Die Monotonie der grauen Gesellschaft

Neuer Tag, neue Leute, neue Liebe, neues Glück. Selbe Schule, selber Kaffee, selbe Musik, selbe Person die dies hier schreibt. Was hat sich geändert? Ist das Leben besser geworden? Schlechter? Gleich geblieben? Ich weiß es nicht. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, heißt es immer. Doch kann man ihn überhaupt loben, wo Tag für Tag irgend etwas passiert, das nicht gut ist? Gibt es überhaupt den "perfekten Tag"? Nein. Gibt es nicht. Natürlich, man kann neben seiner Liebsten aufwachen, sie küssen & ihr beim schlafen zusehen. Man kann einen wunderschönen Tag mit ihr verbringen, das bestreite ich nicht. Doch ist der Tag wirklich perfekt? Was, wenn es regnet? Was, wenn man sich in den Finger schneidet beim gemeinsamen Kochen? Ist das dann auch Perfekt? Was definiert Perfektion? Nichts. Wer also kann von sich behaupten, er wäre perfekt, wo sich Perfektion doch in jeder Sekunde neu definiert. Jeder Mensch ändert sich in jeder Sekunde ein klein wenig, also muss die Definition für Perfektion auch neu gewählt werden. Somit war er in der vorherigen Sekunde nicht perfekt, da sich die Definition von Perfektion geändert hat. Wird er überhaupt jemals die absolute Perfektion erreichen, wo sich der Mensch doch jede Sekunde ändert & somit auch die Definition von Perfektion. Ich sage nein. Perfektion ist unerreichbar. Selbst wenn man Perfektion definiert, so wird es doch immer etwas geben, das größer, schneller, toller, besser ist. Was ist also Perfektion? Eine subjektive Definition? Ja, sehr subjektiv. Wie wäre es wohl, frei wie ein Vogel zu sein? Nicht eingesperrt in den goldenen Käfig genannt Alltag? Frei zu sein, zu gehen wohin man will, wann immer man es will. Ungebunden an Verpflichtungen, Regeln & Gesetze. Einfach zu gehen wann man es will. Wie wäre es wohl, hoch oben über die Berge zu fliegen, die Freiheit zu genießen und an keine Grenzen zu stoßen? Grenzenlose Freiheit. Einfach alles hinter sich zu lassen, dem alten Leben den Rücken kehren & ein neues Leben in Freiheit zu genießen. Wie das wohl wäre? In den Wäldern den Klängen einer Panflöte zu lauschen, die das donnernde Gewitter & den strömenden Regen durchbrechen. Der Melodie zu folgen & einen alten Spielmann zu treffen. Sich zu setzen & seinen Erzählungen zu lauschen. Geschichten über längst vergessene Tage & Zeiten. Geschichten über untergegangene Völker, verborgene Wesen & uralte Legenden. Ihm zu lauschen & einzutauchen in eine Welt voller Geheimnisse, fantastischer Wesen & längst vergessener Zeit. Es wäre wundervoll. Doch sind wir gebunden an Aufgaben, Verpflichtungen & Erwartungen anderer. Tag ein, Tag aus der selbe, graue Alltag. Keine Aussicht auf Perspektive. Morgens zur Arbeit, abends nach Hause. Und wofür? Um Steuern & Reperaturkosten zu zahlen, jahrelang zu sparen & dann vielleicht 1 Woche nach Spanien zu fahren. Wofür lohnt es sich dann noch zu leben, wenn Kindheitsträume & Wünsche in Vergessenheit geraten, nur weil in der Welt der Erwachsenen kein Platz mehr dafür ist? Wofür also leben, wenn man sich die Wünsche, Träume & Hoffnungen nie erfüllen kann? Wofür die ganze Mühe, wenn der erhoffte Lohn doch ausbleibt? Das frage ich dich. Den Leser. Wofür lebst du? Wofür die ganze Mühe? Tagein, tagaus immer den gleichen Trott zu erleben. Wofür?




