Tatsunoko vs. Capcom Ultimate Allstars: Street Fighter light

  • Vorschusslorbeeren und Lobeshymnen hagelte es auf E3 2009 für das Wii-Spiel „Tatsunoko vs. Capcom“.


    Die „vs. Capcom“-Reihe lief Mitte der 90er-Jahre in den Spielhallen an, als der japanische Hersteller seine „Street Fighter“ gegen die Comicfiguren X-Men in den Ring schickte. Das Konzept ging auf, Fortsetzungen folgten und die Kämpferriegen wurden erweitert: Aus „X-Men vs. Street Fighter“ wurde „Marvel vs. Capcom“. Für den jüngsten Streich holte sich Capcom statt des US-amerikanischen Comicgiganten Marvel nun das Animationshaus Tatsunoko an Bord, das hierzulande nur wenigen bekannt ist.



    Die Charakterauswahl stellt bei „Tatsunoko vs. Capcom“ die erste Hürde dar: Die Tatsunoko-Charaktere sind weitestgehend unbekannt, der Spieler weiß nicht, was ihn erwartet. Die genial-simple Steuerung löst aber innerhalb kürzester Zeit etwaige Bedenken auf: Im Gegensatz zu anderen Prügelspielen, etwa dem hauseigenen „Street Fighter 4“, sind keine komplizierte Eingaben erforderlich, um beeindruckende Manöver auszuführen. Auf der A-Taste liegen die regulären, auf B die Spezialattacken. Drücken Sie A und B gleichzeitig, rufen Sie die wie ein Meteor einschlagenden Supermanöver ab. Durch einfache Richtungsangaben (links, rechts, oben, unten) verändern Sie den Angriff, den Ihr Recke ausführt. So feiern auch Anfänger schnell erste Erfolge und zaubern imposante Kombos auf den Bildschirm.


    Die Kombinationsattacken wären aber nur halb so imposant, wenn sie grafisch nicht so faszinierend in Szene gesetzt wären: „Tatsunoko vs. Capcom“ bringt die Wii mit scharfen und sauber animierten Charakteren, schön gestalteten Kampfarenen und bildschirmfüllenden Supermanövern ins Schwitzen – ohne dass das pfeilschnelle Spielgeschehen dabei ins Stottern gerät.


    Erster Eindruck: Tatsunoko vs. Capcom
    Das Prügelspiel räumte auf der E3 2009 den Preis für das beste Spiel seines Genres ab. Die Spiel-Eindrücke untermauern die Lobeshymnen der Übersee-Fachpresse. Wenn man seinem Gegner den ersten Riesenfeuerball um die Ohren schleudert und das Spiel auf dem Bildschirm vermeldet, dass man gerade über eine Milliarde Schadenspunkte ausgeteilt hat, kocht die Stimmung hoch und der Spaß fängt richtig an. Wenn Capcom den Titel genauso perfekt ausbalanciert wie „Street Fighter 4“ und den Online-Modus spendiert, von dem die Szene munkelt, steht der nächste Prügelhit an.


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