Wert und Risiko ehrlicher Kritik – Wie Morgoths kritische Meinung sich zusammensetzt

Ich hatte dieses Essay vor einiger Zeit zu meiner Verteidigung geschrieben in Erwartung einer Beschwerde über meine Person wegen gewissen Bemerkungen... die nie kam. Jedenfalls dachte ich mir, dass es zu schade wäre dieses Essay unveröffentlicht zu lassen. Was folgt ist eine grobe Beschreibung meines Gedankenprozesses, wenn ich etwas kritisch bewerte, damit man sieht, was unter der Fassade meiner oft sehr sarkastischen Bemerkungen passiert ;) .


1. Erwartungen
Die Sache beginnt meist mit meinen Erwartungen an eine Sache. Für jede Sache, die ich mir vornehme zu bewerten, habe ich Erwartungen. Jeder hat Erwartungen, aber die Sache als Kritiker ist, dass man direkte Ansätze für diese Erwartungen hat. Es ist nichts so allgemeines wie „Es sollte blau sein“, es ist wirklich eine Assoziation.
Z.B. eine Filler-Episode bei Animes: Selbst wenn die Episode nicht die Main-Storyline vorantreibt, erwarte ich, dass die Episode irgendetwas an Substanz vorweisen kann anstatt (wie es oft der Fall ist) wie der Moment zu wirken, wo sich die Produzenten und der Rest des Teams praktisch zurücklehnen können. Monster hatte z.B. ein paar sehr gute Filler. Die Sache ist die: Nicht die Story der Serie zu erzählen bedeutet nicht, dass man gar keine Story erzählen soll.
Das ist eigentlich wirklich DAS kritische Element überhaupt bei einer Kritik, dass man Erwartungen als tatsächliche Fakten zur Hand hat in einer Voreinschätzung einer Sache. Viele kritisieren sowas, dass man dadurch zu negativ werden würde, aber ganz im Gegenteil sind es erst Erwartungen, die das Element aus der Betrachtung ausgraben können, dass unabhängig von Qualität ist: Kreativität. Ohne Erwartungen kann man zwar sagen „Das ist toll“ oder „Das ist schlecht“, aber man kann nicht sagen „Oh… Das ist neu.“.
Erwartungen sind einfach die Einstellung mit der man an das Verarbeiten herangeht. Wenn ich erwarte, dass irgendein neuer Teil einer Roman-Reihe schlecht ist, weil die vergangenen Teile schlecht waren und dann ist das neue Buch besser als die vorangegangenen, dann würde ich sagen es ist gut, aber das heißt nicht, dass es im Kontext aller von mir gelesenen Bücher wirklich gut ist. Tatsächlich würde für einen Kritiker, der up-to-date ist, was den Buzz der Szene angeht, drei Kategorien für eine Kritik reichen: 1. Besser als erwartet. 2. Wie erwartet. 3. Schlechter als erwartet. Irgendein neuer Roman einer Reihe, was weiß ich, ein neuer Twilight-Roman. Ich hasse Twilight, aber ich verstehe, was die Autorin an Motiven anstreben will mit ihren Büchern. Wenn ich also ein neues Buch lesen würde und würde es genauso sehr hassen wie die vorherigen Bücher, dann ist es ‚wie erwartet‘, was für einen Twilight-Fan aber bedeuten würde, dass er wahrscheinlich das Buch mögen wird. Man sieht hier also, dass man mit der Bewertung durchaus leben könnte, nur setzt sie wirklich ein enormes Wissen voraus, damit man diese knappen Bemerkungen in Kontext setzen kann. Deswegen geht dann meist meine Kritik weiter als das…

