Der aktuellste Wisch aus Tante Lulu's Nähkästchen ihres Lebens.

Wie schon der Titel sagt, eure Tante
Lucy zieht um.


Einige haben bestimmt schon mitbekommen, dass
ich in den letzten Wochen weniger aktiv bin.
Das liegt daran, dass
ich nun endlich - nach 11 Monaten - eine Wohnung gefunden habe und
auch alle Amtswege endlich geöffnet wurden.


Angefangen hatte
nun alles vor 11 Monaten:


Ich wurde von meiner Mutter
rausgeschmissen und bin seither bei meinem Vater untergekommen.
Dabei
hatte ich den fast 2 Jahre lang nicht gesehen und auch sonst keinen
Kontakt zu ihm gehabt.
Da konnte ich echt Glück haben, dass er
mich sofort aufgenommen hat.


Denn eigentlich hatte ich nie
Ärger mit ihm, nur, wie es bei Scheidungen kommt, erzählt der eine
Elternteil nur das Schlimmste über den anderen.
Meine Mutter
hatte es bei mir geschafft, dass ich alles glaubte, was sie mir aber
meinen Vater erzählte.
Im Nachhinein musste ich ein Eisbad in
Sachen Lügen erleben.
Alles was sie mir erzählte war
gelogen.
Sowohl über sich, als auch über meinen Vater.


Dadurch,
dass ich nun bei meinem Vater lebte, hatte ich einen Schulweg von 3
Stunden und mehr.
Dies beeinträchtigte natürlich meine
schulischen Leistungen, sowie auch mein gesundheitliches
Befinden.


Seit dem Rausschmiss war ich auf der Suche nach
einer Wohnung.
Dazu musste ich aber Hilfe vom Arbeitsamt
beantragen.
Das erste Problem dabei war, dass ich unter 25 bin,
und somit eigentlich gar nicht allein leben dürfte.
Es sei denn
natürlich, ich könne mich finanziell selbst unterhalten.
Denn
Eltern sind verpflichtet ihre Kinder bis zum 25ten Lebensjahr bei
sich zu behalten, wenn diese nicht sich selbst versorgen können, was
Wohnung, essen et cetera angeht.
So musste ich zum Jugendamt, die
mich in ein betreutes Wohnen stecken wollten.
Doch da ich eine Art
Gutachten von meiner Psychologin hatte, wurde dieser Plan wieder
abgesetzt.
Denn diese hatte davon abgeraten, dass ich in einer
Wohngemeinschaft lebe.
Nun wollte das Jugendamt natürlich wissen,
ob ich fähig wäre, wenn ich finanzielle Unterstützung bekäme,
allein zu leben, verantwortungsbewusst mit dem Geld zu
haushalten.
Einige Gespräche später bekam ich dann ein
Schreiben, dass genau dies von der Seite des Jugendamtes
bestätigte.
Auch in der Schule waren schon vor längerer Zeit
solche Gespräche geführt worden.


Mit diesen Schreiben – so wurde mir
von den Arbeitsamtmitarbeitern gesagt – sollte ich nun Hilfe
bekommen.


Pustekuchen!


Nun gefiel es denen nicht, dass ich
nicht in Hamburg gemeldet war.


Sie schickten mich zurück nach
Niedersachsen, doch das Arbeitsamt dort weigerte sich mir zu helfen,
weil sich die Wohnung ja in Hamburg befände.


So ging es einige Wochen fröhlich
weiter hin und her.


Letztlich war das Arbeitsamt noch der
Meinung, dass 3 Stunden Weg zur Schule ja machbar seien.


Sicherlich, wenn man keine Hausaufgaben
machen muss und nicht für Klausuren lernen muss, klar!


Also nochmal zum Jugendamt und die
Unzumutbarkeit dieses Schulweges bestätigt bekommen.


Und siehe da, plötzlich klappt alles.


Nun konnte ich alles beantragen, was
mit zustand, habe die Leistungen bekommen und konnte endlich
renovieren.


Mittlerweile ist die Wohnung – die
man auch als Loch bezeichnen hätte können – wohnlich.


Und ich muss sagen, dass renovieren
KEIN Kinderspiel ist.


Das bisschen Farbe an die Wand bringen
und putzen... klaaaaaar.


Da geht so viel Zeit bei flöten, dass
man sich echt fragt, was man eigentlich die ganze Zeit über getan
hat.


Ab und an verzweifelt man dann noch,
wenn die Tapeten von den Wänden fallen, oder im Bad beim Streichen
der Putz runterkracht, oder genau vor einem eine Glühbirne
explodiert.


Der reinste Umzugswahnsinn.


Telefon und Internet muss man dann ja
auch noch haben, um Strom, sowie Heizung muss man sich auch noch
selbst kümmern.


Herd und Waschmaschine kommt auch
keinem nur so zugeflogen.


Teller, Pfannen, Töpfe, alles muss man
besorgen.


Doch wenn man gut haushalten kann, ist
das nur ein kleines Problem.


Und nun beende ich diesen langen,
vielleicht etwas langweiligen Wisch aus Tante Lulu's Leben.


Mal sehen, ab wann ich euch von meiner
Wohnung schreiben werde.

~ Friends are like boobs. Some are real, some are fake ~

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Gewaltfreie Erpresserische Zwangsabgabe


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Kommentare 3

  • Von meiner Wohnung bis zu meiner Schule sind es ca. 30 Minuten. =)

  • Wow hört sich krass an x.x
    wegen der ämter und so bestimmt viel schlimmer als ein normaler umzug
    hoffe das regelt sich bei dir langsam wieder =3
    wie weit is die wohnung denn jetzt von deiner schule entfernt?

  • Ja, ein Umzug und das Renovieren ist nicht leicht.
    Und dann noch diese Ämterwahnsinn aushalten, das ist schon ein Stück.


    Bei mir ist ja auch ab morgen Umzug angesagt. Das wird ein Spaß.


    Werde ab dann auch nur noch auf Handy oder Telefon erreichbar sein.
    Des Weiteren freu ich mich aber auch schon auf den Urlaub in London, denn ich am Dienstag bestreiten werde mit meinem Freund.


    Ich freue mich auch schon auf die Einweihungsparty, aber mach sie erst wenn ich wieder da bin :D Nicht ohne mich feiern :D Ich mach dann auch noch eine Einweihungsparty wenn ich umgezogen bin :D
    Das Zimmer wirst du nicht mehr wiedererkennen, das schwöre ich dir :D