Heavy Rain: Das Spiel mit Gefühlen

  • Die Entwickler von Quantic Dreams bewiesen bereits 2005 mit
    „Fahrenheit“ ihr Können – doch der kommerzielle Erfolg blieb aus. 2010
    soll „Heavy Rain“ den PS3-Massenmarkt erobern. Auf der Gamescom sah die
    Redaktion eine frühe Fassung des Spiels und sprach mit Studiochef David
    Cage.


    „Wie weit würden Sie gehen, um einen Menschen zu retten, den Sie
    lieben?“ Mit dieser Frage leitete David Cage, Geschäftsführer von
    Quantic Dreams, die Präsentation von „Heavy Rain“ auf der Gamescom 2009
    ein. Damit umreißt er die Zielsetzung, die sich die Spieleschmiede für
    das Mammutprojekt gesetzt hat: Die Entwickler wollen Emotionen erzeugen
    und das Genre des spielbaren Films neu erfinden. Seit der ersten
    Vorstellung des Titels auf der Games Convention 2008 steigen die
    Erwartungen von Monat zu Monat. Die spielbare Demo-Version lässt auf
    Großes hoffen: „Heavy Rain“ sieht fantastisch aus, bietet verschiedene
    Lösungswege und zog Fachbesucher wie Fans binnen weniger Sekunden in
    den Bann.


    Ein lebendiger Spiel-Film
    Die
    auf der Gamescom vorgestellte Fassung enthielt eine kurze Episode, in
    der der bärbeißige Privatdetektiv und Ex-Polizist Scott Shelby die
    Hauptrolle spielt. Von den Ermittlungen der Polizei enttäuscht, heuern
    die Familien der Opfer des Origami-Killers Shelby an, um Licht in eine
    mysteriöse Mordserie zu bringen. Shelby hofft auf die Unterstützung des
    Ladenbesitzers Hassan, dessen Kind ebenfalls Opfer des Mörders wurde.
    Deshalb begibt er sich in dessen Geschäft.
    Die Szenerie ist düster, Shelbys Gesicht von Sorgen und Trauer
    gezeichnet. Trotzdem strahlt er Wärme und Sicherheit aus, als er den
    Mann hinter dem Tresen befragt. Selten zuvor sahen virtuelle Menschen
    derart realistisch aus. Besonders in Nahaufnahmen brillieren die
    Figuren mit gekonntem Mienenspiel und lebendiger Augenpartie. Der
    Ladenbesitzer will Shelby zunächst nicht helfen – egal, wie sehr der
    ehemalige Bulle ihn auch mit Fragen löchert.


    Das Dialogsystem ist einfach: Fragemöglichkeiten blendet das Spiel
    mit den entsprechenden Tastenkürzeln ein. In hektischen Situationen
    beginnen die Texte zu wackeln, sind kaum noch lesbar. Ein weiterer
    Hebel, der die Emotionen des Spielers anheizen soll.


    Einer der vier spielbaren Charaktere in „Heavy Rain“ ist der ehemalige Polizist Scott Shelby.


    Steuerungsprobleme und Entscheidungsfragen
    Die erste Befragung endet, Shelby macht sich auf die Suche nach einem
    Asthma-Spray im hinteren Teil des Ladens. Die Steuerung der Figuren ist
    ungewöhnlich: Wie in einem Rennspiel
    „beschleunigen“ Sie den Charakter durch das Halten der R2-Taste. Mit
    dem linken Analogstick entscheiden Sie über die Blick- und damit auch
    die Laufrichtung. Das ist gerade in schmalen Durchgängen
    gewöhnungsbedürftig, da die Figur sehr direkt reagiert und sich bereits
    bei der kleinsten Stick-Bewegung um die eigene Achse dreht. Dies sei
    aber eine Frage der Eingewöhnung, wie Cage versichert.


    Deutlich
    eingängiger präsentiert sich die Interaktion mit der Umgebung. In der
    Nähe benutzbarer Gegenstände erscheinen Symbole auf dem Bildschirm, die
    Ihnen anzeigen, wie Sie mit ihnen interagieren. So nehmen Sie in der
    vorgestellten Spielszene das Asthma-Spray aus dem Regal, indem Sie den
    Analogstick in die vorgegebene Richtung bewegen. Kämpfe oder andere
    kritische Situationen in „Heavy Rain“ laufen nach einem ähnlichen
    Muster ab. Auf dem Bildschirm tauchen Anweisungen auf, die Sie so
    schnell wie möglich ausführen. Reagieren Sie zügig genug, gelingt der
    Angriff – sind Sie zu spät dran, erwischt es Ihren Charakter.