2. Erster Eindruck

Fans hassen es, wenn man nach fünf Minuten im Verarbeiten ihres beliebten Werkes schon anfängt zu denken wie schlecht es ist. Oder nach einer Episode einer Serie sagt, dass die Serie verdammt schlecht ist. Aber der erste Eindruck ist damit nicht komplett wertlos. Ich weiß, dass wenn viele Effie Briest von Theodor Fontane in der Schule behandeln erzählt bekommen wie toll es ist, dass scheinbar Fontane im ersten Kapitel schon das komplette Buch beschrieben hat, es klingt sicherlich ein wenig wie Angeberei sein erstes Kapitel so komplex zu gestalten, aber im Prinzip macht Fontane dort das, was jedes durchdachte strukturierte Werk machen sollte (zwar nicht auf diese Weise, aber eben das Prinzip dahinter). Und ich will es hier auch sagen: Der erste Eindruck sollte nicht nur einen Eindruck von der gesamten Story geben, er MUSS einen Gesamteindruck vermitteln. Wenn ich also eine Serie sehe, die mich mit einer langweiligen Story in den ersten paar Episoden nervt, dann ist die einfach langweilig. Und ja, ich weiß, dann kommen diese ganzen Leute, die einem sagen, dass man die Serie zu Ende ansehen sollte, bevor man über sie ansehen sollte. Aber wenn man in der Serie bis an einen bestimmten Punkt kommen muss, bevor sie interessant wird und man nicht an diesen Punkt kommt, weil alles zuvor komplett langweilig, dann ist die Serie einfach schlecht strukturiert. Und egal wie gut die bessere Hälfte ist, wenn die Serie mich zwingt durch Stunden voll von Langeweile und schlechter Story zu quälen, um endlich herauszufinden, warum ich mir die Serie ansehen sollte, dann hat die Serie eindeutig ein Problem. Das ist mein Problem mit „C – Money“ gerade, die Serie braucht so lange mir zu sagen, wohin sie will, dass ich längst mein Interesse verloren habe, wenn sie endlich am Ziel angekommen ist.
Dann gibt es auch noch die Sorte von Problemen, die fundamental sind, so fundamental, dass sie nicht verschwinden werden. Wenn man z.B. ein Game hat, dass immense Kamera-Probleme hat, die einem immer und immer wieder die Szenen aus einem so schlechten Winkel zeigt, dass wichtige Dinge dabei verdeckt werden, dann ist das etwas, dass man in den ersten fünf Minuten des Spielens mitbekommen wird – und das nicht verschwinden wird! Oder in einer Story, wenn einer der Hauptcharakter jemand ist, den ich hasse auf einem fundamentalen Level, dann wird sich das nicht in der Story ändern und wenn es sich ändert, dann nur, wenn der Charakter sich auf eine absurde Art und Weise entwickelt oder die Entwicklung so lange gedauert hat, dass ich es akzeptieren kann, dass er nicht mehr so sehr wie ein verdammter Mistkerl wirkt. Und wenn einer der wichtigsten Charaktere eine Geschichte auf mich wie ein Mistkerl wirkt, den ich einfach nur hassen kann, dann hat die Story aus meiner Perspektive einen fundamentalen Fehler gemacht.
Oft unterschätzen Leute wie wichtig der erste Eindruck bei einer Kritik ist und das auch diese eine akzeptable Kritik hervorbringt, wenn man sie begründen kann. Aber für gewöhnlich bleibt man an der Sache dran, wenn man das volle Kritiker-Paket machen will und geht zum nächsten Punkt über.


3. Gesamteindruck
Das wird bei manchen vielleicht nach der Analyse kommen, aber bei meiner Bildung einer kritischen Meinung kommt dies an dritter Stelle. Wovon ich rede ist so ähnlich wie 2., nur hier geht es um den Eindruck, den ich habe, nachdem alles vorbei ist. Dies ist durchaus anders als der erste Eindruck, besonders in den besprochenen Fällen, wo die zweite Hälfte eine enorme Verbesserung zur ersten Hälfte darstellt. So war z.B. die amerikanische Serie Fringe so ein Fall: Bis Episode 9 hätte ich es einen durchschnittlichen Akte-X-Klon genannt, aber eine bessere Charakterisierung und das Einsetzen der Main-Storyline hat aus der Serie eine gute Sci-Fi-Story mit dynamischen Charakteren gemacht.
Der Gesamteindruck zeigt auch, ob der Spannungsaufbau in der Serie bis zum Ende hin sich gelohnt hat oder ob man vom Abschluss enttäuscht wurde, weil das Finale schlechter war als erwartet oder einfach komplett anders.
Was man auch schnell am Gesamteindruck merkt, ist wie erinnerungswert die Serie ist. Manche Serien sind zwar spannend und mitreißend, aber nur während man sie direkt vor Augen hat und abseits der On-Screen-Action ist es schwer dasselbe Interesse für die spannenden Momente zu gewinnen wie in dem Moment als man sie gesehen hat. Das Prägnante ist an sich ein wichtiges Element, dass anzeigt wie sehr man sich mitreißen ließ von der Serie, denn oft sind es nur Momente, die einem einfallen werden, wenn man argumentieren will, dass eine Serie erinnerungswert ist – und so soll es auch sein. Jemand, der ‚erinnerungswert‘ damit begründet, dass er jede Episode einer Serie in drei Sätzen zusammenfassen kann versteht nicht wirklich die ‚persönliche Anteilnahme‘ des Begriffs ‚erinnerungswert‘. Beispiele wie der Moment als man in „Jaws“ zum ersten Mal den Hai sieht und Roy Schneider sagt: „I think we need a bigger boat.“ oder der Moment in Madoka Magica, wo Madoka ihren Wunsch nennt (Screw you people out there who think that’s a deus ex machina ending…), es sind einfach diese Momente, an die man denkt, wenn man eigentlich an die gesamte Serie denkt. Solche Momente müssen nicht einmal die wichtigsten Momente der Story sein, es ist einfach nur die Szene, die einen persönlich am meisten mitgerissen hat.
2. und 3. getrennt zu betrachten von dem, was folgt, liegt daran, dass sie verdammt subjektiv sind. Ich will nicht verheimlichen, dass die Ergebnisse bei der Ausführung dieser zwei Punkte komplett unterschiedlich sein können, je nachdem wen man fragt. Aber das soll nicht bedeuten, dass man mit 2. und 3. nicht falsch liegen kann, wenn es auf die Begründung zugeht.