Der graue Schleier der Monotonie hat sich über die Gesellschaft gelegt. Tagtäglich gehen wir zur Arbeit, verrichten die gleiche, stumpfsinnige Aufgabe & gehen abends nach Hause in unsere kleine, kalte 2-Zimmer-Wohnung, die wir uns eigentlich gar nicht leisten können. Dort sitzen wir auf unserem billigen Sofa, schauen einen schlechten Film & stopfen uns mit billigem Essen vom Schnellimbiss voll. Ist das wirklich leben? Ist das wirklich das Leben, das ein jeder von uns führen will? Mitschwimmen im grauen Strom der Masse, um nicht aufzufallen? Wo bleibt da die Individualität? Ist es Kunst, in der Gemeinschaft ungesehen unterzugehen? Nein. Es ist traurig. Kunst ist es, im Strom zu schwimmen & dennoch seine Individualität zu wahren. Der grauen, monotonen Masse einen Funken Individualität zu verleihen. Der Gesellschaft zu folgen, aber dennoch seinen eigenen Weg zu gehen. Gleich zu sein, aber doch anders. Dem Grau einen Funken seiner eigenen, individuellen Farben zu verleihen. Das ist Kunst. Gleich zu sein, aber doch anders. Das ist die wahre Kunst des Lebens. Nicht im Grau der Gemeinschaft unterzugehen, aber doch angepasst zu sein. Das ist Kunst. Doch was ist mit den Reichen? Die in Geld schwimmen & tun können wonach es ihnen beliebt? Ist das wirklich leben? Nein. Es ist Luxus. Geld ist Macht. Geld ist Erfolg. Geld ist Unabhängigkeit. Aber ist Geld auch Liebe? Ist Geld Zufriedenheit? Ist Geld Lebensglück? Nein. Geld kann alles kaufen, aber nicht das Herz einer Frau. Geld macht glücklich. Temporär mag das stimmen, permanent jedoch nicht. Wozu all das Geld, wenn man es mit niemandem teilen kann? Es ist wertlos. So wertlos wie das Nullmedium, auch bekannt als Fernsehen. Das Medium, die 4. Gewalt im Staat. Meinungsbildend, manipulierend, bestimmend. Frei von Zensur? Nicht wirklich. Wären die Medien frei von jeglicher Zensur, wie es das Grundgesetz vorschreibt, hätten wir viel mehr Skandale in den Nachrichten. Doch ist das nicht genau das, was die sensationsgeile Gesellschaft will? Wirtschafts- & Promiskandale, um sich die Mäuler über solch „schlechte“ Menschen zu zerreißen? Bilder von Unfällen, um sich die verdorbene, manipulierte & beeinflusste Seele aus dem Leib zu gaffen? Um sich jeden Abend um 8 einer Gehirnwäsche zu unterziehen, den Kopf auszuschalten & von manipulativen Medien berieseln zu lassen? Und dann sagt man uns, es gäbe Pressefreiheit, keine Zensur & freie Meinungsäußerung? Das ich nicht lache! Das ist ein Witz! Die Politik will uns im Glauben lassen, ein jeder hätte das Recht zu sagen was er denkt. Gut, nun mache ich von meinem im Grundgesetz festgeschriebenen Recht Gebrauch. Die Medien sind manipulativ. Sie lassen uns glauben, was sie für richtig halten. Und die Politiker sehen zu. Anstatt sich zu erheben & wirklich für freie Meinungsäußerung zu kämpfen, sitzen sie in Berlin in ihren Stühlen, trinken Kaffee & kriegen Geld in den Hintern geschoben, wenn sie nur mit dem kleinen Finger wackeln. Und sowas nennt sich Demokratie? Pah! Ein Witz ist das! Lachhaft. Das nenne ich Machtmissbrauch. Das Volk schreit & verlangt nach Steuersenkungen, Lohnerhöhung. Die von ihnen gewählten Volksvertreter erhöhen die Steuern. Gute Miene zum bösen Spiel. Man muss es allen recht machen, nicht nur den Lobbys. Das Volk muss sich aufrichten, die Stimme erheben. Gemeinsam für das Ziel, eine neue Gesellschaft, unabhängig von den Medien und ihrem Einfluss. Doch was tut das Volk? Abends um 8 den Kopf ausschalten & sich berieseln lassen. Den korrupten Politikern & verborgenen Machthabern leichtes Spiel machen. Sich immer weiter manipulieren lassen um immer weiter in der Monotonie der Moderne zu versinken. Das ist die Masse. Das ist die Gesellschaft. Die Gesellschaft von heute.


Das Chaoskind war da. Für eventuell entstandene Schäden übernehme ich keinerlei Haftung!


Achja, wer Rechtschreibfehler findet, darf sie natürlich behalten. (;

Kommentare 9

  • Ich finde nicht das solche Beiträge zum Lachen sind.


    Nein ich finde sogar das man sowas durchaus mal Ernst nehmen kann.


    Ich finde es ein unding das wenn ein Mensch mal seine gedanken aufschreibt...andere daran Teilhaben lässt..um vilt auch mal Verstanden zu werden, aber dann so ein Scheiß komentar kommt wie von Kei. Was bei ihm aber nicht anders zu erwarten war.


    Ich würde mir da mal gedanken darüber machen was andere so zum Leben äussern.