    Nachdem Scott den Inhalator an sich genommen hat, teilt sich der
    Bildschirm. Wie in der Fernsehserie „24“ beobachten Sie nun einen
    Nebenschauplatz: Ein junger Mann mit einer Pistole betritt den Laden,
    will die Kasse plündern. Während Hassan um Luft ringt, bieten sich
    Ihnen mehrere Möglichkeiten. Schleichen Sie sich an den Gauner an und
    schlagen Sie ihn nieder oder versuchen Sie, ihn zum Gehen zu überreden?
    Für welche der beiden Vorgehensweisen Sie sich auch entscheiden, Ihre
    Handlungen haben Konsequenzen: Misslingt Ihr Angriff, wird Hassan
    niedergeschossen. Bedrängt Shelby den Räuber allzu sehr mit seinen
    Fragen, erwischt es ihn selbst. Oder aber der Privatdetektiv wählt die
    richtigen Worte und der Verbrecher ergreift die Flucht. Der
    Spielverlauf läuft bei jedem Spieler anders ab, Überraschungen sind
    programmiert. Mit einem letzten Gespräch zwischen Hassan und Scott
    endet die spielbare Demo – viel zu schnell.


    MEHR UNTER/QUELLE (COMPUTER SPIELE)

  • Hmmm.. das hört sich sehr interesant an da werde ich gleich mal ein bischen nachforschen!
    Ich habe Fahrenheit auch gespielt.Da bin ich ja mal gespannt.
    LG Asuki

  • Ein Spiel mit Gefühlen? Meiner Meinung nach dreht sich jedes Spiel um Gefühle.


    Was wäre denn bitte Silent Hill ohne Angst?


    Es gibt nur welche die es gut rüberbringen und manche dies garnet schaffen.


    Gerade Gefühle machen doch die Story erst zu einer richtigen Geschichte

  • Hatte Potential, aber auf meiner PS3 (Slim 160gb) hakte das Spiel nur bis hin zu Systemabstürzen. Hatte wohl einige das Problem.... Ärgerlich, hätte es gern gespielt.P

    "History is much like an endless waltz. The three beats of war, peace and revolution continue on forever."

  • Habe das Spiel auch öfter durchgespielt und alle möglichen Alternativ-Enden durchprobiert...war immer wieder ein Genuss mit viel Liebe in diesem Spiel :)


    Der Nachfolger "Beyond two Souls" kann da hoffentlich dann mithalten :D

    My chosen torture makes me stronger, in a life that craves the hunger, a freedom and a quest for life, until the end the judgment night. Watch the footsteps, but never follow, if you want to live tomorrow, steel a soul for a second chance. But you will never become a man..
    Devils will never cry !



  • Hab Heavy Rain Mitte des Jahres auch gespielt und platiniert (und das mit einer Ausnahme mit dem Move-Controller).


    Sehr sehr tolles Spiel. In einer Zeit, in der fast jedes dritte Spiel ein Shooter ist, was die Auswahl doch arg einschränkt, kommt Heavy Rain daher und zeigt, wie Innovation eigentlich funktioniert. Starke Story, starke Charaktere und ein sehr spannender Fall. Die Steuerung mit dem Move-Controller fand ich jetzt nicht so schwerfällig, wie einige immer behaupten. Nervig war nur die Trophäe, wo ich mit Ethan unfallfrei als Geisterfahrer über den Highway brettern muss (mich wunderts, dass bei den vielen Geisterfahrern auf deutschen Autobahnen, das Spiel nicht als Ursache angegeben wurde, sonst sind Videospiele doch an allem schuld). Aber Heavy Rain wird mir als innovatives und großartiges Spiel in Erinnerung bleiben, was man durchaus gespielt haben sollte, auch als X-Box- oder Nintendo-Spieler. Bisher rangiert Heavy Rain auf Platz 2 meiner liebsten Spiele dieser Konsolengeneration hinter Fallout 3.


    Beyond: Two Souls wird mit Sicherheit auch geholt und ich kann nur hoffen, dass Quantic Dreams ein ähnlich großartiges Spiel hinlegt.

    Aufgrund des baldigen Aus eines gängigen Bildhosters befindet sich diese Signatur auf unbestimmte Zeit im Umbau!

  • Ich habs schon 2mal durch. Beim ersten Mal war das Ende nämlich so unbefriedigend - alle waren tot. :(


    Beim 2ten Mal habens zwei wichtige überlebt. :(


    Ich fand die Story spannend und wie viele Entscheidungen Auswirkungen haben. Leider gings mir manchmal zu schnell. Ich hab oft nicht mal alle Möglichkeiten gelesen, da hat der Chara einfach schon losgeplappert, aber trotzdem hats Spaß gemacht.


    Irgendwann werd ichs wahrscheinlich noch mal spielen. Bin mal gespannt, ob dann alle Wichtigen überleben.