4. Analyse
Und jetzt erst kommt der Kram, den wohl nur echte Kritiker hinbekommen werden: die tiefgehende Analyse der Teile und der Gesamtheit des Werks. Es gibt viele Methoden, die man zur Analyse benutzen kann und es gibt auch viele Blickwinkel, die man wählen kann für eine Analyse, aber die ich gerne in einem optimalen Falle anwenden würde, wäre eine hermeneutische Methode von Ast, die (grob formuliert) sagt, dass ein Werk eine Gesamtbotschaft A hat und aus den Teilen a, b, c, d besteht. Und so wie A im Einzelnen ein Teil von a, b, c, d ist, so ergibt a, b, c, d zusammengesetzt A. Und das ist dann der Effekt, wenn man nach Aristoteles Art sagt, dass das Werk mehr ist als die Summe seiner Teile. Einfacher formuliert geht es nur darum, dass jedes Werk einen roten Faden haben sollte, der von jedem Teil des Werks getragen wird.
Bei wissenschaftlichen Sachen kann man viel mit Methode erreichen, aber wenn man in der Freizeit Dinge kritisch betrachtet, hat man einerseits meist keine Leser, die Referenzen und Zitate in ihrer Gänze begreifen könnten, wenn man sie nennt und andererseits sind viele Dinge, besonders wenn es schlechte Werke sind, nicht so einfach methodisch auseinanderzunehmen, wenn sie nur ein chaotischer Haufen von Fehlern und mangelnder Logik sind. Daher ist die Analyse mehr für mich eine induktive Angelegenheit, wo der empirische Beweis (oder Vergleich, wenn eine Serie mal wieder Stereotypen kopiert hat) im Vordergrund steht im Gegensatz zu rationalen Prinzipien (die meisten Shounen-Serien würden wahrscheinlich auf dem Abgrund der Verachtung landen, wenn ich die Analyse z.B. mit der allgemeinen Frage beginne, wie TV-Sendungen für Jugendliche oder Kinder idealerweise aussehen sollten).


