Nach 13 Jahren - endlich vorbei!?

Wir haben heute unser Halbjahreszeugnis des zweiten Halbjahres der dreizehnten Klasse bekommen, unsere schriftlichen Abiturnoten sowie unser Thema für die Präsentationsprüfung mitgeteilt bekommen.
Ich gehe aber erst einmal ein bisschen in der Zeit zurück, bevor ich darauf zurückkomme. ^^



13 Jahre Schule - ein kurzer Rückblick (bis Klasse 11)


Angefangen hat meine Schulzeit in einer Grundschule in einem Dorf irgendwo in Baden-Württemberg. Ich hatte zwar relativ gute Noten, war jedoch ein richtiger Außenseiter... aufgrund von Mobbing habe ich eigentlich kaum noch Erinnerungen an meine Grundschulzeit. Nach der vierten Klasse habe ich dann eine Gymnasialempfehlung und bin dann auch auf das Gymnasium gekommen (aus meiner Grundschulklasse kamen ganze drei Leute auf das Gymnasium; ein Grund dafür war sicherlich unsere Lehrerin in den ersten beiden Klassen, ein weiterer Grund war sicherlich, dass eigentlich die ganze Klasse von wenigen (2) Mitschülern... wie soll man sagen?... terrorisiert wurde. (So viel mal zur sechsjährigen Grundschule... ich weiß nicht ob ich das überstanden hätte... ich denke mal, es ist verständlich, dass ich Gesamtschulen ablehne.)
Auf dem Gymnasium ging es dann ziemlich rapide abwärts mit meinen Noten, zudem konnte ich mich auch da nicht wirklich in die Klasse integrieren. Als ich in der achten Klasse war habe ich so viel gefehlt (ich war psychisch ziemlich angeschlagen was sich dann auf meine Gesundheit ausgewirkt hat), dass ich fast sitzen geblieben wäre (meine Noten waren auch alle im Dreier- , Vierer- und Fünferbereich). In der neunten und zehnten Klasse waren meine Noten auch nicht viel besser; dadurch, dass ich in der zehnten Klasse fast durchgehend mit meinem Sitznachbarn geredet habe, hatte ich sogar eine 3 als Mitarbeitsnote. In der elften Klasse wurde unsere Reihe (die sich fast nie mündlich beteiligt hat) in Englisch, Deutsch und Mathe in die erste Reihe gesetzt, ich habe es irgendwie geschafft, mich etwas zu fangen (ich habe es auch geschafft, endlich mal abzunehmen, was mir sowohl psychisch als auch physisch geholfen hat) - meine Noten haben sich fast alle etwas verbessert; in der letzten Mathearbeit hatte ich sogar eine 1-2 (oder so), nachdem ich in der achten Klasse noch eine glatte 4 in Mathe hatte und auch in den Jahren danach immer nur Dreien geschrieben habe.



13 Jahre Schule - die Kursstufe (12 und 13)


In den beiden letzten Jahren hatten wir keine Klassen mehr (obwohl meine Klassen nie Klassen waren, sondern Verbände aus mehreren „Schülergruppen“), sondern Kurse. Das Kurssystem hat mir viel besser gefallen als das vorherige Klassensystem :) Ich hatte mit Leuten zu tun, mit denen ich vorher noch nie Unterricht hatte, aber auch mit Leuten, die schon seit Jahren nicht mehr bei mir in der Klasse waren. Früher habe ich meine Klassen nie gemocht, in 12 und 13 waren meine Kurse alles in allem ganz in Ordnung und ich könnte nicht sagen, dass ich einen der Kurse gehasst habe. Ich hatte sogar so etwas wie Lieblingskurse in denen einige der Leute waren, mit denen ich auch in gemeinsamen Freistunden und Pausen und so zu tun hatte.
Und auch was die Lehrer angeht kann ich mich nicht beschweren. Ich könnte jetzt nicht behaupten, auch nur in einem Fach einen wirklich schlechten Lehrer gehabt zu haben; teilweise hatte ich sogar bessere Lehrer als die ganzen Jahre zuvor. Wenn ich mir so anschaue was andere Kurse teilweise für Lehrer hatten... da kann ich mehr als zufrieden mit meinen Lehrern sein.
Ich bin die ganzen Jahre zuvor auch ganz selten auf Partys oder so gegangen (ich glaube, insgesamt auf zwei Klassenpartys), in den letzten beiden Jahren bin ich eigentlich recht gerne zu Kurstreffen gegangen, besonders in den Fächern, in denen mehrere Leute waren, die ich mochte.
Und auch von den Noten her kann ich ganz zufrieden sein... ich habe die letzten beiden Jahre nur für Englisch etwas gemacht, hatte nie meine Hausaufgaben (und wenn, dann habe ich sie während oder kurz vor dem Unterricht gemacht). Auch über meine Präsentationsnoten (zwei Referate und eine Webseite) kann ich nicht meckern... jeweils Kursbester und bis auf die Webseite war alles minimaler Aufwand und viel Improvisation.



