Nokia bringt Mini-Notebook auf den Markt

  • Nokia steigt in den PC-Markt ein. Erstmals will der weltgrößte Handy-Hersteller ein eigenes Mini-Notebook mit einem 10- Zoll-Bildschirm (25 cm) anbieten. Mit dem «Booklet 3G» tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz mit Notebook-Herstellern wie Asus (EeePC) oder Dell.


    «Eine wachsende Zahl von Nutzern wünscht sich die Rechenleistung eines PCs mit allen Vorzügen der Mobilität», sagte Nokia-Manager Kai Oistamo am Montag bei der Vorstellung des Geräts. In Nokias Kerngeschäft sei das «Booklet 3G» eine «natürliche Evolution». Über Preis und Marktstart des Geräts machte Nokia zunächst keine Angaben.


    Das Gerät ist mit Windows-Betriebssystem und einem Intel-Atom-Prozessor ausgestattet, der derzeit in den meisten Netbooks verwendet wird. Mit einem Gewicht von 1,25 Kilogramm soll das Gerät eine Batterielaufzeit bis zu zwölf Stunden erreichen. Das «Booklet 3G» geht über Mobilfunk-Netze und WLAN ins Internet. Unterstützt werden auch der schnelle Mobilfunkstandard HSPA, alternativ gibt es einen Slot für die SIM-Karte. Das Gerät hat auch ein eingebautes GPS-Modul zur Ortung per Satellit.


    Das Display aus Glas soll sich besonders für die Darstellung von Bildern in hoher Auflösung eignen und das Gerät von herkömmlichen Netbooks im unteren Preissegment abheben. Für HD-Videos steht ein Port für den nötigen HDMI-Standard zur Verfügung. Zudem ist das «Booklet» mit einen Lesegerät für SD-Karten zum Beispiel für eigene Fotos ausgestattet.


    Im weiterhin durch die Wirtschaftskrise angespannten PC-Markt bilden die sogenannten Netbooks oder Mini-Notebooks derzeit das Segment mit dem meisten Zuwachs. Zunehmend werden die populären Mini-Geräte auch über Netzbetreiber wie Vodafone oder die Deutsche Telekom erfolgreich vertrieben. Der weltweit führende Handyhersteller Nokia hatte zuletzt nach erneuten Umsatz- und Gewinnrückgängen angesichts der Flaute im Mobilfunkmarkt eine düstere Prognose abgegeben.


    quelle: SZ