Also hier ein Beispiel einer typischen Analyse einer Anime-Serie gesamt:
Meine Analyse beginnt meist erstmal mit der Hoffnung, dass die Serie eine Botschaft hat, die auch erwähnenswert ist und nicht die vereinfachte Logik eines kindischen Paralleluniversums verfolgt (Kinder und Jugendliche müssen nicht wie Idioten behandelt werden…). Hier hoffe ich dann auch, dass ich Asts Methode von weiter oben auf die Struktur der Serie anwenden kann und jede Episode ihren Beitrag zur Botschaft geleistet hat.
Dann schaue ich mir die Charaktere an und durchdenke deren Charakterisierungen im Sinne von „Wie plausibel sind deren Entscheidungen?“, „Wie sehr konnten die Charaktere in mir Sympathie als Zuschauer wecken?“, „Entwickeln sich die Charaktere während der Serie auf eine interessante Art und Weise?“ und „Wie lebendig wirken die Interaktionen der Charaktere mit deren Umwelt?“.
Als nächstes kommt die Story und wie sie strukturiert ist über die Episoden verteilt. Typische Problematiken bei Anime-Serien und Story-Struktur sind Dinge wie der Umgang mit Fillern und Fanservice, das sinnvolle Beenden jeder Episode mit z.B. einem Cliffhanger oder einem zufriedenstellenden Abschluss eines Teils der Story. Hier kommt dann auch 2. und 3. ins Spiel mit der Frage, warum genau diese Eindrücke entstanden sind und inwiefern es aus einem anderen Blickwinkel vielleicht doch nicht so schlecht ist wie man es persönlich empfunden hat.
Dann kommt die Story an sich, also wie sehr sie von Genre-Konventionen (im schlimmeren Falle Stereotypen) beeinflusst wird, wie gut Plot-Twists in der Story verteilt wurden sind und wie interessant der Plothook gestaltet wurde (das grundsätzliche Element der Story, dass einen zu Beginn der Story dazu bewegen soll, die Story zu verfolgen).
Und das ist dann der Moment, wo ich dann meine Kritik von einem Werk äußere. Ich werde natürlich nie den gesamten Prozess darstellen (meine Beiträge sind meist so schon lang genug…), aber nur damit man weiß, was alles im Hintergrund einer Einschätzung bei mir geschieht.


In persönlicher Sache: Der Ton von Morgoths Kritik
Ganz grob betrachtet besteht eine Kritik aus Meinung und Fakten-Analyse, in wissenschaftlichen Arbeiten macht man meist nur letzteres und wenn man sich auf eine Meinung beruft, dann besser auf die eines Professors, die nur in drei Fällen falsch liegen können: 1. Wenn sie in einem Zustand sind, wo sie über Ruhestand nachdenken sollten. 2. Wenn man deren Meinung eher als historisches Dokument ansehen sollte anstatt einen Beitrag zu einer aktuellen Diskussion. 3. Oder wenn sie einfach dämlich sind. Aber ein Professor zitiert ist besser, als sich selber zu erklären, als akademische Person ist einfach die Sympathie für Recherchearbeiten in der Bibliothek größer als für eloquente Meinungsformulierung (in der Politik ist es genau umgekehrt).
Nun kann man dies in der Freizeit schlecht tun, da man sicherlich nicht mit Zitaten um sich werfen will oder tatsächlich bei jedem Werk, dass man in der Freizeit kritisch betrachtet, eine komplexe wissenschaftliche Analyse sinnvoll ist oder überhaupt möglich. Daher sind derartige Kritiken meist SEHR persönliche Dinge, da man nicht gerade sehr viele Fakten und legitime Zitate anbringen kann, um seine Meinung wissenschaftlich korrekt zu gestalten, das beste, was man wohl hinbekommen kann an Fakten ist Wikipedia-Standard (und das ist der Standard, den man gerne als Parodie vom „real thing“ zitiert).
Wenn ich also meine Kritik äußere, dann größtenteils in den Worten, die ICH gebrauchen würde dafür. Was manche dann stört ist, dass ich ein besonders zynischer Mensch bin und ein gewisses Talent noch dazu im rhetorischen Bereich habe, mir damit es nicht schwer fällt, ein paar sarkastische Bemerkungen fallen zu lassen, die wohl für jeden außer der Person, die ich kritisiere (im Falle, dass jene nicht besonders viel Humor besitzt) witzig sein werden. Aber man soll nicht denken, dass bloß weil die Kritik zynisch ist, sie dadurch unwesentlich oder falsch wird, überhaupt könnte ich nie mit einem wirklich guten Werk (im Sinne der Erwartungen) zynisch werden.
Natürlich aber wird es immer Leute geben, denen meine Art des Humors und mein Ausdruck bei Kritik nicht gefallen werden, aber keine meiner Meinungen ist ungefragt. Wenn jemand irgendetwas, sei es eine Serie im Fernsehen oder eine Geschichte im Forum der Öffentlichkeit preisgibt, dann gibt sich diese Serie bzw. diese Story der öffentlichen Kritik preis – und die Produzenten der Serie bzw. der Autor der Story MÜSSEN mit der Kritik leben. Das ist der Preis, den man zahlt, wenn man es öffentlich macht. Zu sagen, dass man den Ton der Kritik nicht mag… möglich, aber hat NICHTS mit der Kritik zu tun und ob man sie äußern darf.