Die Wochen nach dem schriftlichen Abitur


Ich glaube, die Zeit nach dem schriftlichen Abitur war die schlimmste Zeit meiner Schullaufbahn (wenn man jetzt mal nur den Unterricht betrachtet)... es war kaum noch Motivation da, man sollte aber dennoch noch Klausuren schreiben. Ich habe mir für die meisten Klausuren nicht einmal mehr die Sachen aus meinem Block gesucht, die wir so gemacht haben und habe einfach nur geraten... da meine Aufmerksamkeit im Unterricht auch nicht so gut gewesen war, ich teilweise auch nicht mitgeschrieben habe, waren die Ergebnisse teilweise auch nicht so berauschend. Ich habe nicht einmal meine Gemeinschaftskundeklausur zurückbekommen... da ich allerdings 14 Punkte im Zeugnis stehen habe, muss ich da eine relativ gute Note haben. Mal schauen... vielleicht habe ich nächste Woche mal Langeweile und hole sie mir ab ^^
Und nach den Klausuren war nichts mehr los... wir haben so gut wie keinen Unterricht mehr gemacht... nur noch in Deutsch und Chemie. In Deutsch mussten wir auch noch einen Vortrag halten... wir waren drei Leute, nur einer hatte das Buch gelesen (und das das letzte Mal vor Jahren) und wir haben es trotzdem mit reiner Improvisation geschafft, eine sehr gute Leistung zu bringen :D (Laut Aussagen von Mitschülern hat man sogar den Eindruck gehabt, wir hätten das Buch gelesen und Ahnung von was wir reden.)



Das Ergebnis der letzten zwei Schuljahre


Wie schon oben erwähnt haben wir heute die Ergebnisse unserer schriftlichen Prüfungen bekommen. Also... mein schlechtestes Ergebnis sind fünf Punkte. Dafür habe ich allerdings zweimal ein zweistelliges Ergebnis... und bin in Deutsch besser als in Mathe. Ich habe bisher einen Gesamtschnitt (also alle vier Halbjahre plus Abiturprüfung), der leicht besser als 11 Punkte (2) ist. Wenn ich meine Präsentationsprüfung noch gut hinbekomme, dann wird der Schnitt noch etwas besser ^^ Das Thema ist zwar nicht so toll... aber naja... wird schon irgendwie klappen xD
Und dafür, dass ich selbst für die Abiprüfungen erst eine Woche vorher angefangen habe zu lernen und selbst in dieser besagten Woche fast nur hier rumgegammelt bin, kann ich mich nicht beschweren =)



Das Ende der Schulzeit - ein kurzer Kommentar


Ich habe jetzt mein Abi sozusagen in der Tasche... auch ohne die Präsentationsprüfung habe ich die Mindestpunktzahl ohne Probleme erreicht. Aber irgendwie habe ich deswegen auch kein wirklich anderes Gefühl... ich bin zwar froh, es geschafft zu haben... und das auch mit einem - für mich - guten Ergebnis... aber ansonsten... :huh:
Und auch wenn es Zeiten gab zu denen ich so richtig auf die Schule geschimpft habe... ich glaube, ich werde sie vermissen. Vielleicht auch deswegen weil ich in den letzten zwei Jahren auch mit Leuten zu tun hatte, die ich wirklich gemocht habe ^^
Und ja... eigentlich war es doch eine Zeit in der man nicht viel zu tun hatte... dadurch, dass ich keine Hausaufgaben gemacht habe und so, hatte ich auch ziemlich viel Freizeit ^^



Schlusssatz


Ein Dankeschön an diejenigen, die sich diesen Blogeintrag angetan haben :)

Falls Fragen zu Themen wie der Beitragserstellung bestehen kann man sich gerne an mich wenden :)


Kommentare 5

  • Yuki... ich glaube, teilweise sind wir uns etwas ähnlich :huh:
    Und danke für Deinen Kommentar =)
    (Den Anderen danke ich natürlich auch... aber Dir besonders, da Du eher selten Kommentare schreibst ;))


    Nachtrag zu meinem letzten Kommentar: ich habe mitbekommen, dass mir mein Mathekurs das mit Germanistik und Philosophie auch abgekauft hat und nicht nur mein Lehrer :D

  • cooler beitrag (das deckt sich erschreckend mit meinem bisherigen schulleben XD) wie schon gewünscht wurde wäre es toll was über zukunftspläne zu hörn(also genaueres) =) (würde mir zumindest helfen, da ich vor der zukunft nach dem abi am meisten bammel hab XD) also danke für den interessanten blogeintrag ^-^

  • Whoa, warte, STFan... Ich habe sowohl Germanistik- als auch Philosophie-Seminare besucht und ich würde dir raten, wenn möglich dich auf Germanistik zu konzentrieren und vielleicht Anglistik dazu zu nehmen. Philosophie ist SEHR trocken, du kannst einem Philosophie-Seminar einen Tisch hinstellen und sagen, dass sie die Frage, ob er existiert, diskutieren sollen und sie können Stunden, wenn nicht sogar Tage damit verbringen, genau dies zu tun. Und Philosophen sind penibel, Umgangssprache ist für die ein Mysterium, was zeigt welche seltsame Betrachtungsweise sie von Sprache haben.
    Anglistik ist ähnlich Germanistik und solange du im Englisch-Lernen eine schnelle Lernkurve hast, sollte es einfach sein, mit dem Niveau der Seminare mitzuhalten, dass recht niedrig anfängt bei den meisten Unis (im ersten Semester werden noch unregelmäßige Verben als etwas angesehen, dass man lernen sollte anstatt etwas, dass man schon wissen sollte).

  • Sagenumwoben? Was habe ich verpasst? o.O


    Also meinem Mathelehrer habe ich erzählt, dass ich Germanistik und Philosophie studieren werde... und er hat es mir geglaubt. Vielleicht ist das ja wirklich das was ich machen sollte... zumindest wenn ich mir so meine Deutschnoten in 12/13 anschaue... :whistling:


    Was genau ich machen werde kann ich Dir noch nicht sagen... ich habe allerdings vor, etwas in Richtung Informatik (Programmierung) zu machen. ^^

  • Und was kommt nun? Ein kurzer Blick in die Zukunft des sagenumwobenen STFan wäre wünschenswert^^