Bloggen für Anfänger und die Lehren aus Gruppenarbeiten

Ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich einen interessanten Blog gestalten könnte und habe mir dabei ein paar Einträge von anderen Usern angesehen. Mein Eindruck war, dass eigentlich alles erlaub ist. Also wage ich mich einfach mal an meinen ersten Versuch und teile meine Erfahrungen über gescheiterte Gruppenarbeiten und meine Lerneffekte mit euch. Bitte seid nachsichtig mit mir.


Wahrscheinlich hat es jeder von uns schon auf die andere Art und Weise erlebt: Gruppenarbeiten.


Ob im Studium wie bei mir, in der Schule oder auf der Arbeit - Um Gruppenarbeiten kommt man im Allgemeinen nicht drum rum. Ich habe in der Vergangenheit eigentlich keine sehr negativen Erfahrungen mit Gruppenarbeiten gemacht, auch wenn nicht immer alles optimal lief und es natürlich Konflikte gab, aber im Moment fühle ich mich wie im falschen Film.


Ich studiere BWL im letzten Semester auf Master Niveau, d.h. eine gewisse Professionalität sollte man vorraussetzen können. Unser Projekt war eine Untersuchung über intellektuelles Kapital und wir haben unter anderem persönliche Interviews und eine Online-Befragung durchgeführt.


In meiner Projektgruppe waren 6 Leute: Eine Freundin von mir, ich und vier für uns fremde Jungs (Jungs, weil sie nach dem ganzen Mist in meinen Augen auch mit über 20 keine Männer sind). Wir waren ein sehr bunter Haufen aus unterschiedlichen Bereichen, was in erster Linie gut für eine Gruppenarbeit ist.


Das Problem war:
a) Die Arbeitseinstellung von den vier Jungs war unter aller Sau, um es noch nett auszudrücken. Entweder sie waren faul und haben so gut wie nichts beigetragen, oder sie hatten eine große Klappe und haben am Ende Mist abgeliefert. Ich hab mich echt gefragt, wie die das Grundstuidum bestanden haben. Ich dagegen habe einen sehr hohen Anspruch an meine Arbeitsleistung und erwarte diesen Einsatz wenigstens zum Teil auch von anderen. Ich bin nicht bereit, andere Leute mit meiner Leistung durchs Studium oder ähnliches "zu ziehen".
b) Wir waren zu 2 gegen 4, und als Frauen würden wir von den Jungs nur nett belächelt und nich ernst genommen, wenn wir Verbesserungsvorschläge oder Beschwerden hatten. Ich hatte zwar am Anfang die Gruppenleitung übernommen und da lief es auch ganz gut, aber habe diese an einen der Jungs nach 2 oder 3 Wochen abgetreten. Auch hier werde ich das nächste Mal mir die Fäden nicht aus der Hand nehmen lassen.
c) Die Zeit für das Projekt war sehr kurz. Wir haben erst kurz vor Schluss die Reisleine gezogen und uns bei der Dozentin beschwert, dass es nicht läuft, weil zbsp. Fristen nicht eingehalten werden oder "Müll" abgeliefert wird. Uns ist schon kurz vor der Hälfte aufgefallen, dass es nicht läuft und haben es mehrmals in der Gruppe angesprochen. Wir haben dann weitere Chancen gegeben, dass wieder rauszuholen und erst glauben wir an das Gute im Menschen. Das nächste Mal werde ich da konsequenter vorgehen und mich gegebenfalls auch früher beschweren.


Wir haben jetzt morgen ein Gespräch mit der verantwortlichen Dozentin mit allen Gruppenmitgliedern. Ich habe den Jungs heute mitgeteilt, dass ich keine Gruppennote akzeptiere und von der Dozentin eine 2. Chance für mich einfordern möchte, um zu beweisen, was ich kann. Die sind natürlich sofort gegen mich und haben mich gefragt, was das soll und ob ich mich für etwas besseres halte, etc. Ich hab echt Angst vor dem, was morgen dabei raus kommt. Ich will keine 4,0 in meinem "Zeugnis". Bei einem Schnitt von jetzt 1,7 rutsche ich dadurch auf 2,0. Ich habe aber auch nächstes Semester keine Zeit diesen Kurs zu wiederholen, weil ich frühzeitig mein Studium beende, um mit meinem Freund umzuziehen. Alles Scheiße.


Welche Erfahrungen habt ihr so mit Gruppenarbeiten gemacht und welche Tipps habt ihr für mich und andere für zukünftige Projekte?


