Sony: Die Playstation 3 bis 2016

  • Sony hat den Kampf um die Vorherrschaft bei den Konsolen noch nicht aufgegeben. Der Konzern kündigte nun an, die Playstation 3 bis 2016 am Markt halten zu wollen und mit neuen Spielen zu versorgen. Das sei deutlich länger als bei der Konkurrenz. Problem für Sony: Jede verkaufte Playstation bedeutet derzeit ein Verlustgeschäft.



    Der japanische Elektronikkonzern will seine aktuelle Spielkonsole möglichst lange am Markt halten. „Wir versorgen die jeweilige Generation deutlich länger mit Software, als das die Konkurrenz tut. Für die Playstation 3 planen wir einen Lebenszyklus von bis zu zehn Jahren“, sagte Sony-Entertainment-Europachef Andrew House WELT ONLINE. So solle es selbst im Jahr 2016 noch neue Spiele für die Konsole geben.


    Noch offen ist, wann Sony eine Neuauflage der Playstation auf den Markt bringen wird. In der Branche wird immer wieder 2012 als Datum genannt. Das wollte House jedoch nicht bestätigen. „Der Marktstart einer neuen Konsolengeneration ist noch sehr, sehr weit entfernt“, sagte er.


    So sehen die neuen Videospiele aus


    Sony hatte zur Gamescom-Messe in Köln eine neue, günstige Variante seiner Playstation 3 veröffentlicht, genannt „Slim“. Die Japaner waren zuletzt stark unter Druck gehalten, halten bei den aktuellen Konsolen nur einen Marktanteil von knapp 22 Prozent. Marktführer ist Nintendo mit seiner Wii-Konsole. Sie gilt zwar als technisch veraltet, hat aber wegen ungewöhnlicher Bedienkonzepte neue Zielgruppen für die Branche erschließen können.


    Trotz des Erfolgs von Nintendo will Sony an seiner Strategie festhalten. „Auch die kommende Konsolengeneration wird im oberen Preissegment angesiedelt sein, dafür aber über wegweisende technische Eigenschaften verfügen. Unsere Zielgruppe sind anspruchsvolle Spieler“, sagte House.


    Unterdessen bestätigte Sony, dass es die Playstation 3 mit Verlust verkauft. „Es ist richtig, dass die Produktionskosten über dem Verkaufspreis liegen“, sagte der Chef der Sony-Entertainment-Chef, Kazuo Hirai, der „Wirtschaftswoche“. Jedoch rechne der Konzern damit, nach der jüngsten Preissenkung in diesem Jahr rund 30 Prozent mehr Playstations und auch 30 Prozent mehr Spiele zu verkaufen. Auch Konkurrent Microsoft hat laut Medienberichten mit seiner Konsole Xbox 360 das Problem, dass die Produktionskosten über dem Verkaufspreis liegen. Die Unternehmen versprechen sich demnach, aber Geld vor allem mit den Linzenzgebühren für Spiele zu verdienen.


    quelle: WELT ONLINE