir auch nur teilweise zu, kite

  • skywalk meint wahrscheinlich, dass steam willkürlich mit den preisen rumhantiert und damit die kleinen leute "ausnutzt" und dazu gehören auch diese sonderangebote
    (für den verbrauche ist das allerdings optimal)


    soweit ich mich nicht irre, ist steam auch einer der onlineplatformen, die den onlinevertrieb von spielen mitvorangetrieben hat, wenn, dann es sogar durchsetzte.
    das könnte den riesigen marktanteil gerechtfertigen