  • Zu jammern ist keine Kunst: Die Gesellschaft ist schlecht, Geld ist schlecht, der Alltag ist schlecht, die Zukunft ist schlecht, das Leben ist schlecht, sich etwas aus dem Leben zu machen ist schlecht bla bla usw. Diese Tretmühle ermüdender Wiederholung plagt diese Argumentation wie ein Schwarm Fliegen einen Kadaver, denn die Essenz im Herzen dieser Argumentation ist genauso tot und übelriechend wie es nur ein Kadaver sein kann. Zweckpessimismus nenne ich es, Dinge zu verdammen, ohne das "Warum" zu klären und die Frage, wie man aus Sicht des Autors dem leidvollen Aspekt der Existenz entkommen kann :rolleyes: ...

  • Hmm, ich denke, dies ist der falsche Ort, um im Detail auszuführen, wo die logischen Lücken in deiner Argumentation sind, aber ich muss zugeben, dass jeder, der glaubt in einer so kurzen Argumentation mir das Wesen der Menschheit erklären zu können, seinen Argumenten den Beigeschmack von Galle hinzufügt. Es ist schwierig eine Argumentation mit einem derartigen Geschmack zu genießen :rolleyes: ...

  • Mein Alltag ist durch die graue triste Monotonie bestimmt, da mir nichts anderes übrig bleibt. Um wirklich meine Träume, Wünsche & Hoffnungen zu erfüllen die ich mir einmal gesetzt habe, fehlt mir das nötige Kleingeld. Natürlich .. ich habe mittlerweile - dank meiner über alles geliebten Freundin - gelernt, mich über die Kleinigkeiten, die winzigen Details des Lebens zu freuen wie einen Schmetterling der auf einer Blüte sitzt um an den süßen Nektar zu gelangen. Doch ich muss sagen .. oftmals denke ich mir, wofür überhaupt Leben, wenn man doch gar nichts davon hat? Wofür Geld sparen für's Alter, wenn man es dann nicht mehr nutzen kann weil man zu alt, zu gebrechlich ist?

  • Ich hab den Beitrag schon vorher Gelesen.
    Also ich finde ihn gut. Ich Teile die Ansichten^^ Aber jede hat eben seine Eigenen Ansichten vom Leben. Einige Teilen diese und andere eben die die ihr Teilt.
    :D
    Ich weis net wie man das Kommentar von Kei sehen kann, als Freundlich oder Angrinf. Denn die Ansichten eines Menschens sind nicht zum Lachen.

  • Ah, ja... Ist das so? Streng genohmen ist alles Alltag, Wochendende, Ferien, Krankheit usw. Du stehst jeden Tag auf, späterstens wenn du aufs Klo mußt, wozu du auch jeden Tag wahrscheinlich minderstens 2x den Drang verspürst, wenn man Mr. C -A Glauben schenken darf. :rolleyes: Du isst, du trinkst, du atmest, jede Tag, jeden Tag deines Lebens. Natürlich nur, wenn du auch noch weiterleben möchtest, sonst kannst du solche Dinge auch unterlassen, klar soweit?
    Wenn du deine Tage darauf beschränkst immer den gleichen Tag erleben zu wollen, indem du ihn auf so eine einfache Formel zusammen stutzt, tut mir ehrlich gesagt dein Tag leid, das er so wenig von dir respektiert wird und du ihn einfach an dir vorbeilaufen lässt, ohne ihn zu nutzen. ;)
    Schon einmal "Täglich grüßt das Murmeltier" gesehen?^^
    Sogar hier wird es geschafft aus wirklich dem sich ständig Wiederholenden etwas Neues zu gestalten...

  • Nunja ich würde nicht sagen, mein Glas ist halbleer .. Ich würde einfach nur sagen, es ist auffällig dass wir doch stets den gleichen Alltag erleben. Was tun wir den ganzen Tag? Wir stehen auf, gehen zur Arbeit, kommen nach Hause und gehen wieder ins Bett. Und dann? Stehen wir auf, gehen zur Arbeit, kommen heim und gehen ins Bett .. So ist es doch Tag für Tag. Wochende ist Ausnahme. Wochenende ist Leben. Wochenende ist Individualität. Und das für ganze 2 Tage. Und am Montag? Das gleiche.

  • Ich hab schon lang nicht mehr so gelacht, beim Lesen eines Blog. ^^

  • :rolleyes: Eines ist sicher, dein Glas ist halbleer, meines hingegen halbvoll...
    Die Kunst des Lebens ist doch wohl eher nicht nur das Negative in allem was um einen herum passiert zu sehen, sondern auch das Positive. Keiner hält dich davon ab "grenzenlos frei" zu leben, nur man muß es sich halt einfach trauen und mit den Konsequenzen die daraus resultieren leben. ^^
    Das ist alles, wenn du mit etwas unzufrieden bist, dann ändere es, so einfach ist es ;)!
    Ich bin ein Teil der Gesellschaft, kenne aber nur bedingt Monotonie in meinem Alltag, weil ich ihn einfach nicht grau sehe, sondern kunterbunt. Etwas was ich im Übrigen auch gerne mit meiner Umwelt und den Menschen die ich darin treffe teile.