Kommentare 5

  • STFy... Du bist auch Kritiker, wir sind eigentlich alle welche, in dem Augenblick, wenn wir anfangen unsere Meinung zu etwas GENAU zu sagen zu können. Sprich, auch du, mein Kohai, bist ein Krtiker! Siehe nur deine Beiträge zu Animes an^^!

  • Eine wirklich schöne Arbeit zum Thema Morgoth & seine Kritik... Du weißt ja sehr wohl, das ich selten Probleme mit deiner Kritik habe, auch wenn ich schon ein-, zweimal Opfer davon wurde :rolleyes:
    Mag es an meinem Humor liegen, oder einfach daran, das wenn man sich selbst kritisch betrachtet du auch noch Recht haben könntest^^.
    Eigentlich recht Schade, das man nicht die vollständige Essay zu lesen bekommen konnte, mich hätte der genau Zusammenhang dann doch interessiert.
    Eine Danke auch nochmals für die letzten Absätze, denn es ist nun einmal wie es ist, auch ich kann meine Meinung frei äußern und muß nicht alles toll finden... Also kurz, ich darf kritisieren...
    Auch als "Nichtkritiker", was auch immer STFan damit meinte, denn soweit ich das verstehe bist du ebenfalls kein Kritiker, aber sehr wohl fähig deine Meinung zu äußern ;).

  • Phase 1 deiner Geschichte ^^ ... Naja, da konnte nicht viel an Erwartungen passieren, bevor ich die Geschichte gelesen habe, aber nach allem anderen würde ich zu der Geschichte, was Erwartungen angeht, "wie erwartet" sagen. Um ehrlich zu sein, war deine Geschichte für mich im Vorfeld des Wettbewerbs das Niveau gewesen, dass ich als Durchschnitt ansehen wollte, es würde einige Geschichten, die schlechter sind, geben, einige, die besser sind, aber insgesamt würde der Großteil auf dem Niveau sein. Dass am Ende deine Geschichte Platz 1 eingenommen hat, sollte alles sagen, was mein Gesamteindruck des Wettbewerbs ist von meinen Erwartungen aus gesehen ^^ .

  • Was den Titel angeht... wie gesagt, das Essay hatte erst ein anderes Ziel verfolgt und es fehlen ein paar Abschnitte, die aufgrund des erwarteten aber nie eingetretenen Anlasses, in dieser Fassung fehlen ;) .


    Was Phase 2 angeht... Es bezieht sich mehr auf fundamentale Probleme, die in den ersten Momenten erkennbar werden und von denen man aus Erfahrung sagen kann, dass sie nicht verschwinden werden oder einen nennenswerten Einfluss auf den Genuss der Serie insgesamt haben werden.


    Und du hast auch richtig angemerkt, dass es nur ein Überblick ist, es gibt Unmengen an Details, die man bei den einzelnen Abschnitten beachten sollte, aber ich dachte mir, ich überlasse es jedem selber, sich die Erfahrung anzueignen, diese Details zu kennen ^^ .

  • Dann mal etwas zu den Erwartungen - vom ersten Teil des Titels hätte ich eine Abhandlung darüber erwartet wie unterschiedlich auf ehrliche Kritik reagiert wird; insbesondere dann wen diese eher negativ ausfällt. So etwas in der Art kann man zwar aus dem letzten Abschnitt Deines Blogs herauslesen - aber eigentlich trifft nur der zweite Teil der Überschrift wirklich auf den Artikel zu ;)


    Wenn ich mir das so durchlese... also ich bin kein Kritiker :whistling: Den Anspruch einer zu sein habe ich allerdings auch noch nie erhoben...
    Aber da würde mich doch fast Deine Kritik an meiner für den Schreibwettbewerb eingereichten Geschichte interessieren - insbesondere was Phase 1 Deines Kritikprozesses angeht ;)


    Auch wenn ich als Nichtkritiker ein paar Dinge etwas anders sehe (vor allem was Phase 2 anbelangt) so ist das doch ein guter Artikel, der zwar nichts wesentlich Neues vermittelt aber doch eine Art Überblick darüber vermittelt was eine Kritik ausmacht.