PS: Wie war mein erster Blogeintrag? ;)



Kommentare 6

  • Der Blog ist gut,die Gruppe die du hattest (außer deiner Freundin) dagegen absoluter Mist.
    Aber wenn es dich bereuhigt,ich landete früher auch immer den Gruppen,wo erfahurngsgemäß nix bei rauskommen konnte u hab Gruppenarbeit immer gehasst.
    Schade finde ich es es nur,das ihr euch nicht eher beschwert habe.

  • Also ersteinmal, ich finde deinen Blogeintrag gut,
    da er eine Situatuion beschreibt,
    die so gut wie jeder aus seinem Leben kennt und man sich hineinversetzten kann. :)


    Im großen und ganzen kenne ich deine Situation xD
    aber dann übernehme ich immer die Führung.
    Ich schau immer, dass eine Freundin mit dabei ist, mit der ich die Arbei teile, aber wenn nicht,
    geb ich den anderen einfache und unnötige Aufgaben und mach den Rest alleine. o_o
    Ich hab halt nie große Lust auf eine schlechte Note xD

  • Ich hasse bis heute Gruppenarbeit. In den Schulen früher gings mit Freunden oder ich hab mich vor gedrückt. In der Berufsschule wurden wir dann immer einfach zusammengeschmissen und es hat so gut wie nie Spaß gemacht. Geklappt hat das mit der Aufteilung der Arbeit auch nie so wirklich, aber irgendwie gings. War früher noch schlimmer und ich war so schüchtern, dass ich mich immer hab unterdrücken lassen. Gar nicht ab kann ich die Leute, die einen dann auf Chef der Gruppe machen und alles befehlen wollen.


    Gut Erinnerung blieb mir die Arbeit mit meiner besten Freundin und noch einer Klassenkameradin: Wir mussten eine Stadtführung organisieren durch ein Viertel. Jeder hat sich rausgesucht, was er am liebsten erzählen würde. Dazu mussten wir noch einen Flyer gestalten. Kreativität kam von meiner Freundin, technisches von mir und die andere hat halt bisschen Texte beigetragen und sich mit eingebracht. Die fette 1++++++++++ werd ich nie vergessen. :D

  • Mir gefällt dein Blog super ^^


    Also ich habe bisher meistens nur kleinere Gruppenarbeiten gehabt, halt nur zu zweit oder zu dritt und das meistens dann auch mit guten Freunden, wir wurden nie mit Fremden zusammen gewürfelt aber ich denke hier kommt es eben auch auf das Glück an, mit wem man zusammen gesteckt wird. Wenn es eben Leute sind die auch sehr zielstrebig sind dann wird das auch was, man muss halt gute Kommunikation halten und so. Aber wenn es solche Leute sind da kann man eigentlich recht wenig machen außer sich frühzeitig zu beschweren, aber mit den anderen zu reden ist immer das wichtigste. Auch bei Leuten wo du den Eindruck hast die machen ja gar nichts, kann ja sein dass die Probleme oder so haben, erstmal immer reden, wie du es schon gemacht hast. Aber wenn sowas ist... da hilft nichts mehr außer mit dem Lehrer halt reden und so ^^

  • Mir gefällt dein erster Blog:)


    Mh ja ich kenne solche Situationen,das iwas schief lief in Gruppenarbeiten. Jedoch muss ich sagen hatte ich meistens immer etwas Glück,da ich so gut wie möglich versuche immer mit Leuten zusammen zu arbeiten wo ich im vorraus weiß ,mit dem bin ich auf einer Wellenlänge. Ich denke das ist vllt ein guter Tipp,das man sich Gedanken macht mit wem man zusammen arbeitet. Allerdings nur doof wenn die Gruppenkonstellation im vorraus von Dritten festgelegt wird,dann sollten alle aufeinander eingehen finde ich,und sich nicht gegeneinander aufspielen.


    ich wünsche dir im vorraus viel glück und erfolg weiterhin für diese arbeit =)

  • Erlaubt... toleriert... sie es wie Du willst xD


    Nein, Dein Blogeintrag passt schon x3
    Würde aber sicherlich auch ein gutes Thema machen. Ich hätte da so einiges aus meiner Schulzeit zu erzählen... das würde den Rahmen eines Kommentars aber definitiv sprengen.
    Einfach nur so viel - zu 95% wurde die Gruppenarbeit auf den letzten Drücker erledigt (meistens nach der Abgabefrist...), ging aber auch meistens noch gut.


    Aber ja; bei einer anspruchsvolleren Arbeit sollten schon alle gut daran mitarbeiten, ist sonst blöd so etwas ><