Blog-Artikel von Arisu_in_Wonderland

    Um nochmal zu meinem Problem zurück zu kommen...erlebte ich etwas in meinem Leben, was es zuvor nie gegeben hatte. Einen extremen Ehrgeiz und einen eisernen Willen, eine Sache bis zum Schluss durch zu ziehen. Ich will natürlich nicht sagen, dass ich bis jetzt jede Sache, an die ich heran gegangen bin, nicht mit vollem Einsatz erledigt habe, aber niemals war ich wirklich mit SO einem vollem Eifer dabei wie damals. Schließlich war damit auch der Wunsch verbunden, endlich etwas an mir zu ändern. Zumindestens äußerlich.
    Ich machte mir einen genauen Plan, was für Trainingseinheiten ich vorzunehmen hatte. Natürlich vollzog ich fast alles nur zu Hause. Ich benötigte auch kein Fitness-Studio. Zu Anfang ging ich auch jeden Tag für eine halbe Stunde raus und lief eine ganze Weile eine festgelegte Strecke hin und zurück. Ich machte jeden Tag eine Stunde Sport. Hauptsächlich Übungen um Muskeln aufzubauen. Egal ob an den Beinen, am Po oder am Bauch. Ich habe mir über alle Körperregionen

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    Ständig versuchte ich mir einzureden, dass ich die nichtaufhörenden Predigten meiner Verwandten einfach ignorieren sollte. Ich sei ja zu dick und solle drigend Sport machen. Von jedem Verwandten und Bekannten bekam ich das zu hören und es hing mir schon bis sonst wo hin. Dann war es natürlich kein Wunder, wenn ein sensibles Mädchen wie ich, das keinerlei Selbstbewusstsein hatte, dadurch depressiv wurde und einfach nur noch weg wollte von diesem "Magerland Vietnam". Ich fühlte mich unaufhörlich von Menschen beobachtet, weil ich "anders" aussah. Nicht vietnamesisch genug. Nich dünn genug. Die Blicke durchbohrten mich, ich konnte nicht mehr aufhören, mich zu schämen. Am liebsten wollte ich in Grund und Boden versinken. So ging es stets und ständig, egal wo ich war. Die Blicke meiner Landsleute verfolgten mich, Argwohn entfaltete sich in ihrer Mimik und ich wusste, innerlich verhöhnten sie mich und lachten sich schlapp über meine nicht ansehnliche Erscheinung. Ich war mir

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    I used to be fat!


    Vietnam ist das Land des Magerwahns. Das ist eine wage, absurde und skurille Aussage, die dennoch stimmt. Warum? Ganz einfach. Weil in Vietnam nur dünne, Klappergestelle rumlaufen und man sich vorkommt als wäre man in einem Magersuchtsland, in dem Fettleibigkeit schon ein Tabu ist. Wo man hinsieht, entdeckt man nur schlanke Wesen, die mehr aus Knochen und Haut, als aus Fleisch bestehen. Irgendwie ist es eine absurde Vorstellung und man fragt sich natürlich, weswegen es nur dünne Menschen dort gibt. Auch dafür gibt es eine plausible Erklärung. Die Vietnamesen haben es in den Genen, diesen Magerwahnfaktor. Er wird von Generation zu Generation weitergegeben und immer streng gehütet. Nein, eigentlich war das nicht die richtige Erklärung, aber indirekt schon. Denn in Vietnam wird besonders viel Wert auf die Ernährung gelegt; Fisch, Gemüse und Obst landet besonders häufig auf dem Essenstisch, zusätzlich noch jede Menge Reis, der ebenfalls sehr gesund ist. Die

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